Felix Weller aus Osnabrück pfeift am Samstag Nachmittag (14.00 Uhr, im sechzger.de-Liveticker) den Rückrundenauftakt des TSV 1860 in der 3. Liga gegen Rot-Weiss Essen. Für den 30jährigen bereits der dritte Einsatz mit den Löwen in der laufenden Spielzeit. Er hatte nicht nur das Hinspiel in Essen, sondern auch das Heimspiel gegen den 1. FC Saarbrücken Ende November geleitet. Und auch dem RWE begegnete Weller in dieser Saison noch ein weiteres Mal. Man kennt sich also. Wäre schön, wenn man sich nach dem erneuten gemeinsamen Fußballnachmittag dann auch zu schätzen weiß!

In Essen und gegen Saarbrücken mit Weller

Die Leistung von Felix Weller beim Liga-Auftaktspiel an der Hafenstraße wurde – u.a. in unserer Schiri-Vorstellung vor der Partie gegen Saarbrücken – bereits ausführlich diskutiert. Der für viele neue Begriff der “Rabattierung” fand damals, Anfang August Einzug in die Debatte über Entscheidungen von Unparteiischen.

Für das aus Löwensicht erfolgreiche Spiel des 15. Spieltags gegen damals relativ desolate Saarländer erhielt Weller vom kicker – wie schon in Essen – nur die Note 4,0. Schiri-Experte Babak Rafati zufolge verweigerte Weller in diesem Spiel sowohl den Löwen, als auch den Gästen je einen klaren Elfmeter. Ausgleichende Gerechtigkeit quasi. Sein zweiter saisonaler Einsatz an der Essener Hafenstraße am Nikolausabend beim 1:1 gegen die Zweitvertretung des VfB Stuttgart führte übrigens immerhin zur kicker-Note 3,5. Gravierende Fehler sind aus dieser Partie keine überliefert.

Mit den Löwen bislang milde

Beim Hinspiel in Essen zückte Weller fünfmal den gelben Karton. Einmal gegen den Löwen Tim Danhof und viermal gegen die Rot-Weissen. Außerdem erhielt RWE-Trainer Koschinat wegen Meckerns eine Verwarnung. Diese Anzahl an Gelben Karten entspricht exakt Wellers Durchschnitt in bislang inwzischen 31 Drittligaspielen. Auch bei RWE-VfB II erreichte er diese Zahl. Beim Sieg der Löwen gegen den FCS hingegen kam er mit nur zwei Verwarnungen, beide für die Gäste, aus. Für die von einer Sperre bedrohten Löwen Volland und Philipp vielleicht eine gute Nachricht, dass Weller gegen Sechzig in dieser Hinsicht bislang relativ zurückhaltend agiert. Gegen Saarbrücken zeigte der Mann an der Pfeife in der Schlussminute noch auf den Elfmeterpunkt, was bei ihm durchschnittlich alle drei Spiele geschieht. Thore Jacobsen verwandelte dankbar zum 2:0. Platzverweise hat Felix Weller bei Spielen des TSV 1860 noch nie ausgesprochen.

Vor dieser Saison zwei Begegnungen

Auch nicht in den beiden von ihm geleiteten Partien unter Beteiligung des TSV 1860 in der letzten (3:1 bei Hannover 96 II) und vorletzten Saison (1:2 gegen Borussia Dortmund II). Insgesamt begegnen die Löwen dem niedersächsischen Schiedsrichter am Samstag also zum fünften Mal.

Für Weller neue Assistenten

Unterstützung an den Seitenlinien erhält Felix Weller am Samstag Nachmittag auf Giesings Höhen von Fabian Porsch aus Barsbüttel und Alexander Ludolph aus Hoisbüttel. Die beiden so ähnlich klingenden Heimatorte der beiden Linienrichter sind – nicht weit voneinander entfernt – vor den nordöstlichen bzw. östlichen Toren Hamburgs gelegen. Für Weller bedeutet diese Zusammensetzung des Unparteiischen-Teams eine personelle Abweichung zu seinen bisher sieben Drittligaspielen in dieser Saison. Die beiden Assistenten hingegen waren in der laufenden Spielzeit schon sechsmal zusammen im Einsatz. Unter Schiedsrichter Luca Jürgensen. U.a. bei der 0:2-Niederlage des TSV 1860 in Aue, dem letzten Spiel von Patrick Glöckner als Löwendompteur. Dass den Löwen dort in der Anfangsphase ein klares Tor fälschlicherweise aberkannt wurde – womöglich auf Geheiß von eines der beiden Assistenten, wollen wir an dieser Stelle nicht weiter vertiefen.
Der 36jährige Porsch pfiff bislang als höchste Klasse zahlreiche Duelle in der Regionalliga Nord, als Linienrichter hat er immerhin schon 114 Drittliga- und 24 Zweitligaspeiel auf dem Buckel. Insgesamt zehnmal begegnete er dabei dem TSV 1860. Der zwölf Jahre jüngere Ludolph ist seit dieser Spielzeit ebenfalls in der RL Nord an der Pfeife aktiv. Und auch seit dem letztem Sommer als Drittliga-Assistent. Das angesprochene Spiel in Aue Ende September ist sein bislang einziger Berührungspunkt mit Münchens Großer Liebe.

Vierter Offizieller: Manuel Bergmann

Der vierte Offizielle am Samstag, der 35jährige Manuel Bergmann ist kein weiteres “Nordlicht”, sondern kommt aus Erbach im südhessischen Odenwaldkreis. Als Schiedsrichter in der Regionalliga Südwest und als Linienrichter und vierter Offizieller in der zweiten und dritten Liga ist Bergmann mit viel Erfahrung ausgestattet. Auch die Löwen hatten schon mehrfach das Vergnügen mit ihm. Und zuletzt war das wirklich ein Vergnügen für die Fans in weiß und blau: In dieser Saison fungierte er bei den Heimsiegen gegen Osnabrück am zweiten Spieltag und gegen den MSV Duisburg in Runde elf, die jeweils mit 3:1 gewonnen werden konnten, als vierter Mann im Schiri-Team. Ein gutes Omen für die schwere Partie gegen RWE?
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Titelbild: Felix Weller Ende November im Sechzgerstadion. Beim 2:0 der Löwen gegen Saarbrücken beobachtet er hier die Verletzungsbehandlung eines Gästespielers.

 

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