Die Amas des TSV 1860 sind vom Länderspielwochenende, das die Löwenfans in Bezug auf die Profis zur Untätigkeit zwingt (was nach dem desaströsen Auftritt in Regensburg am vergangenen Wochenende aber ja vielleicht beim einen oder anderen gar nicht so unerwünscht ist) nicht betroffen. In der Bayernliga Süd rollt auch auch an diesem Wochenende der Ball. Zum drittletzten Mal in diesem Jahr. Für das Team von Alper Kayabunar geht es am Samstag Nachmittag um 14.00 Uhr nach Geretsried. Und auch bei der Zweitvertretung der Löwen steht Wiedergutmachung auf dem Programm.

Zusammenrücken an der Tabellenspitze

Trainer Kayabunar war sichtlich angefressen nach der letzten Partie seiner Truppe, dem 1:1 gegen Kellerkind TSV Kottern am letzten Freitag auf dem Kunstrasenplatz 2 an der Grüwalder Straße 114. Daraus machte er im Interview mit sechzger.de direkt nach dem Schlusspfiff keinen Hehl. Zu schlafmützig oder überheblich hatte sein Team, speziell beim Gegentor, agiert, dem Abstiegskandidaten aus dem Allgäu letztlich einen Zähler überlassen und selbst zwei Punkte im Meisterschaftsrennen verloren. Wovon allerdings der erste Löwenverfolger, der TSV Landsberg nicht profitieren konnte. Die Lechstädter kamen ihrerseits tags darauf nicht über ein 1:1 gegen den Aufsteiger Sportfreunde Schwaig hinaus und liegen somit weiter drei Punkte hinter den Amas auf Platz zwei. Etwas dichter zusammengerückt ist man dahinter, in den Top-5 der Bayernliga Süd. Der SV Erlbach und – vielleicht etwas überraschend – der FC Deisenhofen haben inzwischen je 31 Zähler aus 17 Spielen gesammelt und belegen die Plätze drei und vier. Nur einen Punkt dahinter, allerdings auch mit einer absolvierten Partie weniger auf dem Konto, liegt der FC Pipinsried. Und auch der aktuell Sechste, der SV Kirchanschöring könnte mit einem Sieg aus dem fehlenden 17. Spiel auf insgesamt 32 Zähler kommen – und damit auf Platz 3 aufrücken.

Aufsteiger Geretsried kämpft gegen den Abstieg

In ganz anderen Tabellenregionen bewegt sich der Gastgeber der Amas am Samstag. Geretsried belegt derezeit den zwölften Tabellenplatz mit zwei Rängen und vier Punkten Vorsprung auf den ersten der zwei Relegationsplätze. Immerhin gelang dem TuS nach der deutlichen 0:3-Schlappe gegen die Amas im Nachholspiel an der Grünwalder Straße 114 vorletzte Woche, eine Stabilisierung, die sich in zwei Remis (in Nördlingen und Ismaning) ausdrückte. Die letzte Niederlage, das Duell mit dem TSV 1860 war das Nachholspiel der wegen Starkregen im Juli abgebrochenen Partie vom 2. Spieltag. Der Aufsteiger aus dem Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen blick in seiner ersten Spielzeit in der Bayernliga Süd auf fünf Siege (drei davon an des Gegners Platz errungen), vier Unentschieden und acht Niederlagen zurück. Im Abstiegskampf, von dem man im Oberland nach dem Aufstieg im Sommer aber ausgegangen war, sollte für das Team des 25jährigen Trainers Daniel Dittmann ein Happy End möglich sein.

Keine Historie zwischen Geretsried und den Amas

Auf eine sportliche Bilanz zwischen dem TuS und den Amas können wir an dieser Stelle (wie im Vorbericht vor gut zwei Wochen) leider nicht zurückblicken. Sie fehlt in der Fußballgeschichte. Lediglich das relativ leicht herausgespielte 3:0 vom 29. Oktober, als auch der nach gut einer Stunde beim Stand von 1:0 abgebrochene erste Versuch für diese Partie der Bayernliga Süd am 25. Juli stehen zu Buche.

Alle nach Geretsried!

Umso mehr legen wir unseren Leser*innen an dieser Stelle den Besuch des Isaraustadions  in Geretsried am Samstag Nachmittag um zwei ans Herz. Zum einen kann man bei den Amas das eine oder andere Talent, das vielleicht bald schon für die Profis auf dem Feld steht, beobachten. Zum anderen hat es der älteste Löwennachwuchs im vorletzten Auswärtsspiel dieses Kalenderjahres verdient, nochmal von möglichst vielen Anhängern in weiß und blau begleitet zu werden. Und es ist quasi die letzte Chance, die Amas auswärts zu begleiten. Nach dem am Samstag, den 22. November um 18 Uhr auf dem Trainingsgelände anstehenden Heimfinale gegen den SV Heimstetten, geht es eine Woche später, am 29. November nachmittags um 14 Uhr dann zum FC 1920 Gundelfingen. Für viele reisebereiten Löwenfans ergibt sich dann jedoch leider eine unvermeidliche Kollision. Zeitgleich zu dieser Partie im Schwabenstadion in Gundelfingen treten die Löwenprofis im nur rund 35 Kilometer Luftlinie entfernten Donaustadion in Ulm in der 3. Liga gegen den Ball.

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Titelbild: Spielszene aus dem letzten Duell zwischen den Amas und dem TuS Geretsried, das erst gut zwei Wochen zurückliegt.

 

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