Nach dem ersten Heimsieg für die Löwen in der Regionalliga-Saison 2026/27 gegen Schwaben Augsburg am Freitag Abend präsentieren wir Euch heute nun die “Stimmen zum Spiel”. Wie immer schenken wir den verschiedensten Protagonisten rund um unseren Lieblingsverein Gehör. Der erste Heimsieg in dieser Saison, das hört man aus den Stimmen heraus, sorgt für deutliche Erleichterung bei allen, denen 1860 München am Herz liegt!

Florian (FCZ-Fan aus Zürich):

War heute mal wieder beim Spiel von 1860 München. Ich bin eigentlich Fan des FC Zürich und schaue, dass 1x pro Saison Freunde in München besuche, ein Spiel von Sechzig anschaue. Heute muss ich muss sagen: beeindruckend! Die Stimmung im Stadion war elektrisierend – die Kurve stand durchgehend, gesungen wurde ohne Pause, und die Nähe zum Spielfeld sorgt für ein Erlebnis, das man in modernen Arenen so nicht findet. Sportlich lief’s für die Löwen natürlich richtig gut: 1860 hat sich gegen Augsburg durchgesetzt und den Sieg eingefahren. Auch ohne eigene Fan-Bindung war das ein unterhaltsames Spiel mit ordentlich Tempo. Kann den Besuch im Grünwalder nur empfehlen – auch für Leute, die sonst nicht regelmäßig ins Stadion gehen.

Marco Zupur (Trainer Schwaben Augsburg in der PK):

So direkt nach dem Spiel muss ich sagen, ist die Enttäuschung groß. Ich habe das Spiel wahrgenommen, dass wir eigentlich nicht schlecht ins Spiel gekommen sind. Wir wussten, dass die Anfangsphase entscheiden wird, haben dann die erste Möglichkeit in der dritten, vierten Minute, wo wir vielleicht sogar in Führung gehen können, verpassen da den Moment. Wir sind dann mit einem individuellen Fehler sofort in Rückstand, durch ein wunderschönes zweites Tor, durch ein Ballverlust im Spielaufbau 2:0 hinten und dann hast du schon gemerkt, was einfach für eine gute Qualität in der gegnerischen Mannschaft steckt. Da hatten sie wirklich eine super Phase, wo wir ganz wenig Zugriff hatten. (…) In der zweiten Halbzeit haben wir uns viel vorgenommen. Sind natürlich dann ungünstig – Torhüterwechsel –  auch direkt mit dem 3:0 bedient geworden. Muss aber dann sagen: War eine gute Reaktion von uns. Wir hatten dann schon auch noch unsere Möglichkeiten, Tore zu machen, vielleicht so den Moment zu entwickeln, dass hier was vielleicht noch ein bisschen in unsere Richtung kippen kann. Aber ich glaube heute war ein Paradebeispiel, dass man Momente nutzen muss. Die haben wir nicht genutzt, deswegen absolut verdienter Sieg für 1860 München.

Alper Kayabunar (Cheftrainer 1860 in der PK):

Wir sind natürlich sehr froh über das Ergebnis, über die Art und Weise. Ich seh schon vieles ähnlich. Dass wir natürlich mit der ersten Aktion, wo Lasse ausrutscht, dann auch Glück haben, aber trotzdem uns das auch erarbeiten, wie Mark dann zurückarbeitet und alles gibt, um dieses Gegentor zu verhindern. Ich denke, dass wir die Tore zum richtigen Zeitpunkt genutzt haben. Wir haben uns viel vorgenommen, auch taktisch. Was z.B. auch das Tor zur Folge hatte, wo der Lance dann wirklich diesen Fehler ausnutzt, als Außenverteidiger im letzten Drittel oder auf letzter Linie ist und diese Chance nutzen kann und das 1-0 schießt. Und dann auch den den nächsten Fehler, den wir vom Gegner gehabt haben, den wir dann ausgenutzt haben. Ich glaube, dass wir viel Kontrolle hatten. (…) Aber dann gehen wir mit einem guten Ergebnis in die Halbzeit und nehmen uns auch sehr viel vor. Vor allem jetzt auch die Null zu halten und dann auch auf‘s 3:0 zu gehen. Und das Tor vom Tunay tut uns dann natürlich gut. Kurz nach der Halbzeit das 3:0. Und dann macht mich einfach nur stolz, wie sich die Jungs bis zur letzten Sekunde reingehauen haben, um wirklich dieses eine Gegentor zu verteidigen. Das haben wir uns fest vorgenommen, zu null zu spielen, zu gewinnen. Heute hat vieles funktioniert. Wir sind froh darüber, aber am Dienstag geht es schon wieder weiter und müssen dann weiter Gas geben.

