Am Freitag Abend (18.30 Uhr) müssen die Amas des TSV 1860 wohl leider erstmals in dieser Saison auf nennens- und hörenswerte Unterstützung durch Anhänger in weiß-blau auskommen. Das Auswärtsspiel beim Bayernliga-Neuling FSV Pfaffenhofen wird eine halbe Stunde vor der Heimpremiere der Ersten Mannschaft gegen den FC Augsburg auf Giesings Höhen angepfiffen. Ein unter Groundhoppern so beliebter “Doppler” ist – trotz der kurzen Entfernung zwischen den Städtischen Stadien an der Grünwalder Straße und im Sportpark Pfaffenhofen – nicht zu machen.

Tabellenführung abgegeben

Eine dramatische Schlußphase mit der späten Führung für die Amas und dann doch noch dem Ausgleich für Schalding-Heining in buchstäblich letzter Sekunde bescherte dem neuen Trainerteam, Wolfgang Sonnenhauser und Christoph Rech ihre Premiere auf der Trainerbank bei den kleinen Löwen am vergangenen Freitag Abend, wozu sie danach dann im exklusiven Interview mit sechzger.de befragt wurden. Nach den beiden 5:1-Siegen zum Auftakt gegen Geretsried und Schwabmünchen unter Trainer Alper Kayabunar bedeutete das die ersten beiden verlorenen Punkte in der noch jungen Saison. Und es hatte den Verlust der Tabellenspitze in der Bayernliga Süd zur Folge. Diese ziert aktuell der FC Pipinsried, der noch eine komplett weiße Weste trägt. Nach dem 3:2 zum Auftakt gegen Heimstetten duellierte sich der FCP übrigens mit den beiden Löwengegnern der ersten zwei Runden. In Geretsried gelang ein 5:0-Sieg, gegen Schwabmünchen ein 2:1.

Pfaffenhofen marschiert durch die Ligen

Am Freitag geht es nun zu einem weiteren Neuling in der Liga, zum FSV Pfaffenhofen, der in diesem Sommer sogar zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte aus der Landesliga Südwest den Sprung in die fünftklassige Bayernliga Süd realisieren konnte. In den zurückliegenden zwanzig Jahren hat der Verein aus der gut 27.000 Einwohner starken Kreisstadt an der Ilm einen rasanten Aufstieg durch die Amateurligen vollzogen. 2012 verließ man – wie schon häufiger zuvor – nach sechsjähriger fortgesetzter Zugehörigkeit die Kreisklasse Donau/Isar zum letzten Mal. Sechs Jahre später ging es von der Kreis- in die Bezirksliga, wo man sich fünf Jahre aufhielt. Im Sommer 2023 folgte die Meisterschaft und der Aufstieg in die Landesliga. Schnell etabliert belegte man heuer dort dann den zweiten Platz und stieg in der Relegation gegen den FC Coburg erstmals in die Bayernliga auf.

Der Trainer in Pfaffenhofen…

In ihre Premierensaison auf dieser Leistungsstufe sind die Ilmstädter gut gestartet. Nach einem 0:0 in Ismaning folgte – vor 630 Zuschauern zum ersten Heimspiel – ein 2:0 gegen 1860 Rosenheim und dann ein souveräner 4:1-Sieg beim TSV Kottern. So stehen für den aktuell Vierten – wie bei unseren Amas – sieben Zähler auf der Habenseite. Trainer Ludwig Dietrich, der das Team seit einem Jahr betreut, sollte mit dem Saisonstart zufrieden sein. Nennenswerte Stationen als Spieler oder Coach hat Dietrich nicht in seiner Vita stehen. Beim Münchner Kreisklassisten TSV Hilgertshausen war er zuletzt Spielertrainer, ehe es ihn nach Pfaffenhofen verschlug.

…und sein Team

Die von ihm betreute Aufstiegsmannschaft konnte im Sommer weitgehend zusammengehalten werden. Ihr Durchschnittsalter liegt bei 25 Jahren. Im Kader befinden sich mehrere ehemalige Pipinsrieder. Vom Regionallisten Schwaben Augsburg wechselte erst heute vor einer Woche der 19jährige Kongolese Gabriel Makaba an die Ilm. Der Stürmer kam am letzten Wochenende in Kottern aber noch nicht zum Einsatz. Aufpassen sollte die Hintermannschaft der Amas auf alle Fälle auf Maurice Untersänger. Der 28jährige Stürmer, seit 2022 für Pfaffenhofen am Ball hat in den beiden letzten beiden Spielen je zweimal eingenetzt und so maßgeblich zu den Erfolgen für den FSV Pfaffenhofen beigetragen. Auch in den vorangegangenen Spielzeiten zeigte sich der Mann mit der Nummer Neun treffsicher. Allerdings ist er offensichtlich auch emotional immer “voll dabei”. Zwei Gelbe Karten jeweils in der Schlußphase der Partien in Ismaning und gegen Rosenheim sprechen eine deutliche Sprache.

Nächste Woche dann wieder ein Heimspiel – zeitgleich mit den Profis

Nach dem Spiel in Pfaffenhofen steht für die Amas am kommenden Wochenende dann wieder ein Heimspiel auf dem Programm. Exakt zeitgleich mit den Profis in Memmingen kommt die SpVgg Hankofen-Heiling am Freitag Abend (18.60 Uhr) an die Grünwalder Straße 114. Wer also keine Tickets für das Duell mit dem FCM ergattern konnte, kann dann guten Gewissens der zweiten Mannschaft bei ihrem Streben zusehen!

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Titelbild: Die Amas am Freitag Abend zum Start ins Wochenende unterwegs im Strafraum des Gegners. Wie letzten Freitag (gegen Schalding-Heining) ist das auch diese Woche wieder möglich.

 

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