Der klare Sieg gegen Ansbach setzte wieder einmal Euphorieschübe im Löwenkosmos aus. In den Gazetten wird über die Top-Team-Tauglichkeit der Mannschaft debattiert und das Spiel der Sechzger entwickelt sich auch wirklich kontinuierlich weiter. Jetzt ist aber Vorsicht angesagt, denn der kommende Gegner ist eine Mannschaft mit hohem Spielverderber-Potenzial, fragt mal in Nürnberg nach. Die Mannschaft wird wieder eine Top-Leistung brauchen, um gegen den Fußballverein Illertissen 1921 e. V. den nächsten Sieg einzufahren!
Aktuelles – Die Ausgangssituation
Mit den Schwaben wartet ein weiterer Top-Gegner auf unsere Löwen. Illertissen steht aktuell mit 18 Punkten auf Rang sechs, was sich aus einer Bilanz von 5-3-3 ergibt. Sowohl offensiv als auch defensiv ist man mit einem Torverhältnis von 20:15 im oberen Tabellenbereich angesiedelt. Wo der FVI spielt, scheint ihm eher egal zu sein, so holten die Schwaben daheim und auswärts jeweils neun Punkte.
Der vergangene September verlief für Illertissen durchwachsen. Nach einer Niederlage gegen Eltersdorf folgten Siege im fränkischen Doppel gegen Nürnberg II und Schweinfurt. Zuletzt verloren die Blau-Weißen aber mit 2:0 gegen den Lokalrivalen Memmingen. Am letzten Spieltag gab es dann ein spektakuläres 3:3-Unentschieden in Vilzing.
Kader & Transfers
Die größte Veränderung über den Sommer fand beim FVI auf der Trainerbank statt. Langzeittrainer Holger Bachthaler nimmt ab dieser Spielzeit mit den Stuttgarter Kickers endlich mal einen Aufstieg in Angriff. Sein Vater Karl-Heinz verpflichtet als Nachfolger mit dem 30-jährigen Walid Khaled einen entwicklungsfähigen Coach von der Zweitvertretung des SV Waldhof Mannheim.
Im Kader gab es einen großen Umbruch mit 19 Abgängen und 15 Neuverpflichtungen. Die Transfers fanden größtenteils auf Regionalliganiveau statt, viele Spieler – darunter auch der langjährige Kapitän Max Zeller (27, IV, Memmingen) zog es zu nahen Klubs wie Ulm oder Memmingen. Die prominentesten Neuen sind Stammkeeper Daniel Adamczyk (23) vom Chemnitzer FC und der Liechtensteiner Nationalspieler Alessio Hasler (20) vom FC Vaduz. Der Top-Torjäger ist aber schon länger im Verein. Denis Milic (22) hat diese Saison schon fünfmal getroffen. Dicht dahinter lauert 4-Tore-Mann Eliten Qenaj (23), der Mittelstürmer kam aus dem Nordosten von der VSG Altglienicke.
Vereinsgeschichte
Der FV Illertissen wurde 1921 offiziell gegründet und nahm zu Beginn erst am Spielbetrieb des Württembergischen Fußballverbandes teil. Seinen größten Erfolg der früheren Geschichte feierte er 1963 mit dem Gewinn des WFV-Verbandspokals. In den folgenden Jahren wurde man auch im Ligabetrieb erfolgreicher, besonders in den 1990er-Jahren drang der FVI in den gehobenen Amateurfußball vor. 2003 gewannen die Blau-Weißen die Meisterschaft in der Landesliga Württemberg.
Ein wichtiger Meilenstein war der Aufstieg in die Oberliga Baden-Württemberg 2008. 2012 wechselte der Verein zum Bayerischen Fußball-Verband und erhielt aufgrund seiner sportlichen Leistungen einen Startplatz in der neu gegründeten Regionalliga Bayern. Dort etablierte sich der FV Illertissen schnell und erreichte 2013 und 2014 jeweils die Qualifikation für den DFB-Pokal. Gegen Eintracht Frankfurt und Werder Bremen schied die Mannschaft aber jeweils in der ersten Hauptrunde aus.
In den folgenden Jahren blieb der FV Illertissen ein fester Bestandteil der Regionalliga Bayern. Einen besonderen Erfolg stellte der erstmalige Gewinn des Bayerischen Toto-Pokals 2022 dar, den der Verein 2023 verteidigte und 2025 erneut gewann. Mittlerweile gilt der FVI in Bayern als Pokalspezialist, in der Liga ist man aber am Ende der Fahnenstange angekommen. Infrastruktur und Zuschauerinteresse taugen nicht zur Teilnahme am Profispielbetrieb.
Das Stadion
Das 1977 eröffnete Vöhlin-Stadion im Sportzentrum Nautilla verfügt über eine Kapazität von 3.000 Plätzen, wovon 2.500 Stehplätze unter freiem Himmel sind und 500 überdachte Sitzplätze auf der Haupttribüne. Vor der Vereinsgaststätte gibt es im regulären Betrieb auch noch das amateurfußballtypische Stehtisch-Eck. Außerdem ist noch immer eine Laufbahn installiert und ein Teil der Zuschauenden steht auf einem Graswall. Letzteres ist einer der Gründe, warum das Stadion nicht die Regularien für die dritte Liga erfüllt. Das Stadion wurde in den 1970er Jahren von der Stadt Illertissen erbaut und nach der früheren Handelsfamilie der Vöhlin benannt.
Trivia – Unnützes Wissen
- Der Verein wurde zwar schon 1919 unter Karl Dirr sen. quasi „nicht offiziell“ gegründet, aber erst 1921/22 unter Leonhard Stölzle dem Verband angeschlossen.
- Das Eröffnungsspiel des Stadions fand am 24. Juni 1977 gegen den damaligen Bundesligisten TSV 1860 München vor 3.500 Zuschauern statt.
- Illertissen liegt direkt an der Grenze zu Baden-Württemberg.
- In Illertissen befindet sich das Vöhlinschloss, das im 12./13. Jahrhundert als Burg Tissen der Grafen von Kirchberg entstanden ist.
Der 13. Spieltag im Überblick
| Freitag | 19:00 Uhr | Seitenstraße 1b – Haching |
|---|---|---|
| 19:00 Uhr | Schweinfurt – Eltersdorf | |
| Samstag | 14:00 Uhr | Burghausen – Fürth II |
| 14:00 Uhr | Memmingen – Eichstätt | |
| 14:00 Uhr | Ansbach – Nürnberg II | |
| 14:00 Uhr | Vilzing – Buchbach | |
| 14:00 Uhr | Schwaben Augsburg – Bayreuth | |
| 14:00 Uhr | Landsberg – Aubstadt | |
| 14:00 Uhr | FV Illertissen – TSV 1860 München |
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| Spielfrei | Augsburg II |












