Die U21 des TSV 1860 München hat sich am zehnten Spieltag der Bayernliga Süd einen Punkt vor 735 Zuschauern beim SV Kirchanschöring gesichert. Im Auswärtsspiel in der EM-Group-Arena kamen die Junglöwen zu einem 1:1-Unentschieden. Damjan Dordan brachte die Sechzger bereits in der 10. Minute per Foulelfmeter in Führung, ehe Sebastian Dengel in der 25. Minute für den Ausgleich sorgte.

Collins, Leone, Dordan und Hoppe im Blickpunkt

Für die U21 war die Partie dabei auch eine willkommene Gelegenheit, mehreren Spielern aus dem Profikader Spielpraxis zu ermöglichen. Mit dabei waren Matthew Collins, Cristian Leone und Benedikt Hoppe. Besonders im Blickpunkt stand zudem Damjan Dordan, der nach seiner Verletzung erstmals in dieser Saison wieder auf dem Platz stand. Seine Rückkehr krönte der Defensivspieler gleich mit einem Treffer vom Punkt.

Debüt für Emirhan Agzikara

Ebenfalls sein Debüt im Löwen-Trikot feierte Neuzugang Emirhan Agzikara. Der ehemalige türkische U-Nationalspieler stand von Beginn an auf dem Platz und sammelte damit seine ersten Minuten für die Amateure. Über ihn kam in der Anfangsphase auch die Szene zustande, die zum Strafstoß führte: Elias Huber hielt Agzikara im Strafraum am Trikot fest, Schiedsrichter Jonas Krzyzanowski entschied auf Elfmeter. Eine strittige Entscheidung. Dordan ließ sich die Chance nicht nehmen und verwandelte sicher zur frühen Führung. Der Ausgleich ließ allerdings nicht lange auf sich warten. In der 25. Minute setzte sich Sebastian Dengel auf der linken Seite durch, zog nach innen und schloss aus zehn Metern ab. Sein Schuss schlug im langen Eck des Löwen-Tores ein, für Torhüter Paul Bachmann war nichts zu machen. Damit stand es 1:1.

Gute Chancen in Hälfte zwei

Die Löwen erwischten insgesamt einen guten Start und hatten in der ersten Halbzeit weitere Möglichkeiten, erneut in Führung zu gehen. Luca Dollinger scheiterte unter anderem nach einem Pass in die Tiefe frei vor dem Kirchanschöringer Torhüter Moritz Hutt, der den Abschluss noch über die Latte lenken konnte. Kurz vor der Pause verpasste auch Fares Ibrahim per Kopf die erneute Führung. Stattdessen ging es mit dem 1:1 in die Kabine. Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, in der beide Mannschaften auf den entscheidenden Treffer drängten. Kirchanschöring hatte vor allem durch den auffälligen Dengel weitere Möglichkeiten, während die Löwen unter anderem durch Mustafa Tekin gefährlich wurden. Tekins Flachschuss aus rund 20 Metern strich in der 76. Minute nur knapp am Pfosten vorbei. Der Lucky Punch sollte jedoch auf beiden Seiten ausbleiben, sodass es beim leistungsgerechten Remis blieb.

Die Stimmen zum Amas-Spiel

Trainer Wolfgang Sonnenhauser blickte nach dem Schlusspfiff mit gemischten Gefühlen auf die Partie:

Fazit ist: Ein bisschen zwiegespalten. Einerseits ist schon der Anspruch, nach Kirchanschöring zu fahren und zu gewinnen. Und trotzdem war es eine schwierige Situation für uns, da wir heute eine zusammengewürfelte Mannschaft hatten.“

Das komplette Interview mit Wolfgang Sonnenhauser gibt es hier exklusiv zu sehen.

Weiter geht es für die U21 bereits am kommenden Freitag. Am Vorabend des Wiesn-Auftakts steht das nächste Heimspiel gegen Erlbach an. Sonnenhauser würde sich dabei „freuen, wenn viele kommen“. Dem können wir uns nur anschließen: Also auf geht’s, Löwen – am Freitag gemeinsam zur U21!

U17 verliert nach fünf schwarzen Minuten mit 2:7

Die U17 des TSV 1860 München hat beim 1. FC Nürnberg eine deutliche Niederlage kassiert. Nach einer zunächst ausgeglichenen Partie unterlagen die Junglöwen am Ende mit 2:7. Nürnberg ging in der 17. Minute in Führung. Nach der Pause erhöhte der Club auf 2:0, ehe Veit Bartsch mit einem sehenswerten Freistoß in der 60. Minute aus 26 Metern den Anschluss erzielte.

Einbruch in der zweiten Halbzeit

Dann folgte der entscheidende Einbruch: Zwischen der 68. und 73. Minute kassierte 1860 gleich vier Gegentore und lag plötzlich mit 1:6 zurück. Niklas Elser verkürzte in der Schlussphase noch auf 2:6, bevor Nürnberg in der Nachspielzeit den 7:2-Endstand herstellte.
Trainer Peter Ulbricht zeigte sich nach der Partie entsprechend enttäuscht:

„Wir können einfach die Spannung nicht über das gesamte Spiel hochhalten.“

Besonders die fünf Minuten, in denen seine Mannschaft vier Gegentreffer kassierte, waren für den Trainer ausschlaggebend.

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