“Sehr enttäuscht” sind die Löwen nach der Derby-Niederlage vom Sonntag Nachmittag in die neue Trainingswoche gestartet. Das verriet Trainer Alper Kayabunar am Freitag Morgen in der LÖWENRUNDE vor dem nächsten Auswärtsspiel am Sonntag Nachmittag beim VfB Eichstätt. Die Aufarbeitung des 2:4 gegen die Zweitvertretung aus der Seitenstraße war auch in der heutigen Spieltagspressekonferenz natürlich noch ein Thema – ehe der Blick auf das nächste Spiel gerichtet wurde.

Aufarbeitung der Derby-Niederlage

Drei wichtige Aspekte der Aufarbeitung des Derbys hob der Löwendompteur hervor:

Wir wussten, wie wichtig das Spiel für die Fans ist. Wir wollten sehr viel zurückzahlen. (…) Dann kam die Situation dazu, dass wir wussten: Von der Tabellenkonstellation war möglich, dass wir einen Sprung nach vorne schaffen. Und vor allem hat es das Spiel auch hergegeben, zu gewinnen. Ich glaub, wir haben sehr viele Torchancen gehabt, wir hatten die Möglichkeit, in Führung zu gehen, was das Spiel sicher auch verändert hätte. Deswegen sind wir sehr enttäuscht über die Niederlage. Wir haben das aufgearbeitet, klar besprochen, aber auch schnell abgehakt, weil es weitergeht und wir müssen den Blick nach vorne richten.

Blick nach Eichstätt

Dieser Blick richtet sich – nachdem sich der Wirbel um das Lokalderby wieder gelegt hat – nun also Richtung Eichstätt, wo am Sonntag der dortige VfB, aktuell Tabellenführer der Heim-Tabelle in der Regionalliga Bayern – wie Kayabunar hervorhob – auf die Löwen wartet. Er sagte, dass dieses Spiel ein ganz anderes werde, als die letzten, da Eichstätt “viel mit langen Bällen” operiere und gerade bei Standardsituationen sehr gefährlich sei. “Darauf müssen wir uns einstellen!” Und dennoch, so bestätigte Kayabunar die Rückfrage von sechzger.de, sind die Löwen – wie eigentlich in jedem Spiel in dieser Saison – natürlich auch am Sonntag Favorit.

Wir wollen jedes Spiel gewinnen! Das zeigen wir, glaube ich, auch in jedem Spiel. Es gibt nicht viele Spiele, wo wir die schlechtere Mannschaft waren. Wir wollen da mit viel Selbstvertrauen hinfahren. Wir wissen, dass wir Qualität haben und wollen natürlich mit drei Punkten wieder nach Hause fahren.

Wer ersetzt Mark Gevorgyan?

Personell müssen die Löwen bekanntlich die beiden Langzeitverletzten Tunay Deniz und Mark Gevorgyan ersetzen. Für die rechte Abwehrseite sieht Kayabunar “mehrere Optionen,” wollte in der PK jedoch “nicht zu viel verraten,” wie man Gevorgyan am Sonntag ersetzen könnte. Neben Julian Bell und Erdon Krasniqi brachte der Coach noch Benedikt Hoppe ins Spiel, der die Position aus der U21 kenne und auch spielen könne. Fragezeichen stehen für den Einsatz in Eichstätt noch hinter Dennis Dressel und Raphael Ott. Der Kapitän hatte sich im Derby in der Anfangsphase die Schulter ausgekugelt, blieb aber bis zur 75. Minute auf dem Platz. Er hatte diese Woche Problme und konnte bis gestern nur an Teilen des regulären Trainings teilnehmen, soll aber heute wieder voll einsteigen.

Ott-Entscheidung am Samstag

Ähnlich ist die Situation bei Ott, der sich am 3. Oktober im Heimspiel gegen die SpVgg Ansbach (3:0) am Sprunggelenk verletzt hatte, aber glücklicherweise etwas schneller ins Training zurückgekehrt ist, als erwartet. Auch er nahm in dieser Woche aber noch nicht am kompletten Mannschaftstraining teil und die Entscheidung über seinen Einsatz fällt nach dem Abschlusstraining am Samstag.

Stürmer-Themen

Ganz vorne in der Offensive haben die Löwen aktuell etwas weniger Verletzungssorgen, als in anderen Mannschaftsteilen und in der LÖWENRUNDE wurden gleich mehrere Stürmer aus dem Löwenkader besprochen. Nach den Stärken von Rron Gosalci, der im Derby in der Nachspielzeit sein Debüt für die erste Mannschaft des TSV 1860 gegeben hatte, befragt, sagte sein Trainer:

Rron hat schon in der Vorbereitung viele Spiele gemacht und ich kenne ihn natürlich auch aus meiner Zeit in der U21. Wir wissen genau, was wir von ihm bekommen. Er ist ein sehr schneller Spieler, der gerade die Tiefe gut attackiert und dann auch Flanken bringt. Das bringt uns auch Flexibilität im Kader.

Klose arbeitet an der Fitness

Der nach langer Verletzung jüngst wieder in den Kader zurückgekehrte Noah Klose hat dem Chefcoach zufolge derzeit noch Probleme mit der Fitness und braucht noch “den einen oder anderen Einsatz in der U21”, ehe er dann wieder eine echte Option für die erste Mannschaft wird. Luca Dollinger, der in den letzten sieben Spielen für die Amas sieben Mal ins Schwarze traf, wird von Kayabunar, der – sofern es keine zeitlich Überschneidung zu den Spielen seines Teams gibt – ja auch bei den Partien der U21 in der Bayernliga Süd regelmäßig als Zuschauer anzutreffen ist, “beobachtet”. Der 19jährige war in dieser Woche auch im Training der ersten Mannschaft dabei, was auch in der Zukunft regelmäßig der Fall sein soll. “Jeder Spieler im ganzen NLZ hat die Chance hier bei uns mitzutrainieren und dann auch seine Chance auf einen Einsatz zu bekommen. Siehe jetzt auch Ron.”  

 

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Tom60

Ganz neue Erkenntnis. Diese Durchhalteparolen kennen wir seit Jahren. Am Ende ist mit diesem Trainer und Kader nicht mehr drin als Platz 2-8. Dann noch eine Saison RL und man verschwindet in der Bedeutungslosigkeit. Kein Geld. Keine Profispieler mit Profil für mindestens 3. Liga. Will man jedes Jahr Crowfunding machen?