Nach erfolgreichem Saisonstart mit zwei deutlichen 5:1-Siegen gegen Geretsried und in Schwabmünchen – allerdings zugegebenermaßen noch mit jeweils aus dem Gesamtkader zusammengestellten Teams – ist der Motor der Amas des TSV 1860 zuletzt ein wenig ins Stocken geraten. Aus den letzten fünf Spielen konnten – bei zwei Niederlagen – nur drei weitere Zähler eingefahren werden. Am kommenden Freitag (18.60 Uhr, Stadion an der Landwehrstraße) geht es zum Aufsteiger nach Wasserburg am Inn, der in der Tabelle der Bayernliga Süd aktuell drei Plätze vor den kleinen Löwen (10.) rangiert. Es ist also an der Zeit, nach über einem Monat, wieder einmal einen Dreier einzufahren.
Aufstieg im Sommer gegen Hauzenberg
Nach vier durchaus erfolgreichen Spielzeiten in der Landesliga Südost, an deren Ende aber jeweils kein Aufstieg in die Bayernliga stand, sind die Innstädter in diesem Sommer (endlich) wieder in die Fünftklassigkeit zurück gekehrt. Zwei Relegationsspiele gegen den FC Sturm Hauzenberg (der wiederum den Meisterlöwen zwei der nur sechs Saisonniederlagen der vergangenen Saison beigebracht hatte) wurden jeweils mit 2:0 gewonnen und besiegelten die Rückkehr in die Bayernliga Süd.
Schwacher Saisonstart
Der Start in die neue Spielzeit verlief holprig. Nach drei Niederlagen gegen Gundelfingen, in Schwaig und Kirchanschöring und dem zwischenzeitlichen Aus in der 2. Runde des Totopokals (1:6 gegen den Regionalligisten Buchbach) gelang erst vor knapp drei Wochen der erste Punktgewinn (2:2 gegen Erlbach). Doch inzwischen sind die Wasserburger in der Spur: In Ismaning, gegen Rosenheim und in Kottern gelangen drei Siege in Folge. Diese Serie will man nun natürlich gegen 1860 fortsetzen.
Nur ein Sieg gegen 1860
Und damit den überhaupt erst zweiten Erfolg über Münchens Große Liebe realisieren. In der Vergangenheit traf man bislang dreimal aufeinander. In der dann wegen Corona unter- und abgebrochenen sogenannten Spielzeit “2019/21” empfing man 1860 Ende September 2019 und besiegte das Team von Frank Schmöller mit 2:0. In der Saison 21/22 siegten dann Schmöllers junge Löwen im August an der Landwehrstraße mit 2:0 und im Rückspiel im März in Gilching gar mit 3:0. Als Torschützen konnten sich in diesem letzten Aufeinandertreffen übrigens Tim Linsbichler und Lorenz Knöferl eintragen, deren Namen den Löwenfans auch aus Profi-Einsätzen noch in Erinnerung sein sollten.
Fragen an den Trainer in Wasserburg
Der Trainer des TSV Wasserburg, Florian Heller (44), der – nach Stationen als Coach in Unterhaching und zuletzt Rosenheim – schon seit Mitte Januar 2023 am Inn das Zepter schwingt, beantwortete uns im Vorfeld der Partie dankenswerter Weise ein paar Fragen.
Im Hinblick auf den oben angesprochenen verpatzten Saisonstart stimmt er zu, dass sein Team (der Kader ist im Mittel 24 Jahre alt, was dem Ligaschnitt entspricht) erst in der neuen Liga ankommen musste: “Ja, das mussten wir und die Gegner waren jetzt auch nicht so schlecht, aber dass wir es so klar und grenzenlos aufgezeigt bekommen, war sehr unangenehm. Aber wichtig!” Als Saisonziel gibt er den direkten Klassenerhalt in der Bayernliga Süd an. Spiele gegen den TSV 1860 München hat er – als aktiver Akteur – noch dunkel in Erinnerung. “Aber das ist zu lange her.” Tatsächlich stand Heller zwischen 2005 und 2013 insgesamt siebenmal bei seinen Stationen in Aue, Mainz und Ingolstadt in Zweitligapartien gegen die Löwen auf dem Feld und erzielte dabei sogar zwei Treffer.
Neues Trainerduo noch ohne Sieg
Das neue Trainerduo an der Seitenlinie bei 1860, Wolfgang Sonnenhauser und Christoph Rech hatte in seinen ersten fünf Spielen mit der neuen Mannschaft bislang noch wenig Grund zum Jubeln. Am vergangenen Freitag konnte man bekanntlich eine 1:0-Führung gegen den FC Deisenhofen – trotz mehr als einer Halbzeit in numerischer Überzahl – nicht über die Ziellinie bringen, sondern kassierte nach einer guten Stunde den Ausgleich, bei dem es dann auch blieb. “Erneut stehen wir nach dem Spiel da und wissen nicht, warum wir nur 1:1 gespielt haben,” sagte Jungcoach Rech nach dem Spiel gegenüber 1860muenchen.com. Dienstags zuvor war das Resultat noch frustrierender, als die Löwen beim Aufsteiger SpVgg Landshut mit 2:6 unter die Räder gekommen waren. Bleibt zu wünschen, dass es zum Start ins Wochenende, das die erste Mannschaft dann am Sonntag Nachmittag gegen Landsberg abschließt, endlich der erste Sieg für Rech & Sonnenhauser gelingt.
Weiter geht es dann für die Amas übrigens genau eine Woche später, wenn – erneut am Freitagabend um 18.60 Uhr – der FC Gundelfingen an der Grünwalder Straße 114 vorbeischaut.
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Titelbild: Stadion an der Landwehrstraße in Wasserburg. Danke für die Zurverfügungstellung an Leo Bauer.










