Martin Wilke aus Merzhausen im Breisgau pfeift am Samstag Nachmittag das Heimspiel des TSV 1860 gegen Alemannia Aachen (14.00 Uhr – im sechzger.de-Liveticker). Es ist seine zweite Begegnung mit den Löwen in der laufenden Drittligasaison. An die erste gibt es aus Münchner Sicht sehr erfreuliche Erinnerungen: Unter dem neuen Trainer Markus Kauczinksi stoppte 1860 am 19. Oktober eine Negativserie von zuvor fünf sieglosen Spielen und schickten den Tabellenführer aus Duisburg mit 3:1 zurück an die Wedau.

Wilke wird inzwischen milder

Aufgrund des Wiedersehens mit Martin Wilke wird an dieser Stelle auch auf seine Vorstellung vor dem Duisburg-Spiel Mitte Oktober verwiesen. Zu den damals genannten 14 Drittligaspielen sind im Jahresfinale 2025 noch drei weitere hinzu gekommen. Neben Sechzig gegen Duisburg (für das er vom kicker die Note 3,0 erhielt) leitete er noch Essen gegen Cottbus und Stuttgart II gegen Rostock. Von der vor drei Monaten noch diagnostizierten sehr strengen Linie ist der 28jährige in diesen Partien ein wenig abgekommen. Er verhängte hier ingsesamt nur zehn Gelbe Karten und einen Strafstoß. Die Löwenfans hätten sicher nichts dagegen, wenn sich diese Tendenz in seinem insgesamt zweiten Auftritt auf Giesings Höhen fortsetzt. Zumindest gegenüber dem Heimteam. Die Premiere von Wilke im Sechzgerstadion gegen die Zweitvertretung von Hannover 96 Ende September 2024 erlebte noch sieben Verwarnungen (vier für 1860), eine Ampel-Karte und einen glatten Platzverweis (für Rafael Schifferl nach einer Notbremse).

Schon einmal bei Aachen-1860 im Einsatz

Den Gästen aus Aachen begegnet der Mann an der Pfeife am kommenden Samstag übrigens erst zum zweiten Mal in seiner Karriere. Und wieder geht es dabei um ein Spiel der Alemannia gegen unsere Löwen. Vom 1:1 auf dem Tivoli Anfang November 2024 sind uns leider vor allem die ingsgesamt zehn Gelben Karten (sechs gegen 1860) und der Elfmeter zum 1:0, bei dem der Tatort von Wilke fälschlicherweise in den Strafraum verlegt wurde, in Erinnerung.

Konstantes Unparteiischen-Team um Wilke

Die beiden für den Samstag eingeteilten Linienrichter bilden bereits zum siebten Mal in Serie in der 3. Liga zusammen mit Wilke das Unparteiischenteam. Matthias Heilig (29) aus Klettgau im baden-württembergischen Landkreis Waldshut und Mika Forster (27) aus Obererdingen bei Karlsuhe waren dementsprechend beide auch beim angesprochenen Sieg über den MSV Duisburg am 11. Spieltag der laufenden Saison in Giesing am Start. Für die beiden jungen Männer am Fähnchen war dies der erste Berühungspunkt mit den Münchner Löwen.

Vierter Offizieller bislang kein Glücksbringer

Der Vierte Offizielle, der das Geschehen am Samstag von seinem Platz vor der Haupttribüne des Sechzgestadions aus verfolgen wird, ist der erst 23jährige Jonas Krzyzanowski aus Neuburg an der Donau. Er war bereits im Dezember beim 0:1 von Stuttgarts Zweitvertretung gegen Hansa Rostock zusammen mit Wilke, Heilig und Forster im Einsatz. Den Löwen hat der junge Mann, der seit dieser Saison als Hauptschiedsrichter auch in der Regionalliga Bayern im Einsatz ist, bislang leider kein Glück gebracht. Er war bei den beiden wohl schlimmsten Niederlagen dieser Saison gegen Hoffenheim II (1:5) und in Regensburg (0:4 aus Löwensicht) schon als Vierter Offizieller im Einsatz. Eine Verantwortung für diese beiden herben Klatschen wollen wir dem Oberbayern aber natürlich nicht zuschreiben. Die lag definitiv bei den Löwen auf dem Rasen!
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Titelbild: Der letzte Auftritt von Schiedsrichter Martin Wilke auf Giesings Höhen. Beim Heimspiel gegen den MSV Duisburg am 19. Oktober beobachtet er die Behandlung von Flo Niederlechner im Strafraum der Gäste. Duisburgs Torwart Maximilan Braune schaut ebenfalls zu.

 

 

 

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