Nach zwei hohen Siegen zum Saisonauftakt in der Bayernliga Süd gegen Geretsried und in Schwabmünchen und einem unglücklichen Remis gegen Schalding-Heining unterlagen die Amas des TSV 1860 am Freitag Abend fast zeitgleich mit dem Heimauftakt der ersten Mannschaft gegen Augsburg II beim Aufsteiger FSV Pfaffenhofen nach einer 2:0-Führung noch mit 2:3 und mussten die erste Niederlage hinnehmen. Am Freitag Abend geht es – exakt zeitgleich zum Team von Alper Kayabunar in Memmingen – am Trainingsgelände an der Grünwalder Straße 114 gegen die SpVgg Hankofen-Hailing. Gelegenheit für alle Löwenfans, die für Memmingen kein Ticket ergattern konnten, das Team des Trainerteams Wolfgang Sonnenhauser und Christoph Rech zu unterstützen.

Fahrstuhlmannschaft der letzten Jahre

Wie zwei Wochen zuvor empfangen die kleinen Löwen am Freitag Abend einen Bayernligisten mit Ambitionen zu höheren Weihen. Der Verein aus der niederbayerischen Gemeinde Leiblfing im Landkreis Straubing-Bogen hat in den letzten Jahren die Klischees einer Fahrstuhlmannschaft überzeugend erfüllt. Nachdem man im Sommer 2012 durch die Einführung der Regionalliga Bayern vom Landesligisten zum Bayernligisten aufgestiegen war, verblieb man dort zehn Spielzeiten (inklusive der abgebrochenen “Corona-Saison” 19/20), ehe Hankofen-Hailing 2022 erstmals – als souveräner Meister der Bayernliga Süd – der Sprung in die Regionalliga gelang, die man allerdings nach nur einer Saison als Drittletzter postwendend wieder verlassen musste.

Diesmal nun in die Nord-Staffel der Bayernliga eingruppiert gelang – erneut als Meister – der sofortige Wiederaufstieg. Zwei Spielzeiten verblieb man diesmal in der Viertklassigkeit und entging im Frühsommer 2025 erst in der Relegation dem Abstieg. Heuer war es dann wieder soweit. Mit fünf Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz und gar elf auf das rettende Ufer beendeten die Niederbayern die Saison 25/26 und finden sich nun also wieder im gewohnten Umfeld der Bayernliga Süd wieder.

Der Mann an der Seitenlinie in Hankofen-Hailing

Ambitionen auf einen sofortigen Wiederaufstieg (den dann dritten innerhalb von fünf Jahren) hat man vor der neuen Saison in Hankofen-Hailing keine kommuniziert. Im Gegenteil: Nach einem größeren Umbruch im Kader (zehn Abgänge, sechs Zugänge) in diesem Sommer soll sich das Team von Trainer Tobias Beck, der seit 1. Juli 2025 dort an der Seitenlinie steht, erst einmal in der Bayernliga stabilisieren. Der 31jährige Coach war im Sommer letzten Jahres nach zuvor drei Spielzeiten als Spielertrainer komplett auf die Trainerbank gerückt.

Interessante Personalie im Sturm

Im Kader der SpVgg sind – wenig überraschend – ambitionierte Amateurkicker aus der Region zu finden. Hervorzuheben ist an dieser Stelle Marco Stefandel, der vor 28 Jahren in Zwiesel geboren wurde und dessen fußballerische Vita durchaus interessant ist. Nach Ausbildungsjahren in den NLZs des 1. FC Nürnberg, in der Seitenstraße und beim VfB Stuttgart, sammelte der Stürmer bei den zweiten Mannschaften des VfB und von Hannover 96 erste Erfahrungen im Herrenbereich. Nach einem Jahr im Profkader an der Leine (19/20), in der ihm allerdings kein Einsatz in der 2. Bundesliga vergönnt war, ging es für drei Jahre zum SV Atlas Delmenhorst in die Regionalliga Nord.

Im Sommer 2023 wechselte Stefandel zur gerade aus der 3. Liga abgestiegnen SpVgg Bayreuth, um dann im ersten Haljahr diesen Jahres nochmal in Delemnhorst auf Torejagd zu gehen. In diesem Sommer schließlich heuerte er bei der nur rund eine Stunde von seinem Geburtsort entfernten SpVgg Hankofen-Hailing an. Und am dritten Spieltag besorgte er per Elfmeter den ersten Treffer für seinen neuen Verein.

Bisheriger Saisonverlauf

Dieser Treffer trug zu einem bislang durchaus zufriedenstellenden Saisonstart bei. Läutete er doch die Aufholjagd für Hankofen nach einem 0:2-Rückstand am 3. Spieltag in Rosenheim ein. Das Spiel endete schließlich 2:2. Zuvor hatte man zum Saisonauftakt mit 0:3 in Erlbach verloren und das Heimspiel gegen Ismaning mit 2:0 siegreich gestaltet. Am vergangenen Wochenende gelang daheim gegen Kottern erneut ein Erfolg (2:1). In der Tabelle liegen unsere Gäste am Freitag Abend demnach punktgleich mit den Löwen – allerdings einem deutlich schlechteren Torverhältnis, wobei in der finalen Tabelle der direkte Vergleich herangezogen wird – auf dem achten Tabellenplatz.

Bilanz gegen 1860 II

Seit Sommer 2017 duellierten sich unsere Amas bislang achtmal mit den Niederbayern in der Bayernliga Süd. Die Bilanz ist aus Sicht der Löwen leicht negativ: Zwei Siegen stehen drei Niederlagen und drei Remis gegenüber. Zu Hause gelang überhaupt erst ein Erfolg. Gleichzeitig der letzte Sieg gegen diesen Gegner. Beim 3:2 am 28. Oktober 2018 führte ein gewisser Dennis Dressel die Löwen als Kapitän auf’s Feld, im Kader standen unter anderem Aaron Berzel, Christian Köppel und Semi Belkahia.
Sechzger.de meint: Am Freitag Abend wäre es wieder mal Zeit für einen Dreier gegen Hankofen-Hailing, was gleichzeitig den ersten Sieg für das neue Trainerteam bei den Amas bedeuten würde.

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Titelbild: Freitagabendspiele am Trainingsgelände machen Spaß! Hier eine Torszene für die Löwen vom Saisonauftakt gegen Geretsried vor ein paar Wochen

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Bruck Loewe

OT: das spanische HAMpelmännchen macht weiter auf Rumpelstilzchen.
Schreibt dem IV Liebig vor wie er seine Arbeit zu machen hat und kündigt juristische Schritte an.
Der is echt schlimmer als alle HAMmelköpfe vorher

Stefan Kranzberg

Egal, was er sagt.

Egal, was er denkt.

Benson

Power wird immer der GOAT bleiben. Aber BBR ist schon auch eine Nummer.

Du beziehst dich vermutlich auf den AZ-Artikel von heute:
Ismaik-Vertrauter über 1860: “Manche mögen glauben, die Geschichte sei beendet” | Abendzeitung München

Das ist ein absoluter Nothingburger. Nichts was wir nicht von denen schon hundertmal gehört haben.