Wie in der vegangenen Saison empfängt die zweite Fußballmannschaft des TSV 1860, liebevoll “Amas” genannt, zum ersten Heimspiel der Spielzeit 2026/27 in der Bayernliga Süd den TuS Geretsried. Handelte es sich letztes Jahr allerdings um eine Partie des zweiten Spieltags (nachdem das offizielle Saisoneröffnungsspiel in Kottern gut eine Woche zuvor mit 4:1 gewonnen worden war) und war damals noch ein frisch gebackener Aufsteiger aus dem Oberland zu Besuch, starten die Amas heuer mit dieser Partie am Freitag Abend (17. Juli, 18.60 Uhr) auf dem Trainingsgelände an der Grünwalder Straße 114 in die neue Saison. Und aktuell sind auch noch nicht alle Fragen über Kader und Betreuung geklärt. Da darf durchaus spekuliert werden…
Juli 2025: Abbruch gegen Geretsried
Wer Ende Juli letzten Jahres dabei war, erinnert sich sicher. In der 65. Minute musste die Partie zwischen den Amas und dem TuS Geretsried wegen der Unbespielbarkeit des Platzes in Folge eines Wolkenbruchs beim Stand von 1:0 abgebrochen werden. Nach einer guten halben Stunde hatte Xaver Kiefersauer die kleinen Löwen mit seinem zweiten Saisontor in Führung gebracht. Kurz nach der Pause begann es zu tröpfeln… Über 400 Zuschauer waren gekommen und mussten – überwiegend durchnässt bis auf die Knochen – ohne zählbares Ergebnis den Heimweg antreten. Erst über drei Monate später, am 29. Oktober wurde die Partie nachgeholt und Sechzig siegte mit 3:0 (Torschützen: Thönig, Hoppe, Leone). Das Rückspiel im Isarau-Stadion in Geretsried fand dann schon gut zwei weitere Wochen später statt und die Amas unterlagen – etwas unglücklich und nicht unbedingt vom Schiedsrichter bevorzugt – durch einen Elfmeter in der sechsten Minute der Nachspielzeit mit 1:2. Noah Klose hatte in der 78. Minute für den zwischenzeitlichen, hoch verdienten Ausgleich besorgt. Dies war eine von nur sechs Niederlagen in der gesamten Meistersaison 25/26. Aber eine ganz unnötige, wie Coach Kayabunar nach dem Spiel auch gegenüber sechzger.de erklärte.
Wer darf “Wiedergutmachung” betreiben?
Die Löwen haben also beim Saisonauftakt am Freitag Abend – zumindest mit Blick auf das letzte Spiel gegen diesen Gegner – etwas gut zu machen. Wer von den damals am Spiel in Geretsried beteiligten Akteuren am Freitag Abend auf dem Trainingsgelände letztlich für die Amas auflaufen wird, ist noch nicht final geklärt. Auf die beginnende Saison für die Amas in der Bayernliga Süd hat sich – anders als normalerweise – angesichts der aktuellen Situation rund um die KGaA keine eigene Trainingsgruppe vorbereitet. Es wird also wohl so laufen, dass der Spieltagskader für den ersten Pflichtspieltag aus dem großen Kader, der aktuell von Alper Kayabunar und Vincent Saller angeleitet wird, zusammensetzt. Möglicherweise kommen gegen den ambitionierten TuS Geretsried sogar jene Spieler zum Einsatz, die nach dem Eindruck der jüngsten Testspiele – gegen die Bayernligisten Schwaig und Deisenhofen – in gut zwei Wochen in Schweinfurt dann eine Etage höher in die Saison starten. In der Regionalliga.
Kayabunar und Saller bei den Amas am Spielfeldrand?
Betreut dürfte das Team auf dem Trainingsgelände von Kayabunar und Saller werden. Ein solches Vorgehen macht vor dem Hintergrund Sinn, dass am Sonntag Nachmittag beim Testspiel in Aindling “nur” ein Team aus der sechstklassigen Landesliga wartet. Und der nächste Gegner, der SV Eintracht Berglern, der dann im Totopokal am kommenden Dienstag (dem ersten Pflichtspiel in dieser Saison) auf die Löwen wartet, sollte aus diesem Dreigestirn der einfachste Gegner sein. Hier kommen dann womöglich jene Akteure zum Einsatz, die aktuell noch keine Kandidaten für die ersten Elf in der RL darstellen.
Solide erste Saison in der Bayernliga Süd
Noch ein paar Worte zu den Gästen am Freitag: Der TuS Geretsried spielte nach dem Aufstieg aus der Landesliga Südost im Frühsommer letzten Jahres – dem größten Erfolg in der Vereinsgeschichte – in der vergangenen Saison eine solide Rolle im Mittelfeld der Tabelle. Am Ende standen zwölf Siegen zwölf Niederlagen gegenüber. Bei acht Unentschieden und einem knapp positiven Torverhältnis von 49:46 reichte das für den zehnten Platz. Mit dem Schwung der Aufstiegseuphorie landeten die Kicker aus der mit 26.000 Einwohnern größten Stadt im Landkreis Bad Tölz/Wolfratshausen gleich zu Saisonbeginn den einen oder anderen überraschenden Sieg und mischten zunächst sogar in der Spitzengruppe der Tabelle mit. Im Saisonverlauf folgten noch Achtungserfolge über die Spitzenteams 1860 (siehe oben), Erlbach oder den Mitaufsteiger FC Gundelfingen, den man sogar zweimal in die Knie zwingen konnte, obwohl die Schwaben mit einem vierten Platz im Endclassement eigentlich einen noch stärkerer Neuling, als Geretsried darstellten.
Neuer Mann an der Seitenlinie
Der Aufstiegs- und Erfolgstrainer der letzten vier Jahre in Geretsried, Daniel Dittmann, hat sich in diesem Sommer zu Wacker Burghausen verabschiedet, wo er als Co-Trainer vom ebenfalls neuen Wacker-Übungsleiter Matthias Ostrzulek in der anstehenden Saison nun der ersten Mannschaft des TSV 1860 in der Regionalliga Bayern begegnen wird. In Geretsried folgte ihm Martin Grelics an der Seitenlinie, der zuvor im NLZ der SpVgg Unterhaching tätig war. Für den 40jährigen Weilheimer eine Rückkehr an alte Wirkungsstädte. Schon zwischen 2019 und 2024 war er in der Isarstadt als Trainer der Herrenmannschaft und als Sportlicher Leiter aktiv.
– – – – –
Titelbild: Über 400 Zuschauer kamen vor einem Jahr zum Heimspielauftakt der Amas gegen Geretsried an die Grünwalder Straße 114. Lange Schlagen bildeten sich am Kassenhäuschen. Das Spiel musste dann nach einer guten Stunde abgebrochen werden.











Spiele am Trainingsgelände machen immer Spass
Saisontorin? Gendern bizarr? 😉
_Fl*in_
Mit doppeltem Unterstrich!
Schon ausgebessert. 😉
Bin gespannt ob wir für die Bayernliga eine konkurrenzfähige Truppe zusammenkriegen.
Denke schon😊 Haben ja genau das gleiche Problem,wie wir in der Regionaliga. Der e. V. Kriegt das schon hin. Wäre doch gelacht 😆