An dieser Stelle stellen wir unseren geneigten Leser*innen den Schiedsrichter des nächsten Spiels unserer Löwen ein wenig näher vor. Und natürlich die dem Mann (oder der Frau) an der Pfeife zur Seite gestellten Helfer an den Seitenlinien und neben dem Spielfeld. Heute geht es hier um Andreas Dinger aus dem oberfränkischen Bischofsgrün, der am Freitag Abend (18.60 Uhr – im sechzger.de-Liveticker) das nächste Heimspiel des TSV 1860 gegen Schwaben Augsburg leiten wird.

Über 200 Einsätze in den bayerischen Ligen

Andreas Dinger ist seit knapp einem Monat 38 Jahre alt und blickt auf 76 Einsätze in der Regionalliga Bayern in den letzten sieben Jahren zurück. Hinzu kommen fast 200 Einsätze in den beiden Bayernliga-Staffeln und den Landesligen. In 263 auf transfermarkt.de gelisteten Spielen zückte er 1205 mal eine Gelbe Karte. 37 gezeigte Gelb-Rote Karten (also eine in jedem siebten Spiel) deuten auf einen eher strengen Regelhüter, 21 glatte Platzverweise (in nur jedem 13. Spiel) dagegen auf Zurückhaltung bei der Sanktionierung der Akteure – im Vergleich zu den Kollegen – hin. Mit 79 verhängten Strafstößen bewegt er sich – wie bei den Gelben Karten – im Durchschnitt seiner Zunft. Als Linienrichter war Dilger zwischen 2012 und 2019 in nur 23 Regionalligapartien aktiv. Nach seinem Aufstieg zum Hauptschiedsrichter hat er das Fähnchen in den höheren Amateurligen dann nicht mehr zur Hand genommen.

Als Assistent im vollen Sechzgerstadion

Berührungspunkte mit einer ersten Mannschaft des TSV 1860 sind für Dinger in seiner Rolle als Schiedsrichter noch keine zu vermelden. Nur der U21 der Löwen begegnete er zwischen 2017 und 2021 dreimal. Zum ersten Mal war dies am 4. Oktober 2017 der Fall, als er eine 0:2-Niederlage des Löwenteams von Coach Wolfgang Schellenberg gegen den damals von Manfred Schmöller betreuten SV Pullach vor 200 Zuschauern pfiff. In der Startelf der Junglöwen stand an jenem Mittwochabend übrigens ein gewisser Dennis Dressel. Allerdings fand es nicht – wie auf transfermarkt.de behauptet wird – im Sechzgerstadion, sondern auf dem Trainingsgelände statt. Ein halbes Jahr später war er dann als Linienrichter beim 1:1 der damaligen Regionalliga-Löwen von Daniel Bierofka gegen den FC Augsburg II als Assistent im Einsatz. Von daher kennt er also auch das Erlebnis eines vollen Sechzgerstadions als Teil des Unparteiischenteams.

Die beiden Linienrichter für Freitag

Zur Seite stehen Dinger am Freitagabend Oliver Barnert (33) aus Bayreuth und Daniel Reich (27) aus Heubach im unterfränkischen Landkreis Haßberge. Alle drei auf und um das Spielfeld platzierten Unparteiischen für das Löwenduell mit den Schwabenrittern kommen also aus Franken.

Oliver Barnert noch ohne Löwenkontakt…

Barnert hat als höchte Liga, in der er als Hauptschiri schon aktiv war, die Bayernliga Nord in seiner Vita stehen (15 Einsätze in den letzten beiden Jahren). Als Linienrichter war er bislang 36 Mal in der Regionalliga Bayern im Einsatz. Ein Spiel unter Beteiligung der Löwen (ob erste oder zweite Mannschaft) war – eigentlich logisch – noch nicht dabei.

…Daniel Reich schon mit

Beim sechs Jahre jüngeren Reich sieht die Bilanz so aus: 32 Einsätze in beiden Bayernliga-Staffeln als Spielleiter und 89 Spiele mit der Fahne ausgerüstet in der Regionalliga Bayern stehen zu Buche. Den Münchner Löwen ist er – anders als der Kollege gegenüber – auch schon ein paar Mal begegnet. Im August 2023 pfiff er das 5:1 der Mannschaft von Mauricio Jacobacci in der ersten Runde des Totopokals beim 1. FC Stockheim. Und als Linienrichter war Reich auch schon zweimal bei einem Spiel von Münchens Großer Liebe mit dabei. Beim traurig-denkwürdigen 1:3 im Landespokal gegen die SpVgg Unterhaching im Sechzgerstadion im November vor zwei Jahren, welches das bittere Aus im Viertelfinale bedeutete. Schöner sind da die Erinnerungen an seinen letzten Einsatz bei den Löwen. Beim 3:2-Sieg in Aubstadt vor gut drei Wochen wirkte Reich mit. So darf’s am Freitag gerne weitergehen.

Vierter Offizieller aus Niederbayern

Der Vierte Offizielle beim kommenden Heimspiel, über dessen Rolle in der Regionalliga wir ja jüngst von einem Leser aufgeklärt wurden, ist der gerade noch 53jährige Markus Mühlbauer, der bis Anfang dieses Jahres als Kassier in der BFV-Schiedsrichtergruppe Straubing aktiv war. Über seine sporliche Expertise ist in den Weiten des Internets ad hoc leider nichts erwähnenswertes zu finden. Allerdings ließ sich zumindest ermitteln, dass er in seiner Heimat Niederbayern als aktiver Kommunalpolitiker für die Freien Wähler in Stadt-, Kreis- und Bezirksrat engagiert ist.

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Titelbild: Nach dem ersten und bislang einzigen Einsatz von Andreas Dinger bei einem Spiel der ersten Mannschaft der Löwen am 21. April 2018 im Sechzgerstadion ist dieses Bild entstanden. Ist der damalige Linienrichter darauf zu finden?

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