Mal wieder komplett zeitgleich mit Deniz, Weber & Co. – und damit für die rund 3.000 Löwenfans, die sich am Samstag Nachmittag auf den Weg nach Illertissen machen werden, um Sechzig zu supporten, quasi unerreichbar – sind die Amas des TSV 1860 in der Bayernliga Süd am Wochenende gefordert. Dabei führt der Weg beide ersten Herrenmannschaften der Löwen in den Regierungsbezirk Schwaben. Die Distanz zwischen den Spielorten beträgt aber dennoch immerhin rund 70 Kilometer.
Denkwürdiger letzter Auftritt der Amas in Kottern
Kottern, der Stadtteil von Kempten war in den vergangenen beiden Jahren für den weiß-blauen Tross stets eine Reise wert. Nicht nur aufgrund der sportlichen Erfolge, die die kleinen Löwen dort landen konnten. Denkwürdig ist vor allem das letzte Auftreten in der ABT-Arena, als die Junglöwen das offizielle Eröffnungspiel der Liga bei den durchaus ambitionierten Allgäuern mit 4:1 gewannen. Aber nicht nur wegen des Resultats. Zum einen war dies das erste Pflichtspiel bei 1860 für Trainer Alper Kayabunar. Zum anderen war wenige Stunden vor dem Anpfiff bekannt geworden, dass der 13 Tage zuvor verkündete Verkauf der Anteile von Hasan Ismaik an der TSV 1860 KGaA, geplatzt war. Natürlich beherrschte dieses Thema dann auch die Gespräche am Spielfeldrand in Kottern. Allerdings gelang es den Amas – durch eine fulminante Leistung mit vier schönen Toren – die Aufmerksamkeit auf das sportliche Geschehen zu lenken.
Sehr positive Bilanz
Auch im Jahr zuvor hatte man – an einem Dienstag Mitte August – als Tabellenzweiter beim Vierten im Allgäu mit 3:0 einen souveränen Sieg davontragen können. Schütze zum 2:0 war damals übrigens Cristian Leone. So ist auch die Gesamtbilanz gegen den TSVK, der seit dem Abstieg 2017 ununterbrochen auf der Gegnerliste der Amas steht, sehr positiv. Die Hälfte der insgesamt 16 Duelle konnte 1860 siegreich beenden, dreimal ging’s remis aus, fünfmal unterlag man. Die letzte von nur zwei Auswärtsniederlagen für die Amas in Kottern liegt schon über acht Jahre zurück. Im August 2018 gelang Kapitän Dennis Dressel zwar kurz vor Schluß der Anschlusstreffer, dennoch mussten sich die kleinen Löwen im dritten Spiel gegen Kottern zum dritten Mal geschlagen geben. Danach folgten fünf – teilweise sehr deutliche – Siege und ein Remis im Süden von Kempten.
Kottern – etablierter Bayernligist seit 2015
Die hier besprochene Bilanz ist vor allem vor dem Hintergrund erstaunlich, dass der TSV Kottern-St. Mang, wie der Verein offiziell heißt, als durchaus ambitionierter Bayernligist zu bezeichnen ist. In den elf Spielzeiten, in denen man nun ununterbrochen der Viertklassigkeit angehört, belegte man sechsmal einen einstelligen Tabellenplatz. In den Abstiegskampf geriet man in der vergangenen Saison, an der am Ende Rang 14 stand, zum ersten Mal. In der laufenden Spielzeit liegt man – nach vier Siegen, drei Unentschieden und sechs Niederlagen – einen Punkt und einen Platz hinter den Amas auf der Elf. Nachdem man im ganzen August kein einziges Spiel gewinnen konnte und im Sommer aus sieben Spielen fünfmal als Verlierer hervorging, hat man sich an der Iller inzwischen sportlich stabilisiert.
Amas im Aufwärtstrend
Sehr ähnlich sieht ja der Saisonverlauf für das Team von Wolfgang Sonnenhauser und Christoph Rech aus. Zuletzt haben die Amas nach den einem Zwischentief und den beiden bitteren – wenn auch sehr unterschiedlich zustande gekommenen – Pleiten daheim gegen Erlbach und in Ismaning dem TSV 1860 Rosenheim vier Tore eingeschenkt und sehen sich im Aufwärtstrend. Bleibt zu hoffen, dass sich dieser am Samstag Nachmittag fortsetzt und sich der TSV 1860 mit insgesamt sechs eingefahrenen Punkten aus dem Regierungsbezirk Schwaben auf den Weg zurück in die oberbayerische Landeshauptstadt machen kann.
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Titelbild: Löwenjubel in Kottern im August 2024. Am Samstag gerne wieder!