Claus Melchior (stellvertretender Leiter der Abteilung Vereinsgeschichte):

Ein schöner Abend! Perfektes Fußballwetter (kein Bedarf für Hydration Breaks!), der erste Heimsieg – und das auch noch zu null und weitgehend ohne Zittern, abgesehen von der Phase direkt nach dem Führungstreffer, als die Mannschaft heftig um den umgehenden Ausgleich bettelte. Trotz des letztlich sicheren Siegs bleibt deshalb festzuhalten, dass die Abwehr weiterhin nicht ganz so sicher steht, wie man sich das wünschen würde. Andererseits stellte die Hintermannschaft aber auch den „Man of the Match“ in Person von Lance Fiedler, der – passend zur Vertragsverlängerung in dieser Woche – mit zwei überlegten Abschlüssen glänzte und für die Halbzeitführung sorgte. Beim 2:0 wunderbar eingesetzt von Tunay Deniz, der zudem mal wieder mit einem Überraschungsschuss den gegnerischen Keeper düpierte. Wir können uns glücklich schätzen, dass er mit in die Regionalliga gegangen ist.
Bei Halbzeit standen alle Spiele in der Liga unentschieden, was eine sehr schöne Blitztabelle mit den Löwen auf Rang 3 zur Folge hatte. Am Schluss gab es überall einen Sieger, wodurch wir wieder etwas runtergerutscht sind. Aber wer weiß, wozu es noch mal nütze ist, dass Buchbach die rote Zweitvertretung mit einer Niederlage nach Hause geschickt hat. Ich hoffe ja auf ein Derby der zweiten Mannschaften nächstes Jahr in der Bayernliga Süd. Aber jetzt erstmal auf neun Punkte in der englischen Woche. Der Anfang ist gemacht.

Michael Franke (Vorstand der FT Gern):

Giasing, Freiheit und 3 Punkte. Nach 90 Minuten waren sich alle einig. So kann es weitergehen. Dabei waren die Schwabenritter anfangs durchaus ebenbürtig. Aber die Löwen glänzten in diesem Spiel besonders durch Effizienz. Vor allem durch Lance Fiedler, der einmal sicher versenkte und einmal sicher einhämmerte. Das war sehenswert und teilweise hatten die Ballstaffetten brasilianische Züge. Nach dem Geniestreich von Tunay Deniz war die Luft ein wenig raus. Wobei sich die Gäste weiterhin sehr anständig verkauften, und wiederum einige Wackler in der Löwendefensive aufzeigten. Egal. Der erste Heimdreier in Freiheit war eingetütet und es wurde noch ein längerer Abend in Giasing – ohne Hasan! Es ist schön ein Löwe zu sein!

Christian Jung (sechzger.de Redakteur):

Für mich persönlich – urlaubsbedingt – direkt das nächste Heimspiel gegen ein Team aus Augsburg – aber halt nicht gegen den von mir bekanntlich wenig geschätzten FCA. Ich habe viele tolle Ansätze bei unseren Löwen gesehen. Viel Unbekümmertheit, was dann sowohl vor dem gegnerischen, als auch vor dem eigenen Tor manchmal komisch ausschaut. Neben Lance Fiedler möchte ich meinen Liebling Tunay Deniz hervorheben. Der ist so ein Schlitzohr – unfassbar! So kann’s auf jeden Fall weitergehen!

Magnus (Student aus Dänemark, der sein erstes Löwenspiel besucht hat):

Ich komme aus Dänemark und habe es schon immer geliebt, ins Stadion zu gehen. Mein Verein zu Hause in Aarhus ist AGF, wo ich auch eine Dauerkarte habe. Vor einer Woche bin ich mit meiner Freundin nach München gezogen, um hier die nächsten fünf Monate zu studieren. Schon bevor ich nach München kam, hatte ich mir 1860 als einen Verein ausgesucht, mit dem ich mich gut identifizieren kann. Dass der Verein vor einigen Jahren zwangsabsteigen musste, hat mich dabei überhaupt nicht abgeschreckt – eher im Gegenteil.

Am Spieltag bin ich vom Sendlinger Tor mit der U-Bahn Richtung Grünwalder Stadion gefahren und bin eigentlich einfach den ganzen Löwen-Trikots gefolgt. Mein erstes Bier gab es in der „Die Kleine Kneipe“ – ein richtig schöner Laden. Ich dachte zuerst, dass sich dort hauptsächlich die Fans vor dem Spiel treffen. Umso mehr hat mich überrascht, wie viel am Spieltag im ganzen Viertel rund ums Stadion los ist. Das war richtig cool zu erleben.

Ich musste über Eingang M rein und war sehr gespannt darauf, dieses alte, rustikale Stadion mitten in der Stadt endlich selbst zu erleben. Schon 30 Minuten vor Anpfiff war es richtig voll. Die Westkurve war beeindruckend und sogar größer, als ich sie mir vorgestellt hatte. Besonders cool fand ich auch, dass die ganze Gegengerade immer wieder bei den Gesängen mitgemacht hat. Das hat für eine richtig starke Atmosphäre gesorgt.

Das frühe Tor hat natürlich sofort für Stimmung gesorgt. Ich war auch überrascht, wie viele Fans aus Augsburg im Gästeblock waren – das hat die Atmosphäre nur noch besser gemacht. Und dann dieses Traumtor! Ich saß fast genau in der Schusslinie und konnte perfekt sehen, wie der Ball reinging.

Am Ende 3:0, ausverkauftes Stadion, eine wunderschöne Abendsonne und einfach ein richtig schönes Stück altmodischer Fußball – genau so, wie ich Fußball mag. Für mein erstes Spiel im Grünwalder hätte ich mir kaum mehr wünschen können. Es war definitiv nicht mein letztes. Ich freue mich jetzt schon auf das nächste Heimspiel!

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4 Comments
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sauerkraut

Soso, Lance Armstrong. Ich fand ja auch Recep Erdogan und Phil Collins ganz gut bei uns..

D.Pest

Der gute Lance Armstrong ist mit Mitte 50 auch noch um einiges frischer als die beiden anderen..

raineranton

Dank Doping!? 🤔

Fred

Schon korrigiert 😉