Der 1. September naht und somit wird auch die Frage immer konkreter, wie es mit den Spielern weitergeht, die bislang von der vorinsolventen KGaA gemietet wurden. Während einige Akteure wie Fabio Wagner, Benedikt Hoppe, Mark Gevorgyan, Moritz Seiffert oder Florian Niederlechner bereits bei der neuen Spielbetriebsgesellschaft unter Vertrag stehen, stellt sich die Situation beispielsweise bei Lasse Faßmann, Lance Fiedler, Emre Erdogan oder auch Arian Ortivero Calderon etwas anders dar.
Was wird aus Fiedler, Erdogan & Co.?
Auch wenn einige Medien bereits berichteten, dass Stürmer Ortivero Calderon bereits bei der Spielbetriebs-GmbH unterschrieben habe, so sagt das Registrierungssystem SpielPLUS des Bayerischen Fußballverbandes nachwievor etwas anderes. Der kolportierte Vertrag bis 2028 ist dort bis heute nicht hinterlegt. Auch andere Talente wie Lasse Faßmann, der im Pokal gegen Holstein Kiel eindrucksvoll bewiesen hat, dass er auch höherklassig mithalten kann, sowie Lance Fiedler, Emre Erdogan oder Paul Bachmann sind bislang nur an die KGaA gebunden. Wie geht es nach dem 1. September mit den Spielern weiter?
Dass es einen Markt für die Löwen-Talente gibt, liegt auf der Hand. Der VfB Stuttgart hat seine Fühler nach Fiedler ausgestreckt, Erdogan soll beim türkischen Erstligisten Amed SK (sechzger.de berichtete alles andere als exklusiv) im Gespräch sein und auch mit Faßmann dürfte sich der eine oder andere Profiverein intensiv beschäftigen.
Ablöse an die KGaA wäre fällig
Bleibt die Frage: Kann Alper Kayabunar auch über den Monatswechsel hinaus mit seinen Talenten planen? Und woran hakt es? Fakt ist: Möchte die neue Spielbetriebsgesellschaft jetzt einen KGaA-Spieler unter Vertrag nehmen, wird eine Ablöse fällig, die in die Insolvenzmasse fließt. Dass dies aus Sicht der GmbH nicht erstrebenswert ist, dürfte klar sein. Allerdings birgt dieses Warten natürlich das Risiko, dass ein externe Verein dazwischenfunkt und Spieler verpflichtet.
Inwiefern die Spielbetriebsgesellschaft mit den betroffenen Spielern in Gesprächen bzw. Verhandlungen steht, ist uns natürlich nicht bekannt, ganz untätig werden Paula & Co. jedoch sicher nicht sein. Aber man kann man mit Profivereinen mithalten? Dass die Berater der Spieler für ihre Klienten (und sich selber) sportlich und finanziell das Beste herausholen wollen, ist kein großes Geheimnis. Inwiefern dabei jedoch die jeweilige Perspektive des Spielers berücksichtigt wird, wird sich zeigen. Ist Fiedler schon bereit für die 3. Liga? Würde Erdogan nicht vielleicht doch noch eine volle Saison im Erwachsenenbereich gut tun, ehe er den Sprung in die Süper Lig wagt?
Spielbetriebs-GmbH hat es nicht selbst in der Hand
Wie auch immer: Der TSV 1860 bzw. die neue Spielbetriebsgesellschaft hat es nicht selbst in der Hand, den Wechsel der betroffenen Spieler zu verhindern. Was man tun kann, ist, den Talenten eine Perspektive aufzuzeigen und ihnen ihre Wichtigkeit für das Team darzustellen. Dass Alper Kayabunar im ständigen Austausch mit seinen Spielern steht, bezweifelt keiner. Wie sehr gelingt es der Geschäftsführung, zu den Spielern bzw. deren Beratern durchzudringen?
Dem Vernehmen nach liegen einigen der genannten Akteure seitens des TSV 1860 Angebote vor. Ob man sich diesbezüglich einig wird, werden die kommenden Tage zeigen.
Titelbild: Patrick Nawe / Holstein Kiel











Befürchte, sobald ein (höherklassiger) Verein “mit dem Scheckbuch wedelt” bzw. “eine sportliche Perspektive aufzeigt”, werden diese Talente nur schwer von einem Verbleib bei unseren Löwen zu überzeugen sein.
Wie der @Niederbayernloewe bereits sinngemäß geschrieben hat, sind die Spieler-Berater bei solchen Entscheidungen nicht unmaßgeblich beteiligt.
Am Ende bleibt nur die stille Hoffnung, dass sich der ein oder andere Jung-Löwe doch eher mit dem neuen TSV 1860 verbunden fühlt, als irgendwo weit entfernt von der 114 sein fußballerisches Glück zu suchen.
Man kann nur hoffen, dass es den Jungs bei uns Spaß macht und sie mit uns aufsteigen wollen.
Die Berater werden hier wahrscheinlich ärgste Gegner…
Klingt leider nicht wirklich positiv