Na endlich! Der Knoten ist geplatzt, der TSV 1860 München kann im heimischen Grünwalder Stadion doch noch gewinnen. Am Freitagabend setzten sich die Sechzger gegen den TSV Schwaben Augsburg verdient mit 3:0 durch. Allerdings mussten die 15.000 Zuschauer im Sechzger-Stadion kurzzeitig auch zittern, denn die Schwabenritter versteckten sich keineswegs nur in der Defensive. Lance Fiedler brachte die Löwen bereits nach zehn Minuten in Führung und legte durch einen sensationellen Schuss nach 35 Minuten auch das 2:0 nach. Direkt nach dem Seitenwechsel machte Deniz mit seinem nächsten Schlitzohr-Treffer zum 3:0 alles klar.

Kayabunar stellt die Startelf um

Dass er mit den Ergebnissen der letzten Woche nicht zufrieden war, hatte Löwencoach Alper Kayabunar bereits in der Löwenrunde zum Ausdruck gebracht. Dies spiegelte sich auch in der Startelf wieder, denn Kayabunar stellte auf zwei Positionen um. Im Vergleich zum 2:2 in Vilzing standen Gevorgyan und Ott für Bell und Erdogan von Beginn an auf dem Feld. Nach einem beidseitigen Abtasten nutzen die Hausherren ihre erste Torchance zur frühen Führung. Niederlechner versuchte mit der Hacke abzulegen, über Deniz und einen Augsburger prallte das Leder in den Lauf von Fiedler, der cool einschob zur Löwenführung.

Vorne druckvoll – hinten wacklig

Die Sechzger spielten weiter munter nach vorne, versäumten es aber beim nächsten gut ausgespielten Angriff rechtzeitig abzuschließen. Eberwein und Niederlechner zauberten sich durch, fanden aber keinen Abnehmer. Dann wurde es auf der anderen Seite mehrmals gefährlich und die Sechzger hatten durchaus Glück, dass es erst einmal bei der knappen Führung blieb. Nach vorne zeigten sich die Sechzger durchaus gefällig und ideenreich. Hinten wackelte man aber das eine oder andere Mal noch ganz schön.

Fiedler trifft sehenswert ins lange Eck

Nach einer guten halben Stunde beruhigte Fiedler dann die Nerven der Löwenfans mit dem 2:0. Deniz setzte Fiedler auf der linken Außenbahn ins Szene, der zog in den Strafraum und versenkte den Ball sehenswert aus gut 15 Metern im langen Eck. Ein Treffer der Marke absolut sehenswert – fast schade, dass das Tor des Monats September schon Tunay Deniz gehört… Das 2:0 wirkte auf das Team wie eine Erlösung. Auf einmal spielte nur noch Sechzig und hatte gleich mehrmals den dritten Treffer auf dem Fuß. Von den Gästen kam bis zur Halbzeit nach vorne gar nichts mehr.

Schlitzohr Deniz macht den Sack zu

Die Löwen kamen unverändert aus der Kabine. Direkt nach Wiederanpfiff sorgten die Löwen für klare Verhältnisse. Einen Freistoß von Deniz konnte der neu eingewechselte Augsburger Keeper Rogg noch parieren, beim nächsten Löwen-Angriff spekulierte er aber auf eine Flanke von Schlitzohr Deniz zimmerte ihm das Leder von der rechten Außenbahn einfach ins kurze Eck. Mit dem 3:0 war das Spiel dann auch gegessen. Die Tribüne feierte ihr Team, das nun Zeit hatte, die noch ausstehenden 40 Minuten vor sehenswerter Abendkulisse zu genießen.

Löwen lassen nichts mehr anbrennen

Die Hausherren machten das Spiel nun ruhig, Augsburg kam nur selten gefährlich nach vorne. Nach einer Ecke der Gäste stand Torwart Eicher goldrichtig, als er einen Schuss aus dem Rückraum stark parierte. Nach vorne kombinierten die Sechzger gefällig und erspielten sich weitere Möglichkeiten. Beide Seiten spielten nach einem Doppelwechsel bei den Gästen munteren Kombinationsfußball und so bekamen die Zuschauer ein interessantes Spiel zu sehen, das nach dem 3:0 natürlich längst entschieden war. Für den angeschlagenen Ott kam für die letzten 25 Minuten Erdogan aufs Feld und wirbelte sogleich auf der Außenbahn.

Muntere Wechsel in der Schlussphase

Bei den Löwen kam Neuzugang Uhlmann 18 Minuten vor Ende für Deniz in die Partie, zudem ersetzte Wach zugleich Wagner. Eine kurze Schrecksekunde musste Keeper Eicher noch überstehen, als die Schiedsrichter eine klare Abseitsstellung der Gäste übersahen und der Stürmer ihn dann außerhalb des Strafraums am Bein traf, aber der Routinier konnte weitermachen. Die Löwen wollten unbedingt die Null halten und warfen sich hinten in jeden Ball. Vorne scheiterte Dressel noch an der Querlatte, aber diese vergeben Chance konnten sich die Löwen an diesem gelungenen Abend durchaus leisten.

Endlich zu Null und endlich drei Punkte

So blieb es am Ende auch beim verdienten 3:0-Heimsieg der Löwen, auch weil einer der Schwabenritter in der Nachspielzeit beim vermeintlichen Ehrentreffer im Abseits stand. So hielt der TSV 1860 endlich wieder einmal seinen Kasten sauber und holte endlich auch die ersten drei Punkte im heimischen Stadion. Auch spielerisch war der Auftritt der Sechzger sehr ansprechend und machte Lust auf mehr. Entsprechend wurde die Mannschaft nach dem Schlusspfiff auch lautstark von der Westkurve verabschiedet, ehe sich alle Löwen gutgelaunt auf ins Wochenende machten.

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60er

Gutes Spiel, auch wenn ein 3:0 schon sehr glücklich ist. Es macht richtig Spaß der Mannschaft zuzuschauen wie sie sich durchkämpfen und vollen Einsatz zeigen.