Wie sehr die Meinungen doch auseinander gehen können! Während sich die einen über die Spielweise des TSV 1860 in Eichstätt echauffieren und immer noch negativer kommentieren, verweisen die anderen auf die widrigen Umstände und sind mit dem Gezeigten zufrieden. Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter: So wie in Eichstätt will ich die Löwen öfter sehen!
Einsatz, Kampf und Wille deutlich erkennbar
Klar, spielerisch war das sicher nicht das Gelbe vom Ei, da brauchen wir nicht drüber diskutieren. Natürlich sehe ich auch gerne tollen Kombinationsfußball, freue mich, wenn sich die Löwen viele Torchancen herausspielen und im Idealfall einige davon verwerten. Aber hey: Wir sind hier bei Sechzig! Wir können nicht erwarten, dass hier spielerisch geglänzt und jedes Spiel gewonnen wird – auch nicht in der Regionalliga!
Was ich jedoch erwarte, ist voller Einsatz, Kampf und der Wille, auf dem Platz alles zu geben. Genau das habe ich gestern von den Löwen gesehen und tatsächlich war ich gestern nach dem 0:1 ziemlich entspannt und habe zu keinem Zeitpunkt das Gefühl gehabt, als würde Sechzig die drei Punkte noch aus der Hand geben.
So will ich die Löwen sehen!
Vor der Pause hatte die Elf von Alper Kayabunar zwei tolle Chancen durch Leone und Niederlechner, durfte sich danach aber bei Vitus Eicher bedanken, dass man mit einem torlosen Remis in die Kabinen ging. Dennoch: Der Einsatz hatte bereits vor der Pause gestimmt und man sollte nicht vergessen, dass man beim bis dahin besten Heimteam der Liga angetreten war.
Wie bereits geschrieben: Spielerisch war deutlich Luft nach oben, was gestern jedoch auch ganz klar den äußeren Umständen geschuldet war. Sechzig machte das Beste daraus, nahm den Kampf an und zeigte allen unkenden Kommentarspalten zum Trotz, dass konditionell keineswegs ein Defizit besteht. Jeder einzelne Spieler ging den Extrameter, haute sich rein und trug zum Erfolg der Mannschaft bei. So will ich die Löwen sehen! Und nein, das hat nichts mit Verzwergung, Genügsamkeit oder fehlendem Anspruch zu tun. Vielmehr geht es um das Anerkennen der Regionalliga-Realität!
Dass mit dem letzten Spielzug des Tages doch noch eine tolle Kombination zwischen Wagner, Leone und Calderon zur endgültigen Entscheidung führte, war sehr erfreulich. Jetzt heißt es nachzulegen und am Freitag auch den TSV Buchbach niederzuringen – ob spielerisch, kämpferisch oder beides!
Die Giesinger Gedanken erscheinen regelmäßig als Kommentar und stellen die persönliche Meinung eines Mitglieds unserer Redaktion oder eines Gastautors dar. Sie spiegeln nicht grundsätzlich die Meinung der gesamten Redaktion wider.











Was für ein Spiel! Selbst am TV hast du gemerkt, was das für ein intensiver Kampf war. Was für eine Atmosphäre, ich konnte manchmal kaum glauben, was ich da sehe und höre! Beide Tore direkt vor den Fans und mit der letzten Aktion machen Wagner und Leone dann plötzlich alles perfekt und Calderon würgt das Ding irgendwie rein. Ein Abschluss, der das ganze Spiel zusammenfasst.
Irgendwie das Ding gezogen – geil! 🤍🩵
Ja genau :
unser aller Löwen-Erwartungshaltung
ist oft ein berechtigtes Thema im SECHZGER-Kosmos. Ob zum Stadionumbau mit schwierigen Verhandlungsrunden in komplexen Zeiten (Insolvenzverfahren KGaA, Erbpachtvertragshöhe, Finanzierungsanteil eV bzw. Neue Betriebsgesellschaft ) oder zur Sportlichen Entwicklung im neuen Kader im neuen befreiten Umfeld ( NLZ, Juniorenförderung) nach nur wenigen Monaten seit Juli!
Dürfen wir zu sehr kritisieren oder müssen wir sogar besser aufpassen..was aus UNSEREM Verein jetzt gerade wird und entstehen kann?
Beides denke ich im vernünftigen Rahmen als faire, treue und begeisterungswillige Sechzgeranhänger wie Vereinsmitglieder!
Mit Bedacht und Sorgfalt nie wieder in alte Fehler verfallen und zu schnell zu viel erwarten oder gar fordern. Geduld wird eine Löwentugend.
Ich freue mich über jeden Sieg und akzeptiere Niederlagen…das gehört zum Sport u. Leben!
Etwas mehr Glück in naher Zukunft kann dabei auch ned schaden und selbstverständlich die überfällige notwendige Unterstützung aus allen Ecken zu FootballforthePeople!
Den Dauerpöblern geht es ja nur ums Dauerpöbeln. Jetzt hat es halt ganz gut gepasst: Wir haben bei der heimstärksten Mannschaft zu null gewonnen, jeder hat super gekämpft – trotz Orkanböen, Regen, Wind und tiefem Boden. Also war das Spiel halt nicht schön.
Wenn wir schön spielen und 4:0 gegen Ansbach gewinnen, heißt es: Warum war die erste Halbzeit so schwach? Wenn wir 3:0 gewinnen, heißt es: Warum haben wir nicht 5:0 gewonnen? Und so wird es immer weitergehen. Wenn wir dereinst im Champions-League-Finale Barcelona mit 3:1 schlagen, wird es hier Leute geben – oder vor allem bei DB24 –, die sich daran aufhängen: Warum haben wir denn ein Gegentor kassiert?
Wir müssten mal aufhören, diesen Leuten immer und immer wieder verbal etwas entgegenzuhalten. Es bringt einfach nichts. Es gibt Menschen, denen geht es nur gut, wenn sie immer etwas zu meckern haben. Die sind jetzt in einem kleinen Biotop gefangen, das keiner mehr ernst nimmt, brechen daraus aus und treiben teilweise hier ihr Unwesen.
Wahrscheinlich wäre es auch da am besten, man ignoriert sie einfach. Oder löscht sie.
Bei uns muss JEDES Spiel (wahrscheinlich weil wir 60 sind) ein Traumspiel sein und nahezu am Perfektionismus. Weniger als das geht nicht. Wenns weniger ist dann wird gemeckert.
Dieses Mal war es halt einfach der Kampf und nicht die Schönheit die uns zum Sieg geführt hat.
Warum freut man sich nicht einfach wie “früher” (Früher war das nicht soviel Negativität empfinde ich) und wir freuen uns das wir gewonnen haben.
Vom Kampf und der Leidenschaft war’s für mich das beste was ich seit langem gesehen hab – auch wenn spielerisch vui Luft nach oben ist – aber des sehng ma ja dann am Freitag
ELIL
Sehr treffend geschrieben .
Wenn wir nächstes Jahr um diese Zeit gerade die Vorbereitung auf das kommende Drittligaspiel absolvieren, interessiert es kein Schwein, wie damals das Spiel in Eichstätt gewonnen wurde.
Ja, bin mir absolut sicher, wir gehen wieder rauf in die 3.
Kann dir nur zustimmen!
Und 27 Punkte aus 15 Spielen sind eine tolle Ausbeute.
Häufig ist der Tenor aus dem Kommentarbereich auch nicht das reale Stimmungsabbild. Wer meckern will, verschafft sich halt mit einem Kommentar Abhilfe.
Wer den Sieg genießen konnte, braucht sich nicht online beteiligen.