Erstmals seit dem 6. September, also nach fast sieben Wochen gibt es an diesem Wochenende wieder einmal eine – für die Spielbesucher der Amas – problematische Überschneidung zwischen einer Partie der Löwenprofis und der U21 des TSV 1860. Während das Team von Markus Kauczinski am Samstag um 14 Uhr bei Waldhof Mannheim antreten muss, ein traditionell sehr beliebtes und von den Löwenfans stets stark besuchtes Auswärtsspiel, empfängt schon eineinhalb Stunden früher die Mannschaft von Alper Kayabunar den TSV Nördlingen in der Bayernliga Süd am Trainingsgelände an der Grünwalder Straße 114. Und die Junglöwen wollen sich nach der Niederlage beim Kellerkind Sturm Hauzenberg rehabilitieren. Vielleicht ein Anreiz für alle Nicht-Mannheimfahrer am Samstag Mittag bei den Amas vorbeizuschauen. Und danach dann das Treiben von Volland & Co. beim Waldhof am TV zu verfolgen.
Heimstärke gegen Auswärtsschwäche
1860-Trainer Alper Kayabunar war am vergangenen Freitag angefressen. Dies merkte man ihm im Interview mit sechzger.de nach dem Spiel deutlich an. 0:1 hatte sein Team nach “dem mit Abstand schlechtesten Spiel in dieser Saison” im tiefsten Niederbayern verloren. In der kommenden Partie müsse seine Mannschaft “definitiv ein anderes Gesicht zeigen”. Denn die bislang makelose Heimbilanz von fünf Siegen und 13:1 Toren soll gegen die Schwaben weiter ausgebaut werden. Der TSV Nördlingen steht mit vier Siegen, fünf Unentschieden und fünf Niederlagen tabellarisch knapp vor der Abstiegszone, allerdings noch mit dem Vorsprung von sechs Punkten auf den ersten Relegationsrang. An den vergangenen beiden Wochenenden konnte die vom 40jährigen Schwaben Daniel Kerscher trainierte Mannschaft ihre Heimspiele gegen Kottern und Ismaning jeweils 2:1 gewinnen, von den bisher acht Auswärtsfahrten in dieser Saison kam man allerdings achtmal ohne irgendetwas Zählbares zurück ins Nördlinger Ries.
Neun Duelle bisher zwischen Amas und Nördlingen
Seit der Saison 2018/19 spielt Nördlingen – bis auf ein Jahr Unterbrechung – in der Bayernliga Süd. Zuvor hatte man über Jahre hinweg kontinuierlich der Landesliga Südwest angehört.
Die beste Platzierung in der Fünftklassigkeit resultiert aus dem Frühsommer 2024, als man in der Endabrechnung den beachtlichen sechsten Platz belegte – einen Rang und drei Punkte vor unseren Löwen. Die Bilanz der neun direkten Duelle zwischen den beiden Teams weist fünf Löwensiege (zwei davon bei Heimspielen in Gilching), zwei Remis und zwei Niederlagen für Sechzig auf. Bemerkens- und erinnernswert ist sicher das erste Bayernligatreffen vom 23. September 2018, das die Junglöwen im auf den für den Löwenfan weniger schön klingenden Namen Gerd Müller hörenden Stadion mit 8:0 gewinnen konnten. Zweifacher Torschütze war damals ein gewisser Dennis Dressel. Das letzte Aufeinandertreffen konnten die Amas Ende März diesen Jahres mit 2:0 für sich entscheiden. Torschützen damals die beiden auch heute noch zum Team gehörenden Akteure Raphael Wach und Arin Garza.
Rückkehr von Ersatzkapitän Dordan
Welche Spieler aus dem U21-Kader möglicherweise am Samstag den Weg mit den Profis nach Mannheim mitmachen und daher Alper Kayabunar nicht zur Verfügung stehen, ließ sich in der LÖWENRUNDE mit Markus Kauczinski am am Donnerstag Mittag leider nicht final klären und bleibt erstmal abzuwarten. Lasse Fassmann beispielsweise war am letzten Freitag in Hauzenberg nicht dabei, sondern saß zwei Tage später gegen den MSV Duisburg im Sechzgerstadion auf der Profibank. Der ebenfalls in Hauzenberg fehlende, weil an einer Fleischwunde aus dem Spiel gegen Landsberg laborierende, zuvor zweimal als Kapitän fungierende Damjan Dordan dürfte am Samstag ins Team zurückkehren. Der Zeitpunkt eines Comebacks des etatmäßigen Kapitäns Xaver Kiefersauer ist nach seinem Knöchelbruch aus dem Spiel in Erlbach hingegen noch völlig unklar.
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Titelbild: Spielszene zwischen den Amas und Nördlingen am 29. März 2025 in Gilching Endergebnis: 2:0 für die Löwen)










