Die Löwen-Amas waren am Freitag beim TSV Wasserburg im Einsatz und kassierte dort eine bittere 0:4-Pleite. Für uns waren Lukas und Matthias vor Ort, die uns einen ausführlichen Bericht zum Spiel und allem rund um die Partie in der Bayernliga Süd zusammengeschrieben haben, den wir Euch natürlich nicht vorenthalten wollen…

Fürchterliches Wetter führt zu Verspätung

Aufgrund des fürchterlichen Wetters, hohen Verkehrsaufkommens und einer sich äußerst kompliziert gestaltenden Parkplatzsuche, war es uns leider erst möglich dem Spiel ab der siebten Minute beizuwohnen. Dabei mussten wir leider feststellen, dass die Heim-Mannschaft bereits in der fünfte Spielminute die frühe Führung erzielt hatte.
Beim Eintritt wurden zwar vergleichsweise hohe Eintrittspreise verlangt, jedoch war die Organisation und das Stadion sehr gut durchdacht und umgesetzt worden.

Schöner Ground – gute Verpflegung

Direkt neben dem Inn hat der TSV 1880 Wasserburg einen echt schönen Ground, der bei schönem Fußballwetter sicher noch mehr zu bieten hat. Die Sicht von allen Seiten über den Platz ist sehr gut und man ist nah am Geschehen. Mit einer digitalen Anzeigetafel auf Höhe der Mittellinie ist der Platz auch sehr modern und zuschauerfreundlich aufgestellt. Die Getränke und Essensausgabe war unkompliziert und preislich sehr positiv gestaltet. Ein Bier-Tasting konnte ich als Fahrer leider nicht vornehmen, jedoch waren die Begleiter sehr zufrieden. In der 15. Spielminute dann endlich die erste Chance für 1860. Der Ball landet allerdings nach einem Abpraller an der Mauer und einem Nachschuss direkt beim Keeper der Wasserburger. Der Abschluss des direkt danach folgenden Konters für die Heimmannschaft, landete zum Glück flach links neben dem Tor der Löwen.

Amas finden nicht in die Parte

Bisher hierhin war die Heimmannschaft deutlich aktiver und ließ sich nicht unter Druck setzen, unsere Amas waren noch gar nicht im Spiel angekommen. In der 18. Spielminute folgte die erneute Großchance für die Gastgeber, der Ball rollte aber wieder flach am Tor vorbei. Die offensiven Fähigkeiten der Gastgeber waren aber bereits jetzt deutlich zu erkennen.
Nach 25 Minuten dann die erste wirklich große Chance für Sechzig per Kopfball. Diesen konnte Fares Ibrahim jedoch nicht direkt aufs Tor bringen. Nach einer halben Stunde waren die Löwen schon deutlich besser im Spiel, es wurde in beiden Spielhälften gespielt und unsere Elf war tauchte ein paar Mal vor dem Kasten der Heimmannschaft auf.
In der 40 Minute wurde es, bei der ersten Ecke für die Löwen, etwas hitziger. Die Ecke blieb zwar ungefährlich, aber dem Schiedsrichter wurde ein bisschen zu viel geklammert. Die kurz ausgeführte Ecke wird allerdings nicht gefährlich, der Wasserburger Keeper ist wach und faustet den Ball weg. Das protestieren der Münchner wegen einer Umklammerung bleibt ungeachtet, zurecht meiner Ansicht nach. Vor der Halbzeit kommt es eigentlich nicht mehr zu gefährlichen Situationen. Alles in allem muss man schon sagen das die knappe Führung für Wasserburg in Ordnung geht.

660 Zuschauer in Wasserburg trotz Regens

Anpfiff zur zweiten Halbzeit, 660 Zuschauer wohnen dem Topspiel bei, so lässt es der Stadionsprecher verlauten. Den Kennzeichen nach zu urteilen mindestens die Hälfte der Anwesendenen halten es mit den richtigen Löwen.
Nach kurzer ausgeglichener Phase das 2:0 für die Hausherren in der 54. Minute durch Wasserburgs Robin Ungerath.
Die Heimmannschaft macht direkt weiter. Ein Lupfer von der linken Strafraum Seite landet nur knapp über der Kiste der Münchner Löwen. Dann der Doppelpack für Ungerath in der 63. Spielminute. Die Gastgeber sind das Ton angebende Team und zeigen das auch. Gekonnt hebeln sie die Verteidigung aus und verwandeln fast jede Situation im Strafraum der Münchner in ein Tor. Der Weitschuss in der 64. Spielminute für 1860 ist die erste offensive Aktion der Löwen seit langem, aber auch hier verfehlt der Schuss das Tor.

Wasserburg lässt nichts mehr anbrennen

Wasserburg defensiv sehr diszipliniert und konzentriert. Die Heimmannschaft feiert sich nach jeder Grätsche ins Aus, steht gut und somit landet der nächste Torschuss von 1860 gefahrlos am Außenpfosten. 70 Minuten gespielt und Wasserburg mit einem langen Einwurf in den Strafraum der Münchner. Diese Situation wird allerdings frühzeitig durch ein Offensivfoul abgepfiffen.
Die Zweite der Sechzger wirkt seit dem zweiten Durchgang nach vorne etwas ideenlos. So kam es kaum zu Momenten in der gegnerischen Hälfte und auch Balbesitz-Phasen beschränken sich auf die eigene Hälfte. In der 73. Minute bauen die Amas nach einer Balleroberung langsam auf, können aber keine gefährlichen Situationen kreieren und verlieren anschließend den Zweikampf auf Höhe der Mittellinie. Das haben wir heute leider schon öfter gesehen. Und wie zuvor auch feiern sich die Wasserburger zu Recht für diese Stärke. Immer wieder Gefahr für die Löwen auch wenn den Wasserburgern die Präzision zu dieser Phase gerade fehlt.

Amas kassieren in Wasserburg eine 0:4-Pleite

Kurz vor Ende dann doch noch das 4:0. Wasserburg hat nicht aufgehört nach vorne zu spielen. Kurz vorher setzte nach einer Pause auch der Starkregen wieder ein, nachdem man das Gewitter in der Ferne schon aufziehen gesehen hatte. Unterm Strich absolut verdienter Sieg für Wasserburg, hier gab es für die Löwen außer einer Regendusche nix zu holen. Kampfgeist war trotzdem zu sehen, manchmal rollt der Ball einfach nicht so wie er soll.
Ich bedanke mich vielmals fürs lesen und natürlich auch bei Sechzger.de für die Möglichkeit, vom Spiel zu berichten.
Einmal Löwe immer Löwe!
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Stephan Tempel

Schöner Bericht – Mischung aus Spielbericht und Print-Fanzine-Bericht der 90er. Gefällt mir. Einziger Kritikpunkt: Ich würde mich für eine Zeitform entscheiden.

Aber Fazit: Daumen nach oben. Gerne mehr davon.