Nach zuletzt mehreren Überschneidungen der Spiele der ersten und der zweiten Mannschaft des TSV 1860 besteht am kommenden Wochenende wieder die Möglichkeit, sowohl dem Team von Alper Kayabunar (bekanntlich am Freitag Abend um 18.60 Uhr auf Giesings Höhen gegen Schwaben Augsburg – im sechzger.de Liveticker), als auch der vom Trainerteam Christoph Rech und Wolfgang Sonnenhauser betreuten Mannschaft bei ihrem Engagement zuzuschauen. Und eine Begleitung der Amas zu deren Auswärtsspiel lohnt sich auf jeden Fall! Es geht am Samstag Nachmittag ins beschauliche Kirchanschöring. Wer von den – hoffentlich – Siegesfeierlichkeiten am Freitag Abend tags darauf schon wieder erholt ist, sollte sich auf den Weg nach Niederbayern machen. Los geht’s zur besten Fußballzeit am Samstag Nachmittag um 15 Uhr.

Spitzenspiel vor einem Jahr

Am Freitag, den 3. Oktober, dem Tag der deutschen Einheit und einem sonnigen “Altweiber”-Sommertag reiste die U21 des TSV 1860 im vergangenen Jahr am 13. Spieltag als ziemlich souveränder Tabellenführer zum Spitzenspiel beim damals Sechsten der Bayernliga Süd. Betreut wurde das Team dort von Vincent Saller, weil der Chefcoach der Amas Alper Kayabunar vorrübergehend den Trainerstab der Drittligaprofis vom kurz zuvor entlassenen Patrick Glöckner übernommen hatte und Volland & Co. tags darauf beim Spiel in Wiesbaden zu betreuen hatte. Allerdings war auch Kayabunar als Zuschauer in Kirchanschöring anwesend. Die durchaus packende Partie endete übrigens mit 2:2, zweimal gelang es den Junglöwen einen Rückstand der Gastgeber auszugleichen.

Schwacher Start nach Relegation gegen die Schwabenritter

Heuer sieht die sportliche Ausgangslage ein wenig ander aus. Etwas überraschend sind die Niederbayern mit Schwierigkeiten in die Saison gestartet und belegen nach neun Spieltagen mit fünf Niederlagen, zwei Unentschieden und nur zwei Siegen lediglich den viertletzten (Relegations-)Rang. Bis zum dritten Spieltag dauerte es, ehe gegen den Aufsteiger aus Wasserburg der erste Dreier gelang. Es folgten vier weitere sieglose Spiele (mit drei Pleiten), ehe am letzten August-Wochenende dann gegen 1860 Rosenheim gewonnen wurde. Eine enttäuschende Bilanz, nachdem man am Ende der Vorsaison durch den dritten Tabellenplatz (hinter dem nicht aufstiegsberechtigten Löwen und dem direkten Aufsteiger aus Landsberg) noch in die Aufstiegsrelegation zur Regionalliga gelandet war. Dort unterlag Kirchanschöring allerdings zweimal dem kommenden Gegner der ersten Mannschaft von 1860, Schwaben Augsburg und musste entsprechend mit einer weiteren Saison in der Fünftklassigkeit planen.

Kirchanschöring in der Bayernliga Süd etabliert

Seit Sommer 2015 gehört der SVK ununterbrochen der Bayernliga Süd an. Lediglich in der dritten Saison der Zugehörigkeit geriet man ein wenig in Abstiegsgefahr, ansonsten wurden meist einstellige Platzierungen in der jeweiligen Endabrechnung erreicht. Entsprechend stehen in insgesamt 15 Duelle mit dem Nachwuchs des TSV 1860 zu Buche, von denen sechs unentschieden endeten. Dreimal hatte Kirchanschöring die Nase vorn, sechsmal die Löwen. Die letzte Niederlage für die Amas im Rupertiwinkel liegt knapp zwei Jahre zurück. Am 12. Oktober unterlag das Team von Felix Hirschnagl dort mit 0:1. Nach einer guten halben Stunde wurde damals Torwart Erion Avdija wegen einer Notbremse vom Platz gestellt und Paul Bachmann kam zu seinem erst dritten Einsatz für 1860 II.

