An dieser Stelle stellen wir unseren geneigten Leser*innen den Schiedsrichter des nächsten Spiels unserer Löwen ein wenig näher vor. Und natürlich die dem Mann (oder der Frau) an der Pfeife zur Seite gestellten Helfer an den Seitenlinien und neben dem Spielfeld. Heute geht es hier – in erster Linie – um Maximilian Riedel aus Horgau im Landkreis Augsburg, der am Dienstag Abend (18.60 Uhr – im sechzger.de-Liveticker) das Spiel des TSV 1860 bei Greuther Fürth II pfeifen wird.
Erfahrener Mann in der Regionalliga
Mit 223 Spielen im ambitionierten Amateurfußball (also zwischen Landes- und Regionalliga) verfügt der 31jährige Riedel über reichlich Erfahrung als Hauptschiedsrichter. Die wird bei einem Duell zwischen der Zweitvertretung eine Profiklubs und einem regulären Herrenteam mit durchaus klangvollem Vereinsnamen auch benötigt. Wir erinnern uns zu gut an z.B. das Heimspiel gegen die VfB-Bubis anfangs der vergangenen Saison, als die Gäste – 1:0 in Führung – jedesmal, wenn sie von den Löwenspielern nur schief angeschaut wurden, schon am Boden lagen und den toten Schwan gaben. Da hätte man als Regelhüter durchaus mal Gelb zeigen können.
Verwarnungsbilanz von Riedel
Die Vewarnungsbilanz von Riedel spricht dafür, dass dies bei ihm morgen Abend im Ronhof auch passieren könnte. Er ist ein eher strenger Referee: Mit fünf Gelben Karten pro Spiel bewegt er sich deutlich über dem Schnitt, ebenso mit den von ihm gezeigten Ampelkarten, die er in jedem siebten Spiel zückt. Bei den glatt Roten Tickets finden wir den bayerischen Schwaben – mit einer in jedem zehnten Spiel – im Durchschnitt der Zunft. Die 84 verhängten Elfmeter bedeuten einen in mehr als jedem dritten Spiel. Ein Wert leicht über dem Mittelwert für Strafstöße. Mit seinem – wie die Augsburger Allgemeine es in einem Artikel Ende Dezember letzten Jahres formulierte – “kometenhaften Aufstieg über die Bezirks- und Landesliga in die Regionalliga” hat dies eher nichts zu tun.
Noch nie die Löwen gewunken oder gepfiffen
Seinen ersten von bis heute 62 Einsätzen in der Regionalliga Bayern absolvierte Maximilian Riedel am 23. Juli 2019 bei einem 1:3 des SV Heimstetten gegen die Zweitvertretung von Greuther Fürth. Jene Fürther, mit denen er es auch morgen Abend zu tun haben wird. Seine Bilanz mit diesen ist übrigens ausgeglichen: In sieben Spielen unter Riedel gab es drei Siege, ein Unentschieden und drei Niederlagen für das Kleeblatt. Eine Historie mit den Löwen ist für ihn als Hauptschiedsrichter nicht vorhanden. Und überraschenderweise auch nicht als Linienrichter, obwohl er seit 2019 in bereits 49 Spielen in der 3. Liga das Fähnchen schwenkte. Dabei begenete er durchaus anderen bayerischen Teams, wie dem FC Ingolstadt (5x), der SpVgg Unterhaching (2x) oder den kleinen Roten (2x), den Würzburger Kickers und Türkgücü München. Aber eben nie den Löwen.
Bilder von den Amas
So müssen wir für das Titelbild über diesem Beitrag auf ein Foto von einem Spiel der Amas des TSV 1860 zurückgreifen. Solche hat Maximilan Riedel nämlich schon sechsmal gepfiffen (mit je zwei Siegen, Unentschieden und Niederlagen aus Löwensicht). Zuletzt war dies Ende März diesen Jahres auf dem Trainingsgelände an der Grünwalder Straße der Fall. Beim 5:0-Sieg gegen Deisenhofen. Und beim offiziellen Bayernliga Süd-Eröffnungsspiel im Juli 2025 in Kottern (4:1 für die kleinen Löwen) war Riedel – gar nicht weit von seiner Heimat entfernt – ebenfalls dabei.
Die Linienrichter in Fürth
Unterstützt wird der Hauptschiedsrichter in Fürth an den Seitenlinien von Michael Krug (34) aus Versbach, einem seit 1978 eingemeindeten Stadtbezirk von Würzburg, der unseren Informationen zufolge aber inzwischen in München lebt und für den TSV Grünwald pfeift. Der andere Aisstent morgen Abend heißt Maximilian Kropefl, ist 24 und kommt aus Fürth.
Michael Krug
Mit dem sehr bekannten, heute 70jährigen Ex-Schiedsrichter Hellmut Krug aus Gelsenkirchen, der bis 2003 genau 240 Bundesligaspiele pfiff (24 Mal die Löwen), ist der hier besprochene Krug weder verwandt noch verschwägert. Und dessen Erfahrungen als Schiri beschränken sich auf die Bayernliga Süd als höchste Klasse, wo er in der Saison 23/24 auch zweimal die Amas der Löwen gepfiffen hat, die unter seiner Leitung jeweils siegen konnten. Als Linienrichter stehen bei ihm 47 Spiele seit Sommer 2015 in der Regionalliga Bayern in der Vita. In der Saison 17/18, in der die Löwen ja schon einmal Dank Hasan Ismaik der RL angehörten, wirkte er zwar bei zehn Spielen als Assistent mit – jedoch bei keinem Spiel von Münchens Großer Liebe.
Maximilian Kroepfl
Der junge Kroepfl pfeift offiziell für den ASV Fürth. Ob es zwischen diesem Kleinverein und der örtlichen SpVgg eine Rivalität oder eher Sympathie gibt, ist uns leider nicht bekannt, sollte aber für die Tätigkeit von Kroepfl als Referee im Ronhof morgen Abend sowieso keine Rolle spielen! Und nachdem der oben beschriebene Krug in München lebt, ist Kroepfl als Fürther quasi der Ausgleich. Als Schiedrichter ist die Landesliga-Ebene die höchste Liga, die der bislang gepfiffen hat. Als Assisten ist er seit knapp drei Jahren in der Regionalliga Bayern aktiv. Logischerweise ohne Kontakt zu 1860 München.
Vierter Offizieller
Jürgen Lehmann heißt schließlich der Abgesandte des Bayerischen Fußballverbands für das Spiel von Fürth II gegen Sechzig. Er kommt aus dem Fichtelgebirge und ist 54 Jahre alt. Mehr ist über Lehmann leider nicht herauszubekommen. Einsätze als Schiri oder Assistent im höherklassigen Fußball sind keine verzeichnet. Dafür die Information, dass er schon seit einigen Jahren zur Riege der Spiel- und Medienbeauftragten des BFV in der Regionalliga Bayern gehört. Wenn das nichts ist…
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Titelbild: 27. März 2026. Bei 5:0 der Amas gegen Deisenhofen verfolgt Schiedsrichter Maximilian Riedel eine Strafraumszene.











Im Vergleich zu der letzten Saison finde ich die Leistungen der Schiedsrichter angenehm positiv. Besonders die letzten 2 Spiele. Ich finde das kann man auch mal lobend erwähnen.