Zweimal mussten die Amas des TSV 1860 am Tag der Deutschen Einheit beim Auswärtsspiel in Kirchanschöring einen Rückstand ausgleichen, um am Ende eines herausfordernden Bayernliga-Spitzenspiels einen Punkt mit zurück nach Giesing nehmen zu können. Seine Premiere als Cheftrainer bei der U21 feierte der erst 27jährige Vincent Saller. Cheftrainer Alper Kayabunar, der noch bis nach dem Spiel in Wiesbaden bei den Löwenprofis aufhilft, war am Feiertag ebenfalls in den Landkreis Traunstein gekommen, um seinem Team zuzusehen.

Schlechter Start in Kirchanschöring

Vor zwei Wochen die unglückliche erste Saisonniederlage in Erlbach inklusive des Knöchelbruchs von Kapitän Xaver Kiefersauer. Am vergangenen spielfreien Wochenende dann die vorrübergehende Abberufung des Cheftrainers zu den Profis. Man durfte gespannt sein, wie die kleinen Löwen auf diese Entwicklungen reagieren und in das nächste Spitzenspiel beim SV Kirchanschöring finden würden. Leider fanden sie tatsächlich zunächst gar nicht ins Spiel. Ohne Zugriff und meist viel zu weit weg von ihren Gegenspielern überließen die Amas in den ersten zwanzig Minuten den hoch motivierten Hausherren, die nach zunächst starkem Saisonstart den ganzen September nicht mehr hatten gewinnen können, das Feld. Vor allem Torwart Stefan Musa war es zu verdanken, dass es nach einer halben Stunde noch 0:0 stand.

Rückstand und direkter Ausgleich

In der 31. Minute, als 1860 eigentlich etwas besser ins Spiel gefunden hatte, passierte es  dann. Einen zunächst abgewehrten Schuss donnerte der Kirchanschöringer Verteidiger David Lobendank von der Strafraumkante ins Löwentor. Die logische Konsequenz zahlreicher Torchancen für den SVK in der Anfangsphase. Aber nur zwei Minuten später schlugen die Gäste – durchaus etwas überraschend – zurück. Finn Fuchs erwischte nach einer Ecke den Abpraller, legte sich den Ball geschickt auf und schob ihn aus zehn Metern Torentfernung ins lange Ecke. Mit einem 1:1 ging es vor 1.238 Zuschauern im Stadion “Alte Mühle” in die Pause.

Zwei Elfmeter im zweiten Abschnitt

Den Beginn der zweiten Halbzeit verschliefen die Amas zwar nicht so, wie den Spielbeginn, kamen aber sieben Minuten nach dem Wiederanpfiff dennoch erneut ins Hintertreffen. Jonas Kronbichler verwandelte einen Strafstoß, ein wenig glücklich zur Führung für die Hausherren. Fünf Minuten später bekamen dann auch die Löwen ihren Elfmeter. Samuel Althaus war nach einem Zweikampf an der linken Strafraumgrenze zu Boden gegangen, Noah Klose verwandelte vom Punkt souverän.

 

Am Ende ein leistungsgerechtes Remis

In der Schlussphase waren die Gäste aus München dem Siegtreffer vielleicht ein wenig näher, als die Hausherren, die zuvor sehr viel Kraft inverstiert hatten und denen anzumerken war, dass sie ihre Negativserie heute unbedingt beenden wollten. Am Ende blieb es aber beim leistungsgerechten Remis in diesem Spitzenspiel.

Weiter Tabellenführer

Interimstrainer Saller verriet im Interview mit sechzger.de nach dem Spiel, dass er aktuell davon ausgeht, am Montag den Platz auf dem Cheftrainersessel wieder für Alper Kayabunar zu räumen. In der Tabelle bleiben die Junglöwen – trotz der Bilanz von nur einem Zähler aus den letzten zwei Spielen – souveräner Spitzenreiter der Bayernliga Süd. Vier Punkte trennen sie von Verfolger TSV Landsberg, der schon am nächsten Freitag zum nächsten Spitzenspiel auf dem Trainingsgelände an der Grünwalder Straße 114 vorbeischaut (10. Oktober, 18.60 Uhr).

Nach der Analyse bei sechzger.de dann auch noch ein souveräner Auftritt in der Pressekonferenz des SVK: Interims-Amatrainer Vincent Saller
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Robert von Giesing

Heiko Herrlich neuer Trainer der Profis?