Ex-Löwe kommt nicht zum Einsatz

Der von Trainer Thomas Leberfinger (36) betreute Kader des SV Kirchanschöring setzt sich – wenig überraschend – überwiegend aus ambitionierten Amateurfußballern aus der näheren niederbayerischen Umgebung zusammen. Allein neun Spieler im Kader nennen als vorherige Station ihrer Laufbahn Wacker Burghausen. Hervorzuheben ist an dieser noch Stelle Max Jägerbauer, der im Sommer von der U21 des TSV 1860 zum nun kommenden Gegner wechselte. Zur Meisterschaft der Amas in der vergangenen Saison trug er mit 21 Einsätzen bei. Er laboriert allerdings aktuell an einer Schulterverletzung, wegen der er auch im Saisonfinale unter Alper Kayabunar nicht mehr zum Einsatz kam. Beim oben genannten Heimsieg von Kirchanschöring gegen Rosenheim stand Jägerbauer mal wieder für sechzig Minuten auf dem Spielfeld, am Samstag wird er aber nicht mitwirken können. Einen prominenten Nachnamen trägt Innenverteidiger Andreas Schweinsteiger. Ausgebildet im NLZ der Spielvereinigung Unterhaching und seit Anfang dieses Jahres für den SVK am Ball ist aber weder verwandt noch verschwägert mit dem bekannten Brüderpaar aus Oberaudorf.

Nächster Sieg für die Löwen?

Für die kleinen Löwen geht es am Samstag Nachmittag darum, den positiven Trend aus dem Heimsieg gegen Gundelfingen (4:2) zu bestätigen. Nach dem wenig erfreulichen sieglosen August mit drei Niederlagen und zwei Remis belegt man inzwischen den achten Tabellenplatz, nur vier Punkte vor den Gastgebern. Das Trainerteam Rech/Sonnenhauser will dem ersten Sieg unter seiner Führung gewiss den nächsten Erfolg folgen lassen. Ob der gegen Gundelfingen mit drei Treffern überragende Luca Dollinger auch in Kirchanschöring nachhaltig dazu beitragen kann?

Zugempfehlung

Wer hinfährt, kann es live mitverfolgen. Dazu noch ein Service von sechzger.de: Wer ein Deutschlandticket sein Eigen nennt (oder 29,- EURO für ein Bayernticket aufbringen kann), dem sei an dieser Stelle die ziemlich entspannte Bahnverbindung nach Kirchanschöring ans Herz gelegt. Am Ostbahnhof starten stündlich (jeweils 17 Minuten nach der vollen Stunde) die RBs, die die Interessierten mit einem Umstieg in Mühldorf am Inn in rund zwei Stunden an den Ort des Geschehens transportieren. Vom Bahnhof sind es dann zu Fuß nur knapp zehn Minuten zur EM-Group-Arena an der Laufener Straße.
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Titelbild: Viel Betrieb im Löwen-Strafraum am 3.10.2025 in Kirchanschöring. Am Ende stand ein 2:2 auf der Anzeigentafel

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Flori T

Aktueller Trainer von Kirchanschöring ist ab dieser Saison Ex-Löwe Christoph Dinkelbach.

Trasn

Grundsätzlich guter Bericht.
Jedoch mit argem Fehler bezüglich Landkarte.
Kirchanschöring befindet sich im Landkreis Traunstein und dieser liegt nicht in Nieder-sondern in Oberbayern! Sei verziehn, bekanntlich glauben ja viele Münchner dass hinter Feldkirchen schon Niederbayern beginnt. Pisa lässt grüßen.

Benson

Ober- oder Niederbayern ist ja auch wurscht. Aber kürzlich wurde hier Landsberg nach Schwaben verfrachtet!

chiela 60

Hier arbeiten auch nur Menschen. Und die machen auch mal Fehler 😉