Wenn die Löwen am Samstagabend bei Flutlicht ein Tor schießen, wird Gábor Királys Handy bimmeln. Das verriet der ehemalige Löwen-Keeper in der heutigen Print-Ausgabe der Abendzeitung. Außerdem sprach der 50-Jährige über vergangene DFB-Pokal Spiele, die Chancen der Löwen gegen die Störche, das Grünwalder Stadion und seine Wünsche für den TSV 1860 München.

Király verfolgt Sechzig noch immer

Für die Löwen hat der Kult-Keeper nach wie vor einen besonderen Blick. Wenn er in München ist, schaut er laut eigener Aussage auch heute noch am Grünwalder Stadion vorbei. Die fünf Jahre bei den Löwen sind Király offensichtlich in guter Erinnerung geblieben. „Für mich war immer klar: Wenn ich das Trikot eines Traditionsvereins wie den TSV 1860 anziehe, gebe ich 100 Prozent für den Klub“, sagt der mittlerweile 50-Jährige im AZ-Interview.

Auch an die sportlich großen Momente seiner Zeit in München erinnert er sich gerne. Dazu gehört auch der DFB-Pokalabend 2009 gegen Hertha BSC, als die Löwen sich nach einem 2:2 ins Elfmeterschießen retteten. Király hielt damals zwei Strafstöße und wurde vom kicker als Spieler des Spiels ausgezeichnet.

„Eine starke Löwenmannschaft kann Holstein schlagen“

Vor dem nächsten Pokalspiel sieht Király Sechzig keineswegs chancenlos. Holstein Kiel sei zwar eine unangenehme Mannschaft, trotzdem könne eine starke Löwen-Mannschaft den Zweitligisten schlagen.

Entsprechend hofft er auf eine Überraschung und würde sich über einen Erfolg seines Ex-Vereins besonders freuen: „Ich würde mich wirklich freuen, wenn sie am Ende als Sieger den Platz verlassen würden.“ Entscheidend sei dabei, dass die Löwen an sich glauben und ihre Chance suchen. „Im Pokal kann alles passieren“, lautet die Botschaft des Ungarn.

Für Király ist das Grünwalder Stadion die Heimat der Löwen

Eine klare Meinung hat Király zum Spielort der Löwen. „Das Grünwalder Stadion ist einfach das Heimstadion von Sechzig“, sagt der Ungar. Zwar habe auch die Allianz Arena als modernes Stadion ihre Vorteile gehabt, „aber eine Mannschaft muss dort spielen, wo sie sich heimisch fühlt“. Genau das habe er im Grünwalder erlebt: „Die Fans wollten immer im Grünwalder Stadion spielen.“ Auch die Atmosphäre sei eine andere gewesen: „Da spürst du die Tradition. Da ist die Fankurve voll und die Stimmung ist super.“

Den Verein selbst verfolgt der Keeper in der Jogginghose auch heute noch aufmerksam. Nach seinen fünf Jahren bei den Löwen hoffe er, „dass sich der Verein irgendwann stabilisiert”. Dass bei Sechzig aktuell wieder etwas aufgebaut werde, sei für ihn ein gutes Zeichen. Sein Wunsch für seinen ehemaligen Klub ist deshalb klar: „Irgendwann muss Sechzig mindestens in die 2. Bundesliga zurückkehren.“

 

0 0 votes
Artikelbewertung
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
1 Kommentar
Newest
Oldest Most Voted
Bezugsperson

Gábor ist ein echter Pfundskerl! Ich mag ihn gerne, eine der wenigen schönen Erinnerungen an die tristen Arena-Jahre.