Das komplette Schiedsrichtergespann für die Partie der Löwen beim SC Eltersdorf am kommenden Sonntag um 15 Uhr (im sechzger.de-Liveticker) reist aus Oberfranken an und alle drei Unparteiischen sind knapp über 30 Jahre alt. Der Mann an der Pfeife, den wir der geneigten Leser*innenschaft hier etwas näher vorstellen wollen, heißt Johannes Hamper und kommt aus Katschenreuth, einem Gemeindeteil von Kulmbach.
Erfahrener Schiri mit Löwen-Erfahrung
Johannes Hamper ist 32 Jahre alt und blickt auf 275 Einsätze als Hauptschiedsrichter im ambitionierten Amateur- und Jugendbereich in Bayern zurück. 75 Spiele hat er in der Regionalliga Bayern in den letzten zehneinhalb Jahren geleitet. Noch drei Jahre länger liegen seine ersten Partien in den beiden Bayernliga-Staffeln zurück, die sich inzwischen auf insgesamt 94 – 87 davon im Norden – aufsummieren. Als Linienrichter hat der Oberfranke zwischen Oktober 2020 und Mai 2023 auch an Spielen der 3. Liga mitgewirkt. Dem TSV 1860 begegnete er dabei zweimal: Am 20. Dezember 2021 beim Geisterspiel auf dem Würzburger Dallenberg, das die Löwen mit 3:0 gewinnen konnten. Und drei Monate später in Mannheim, als das gleiche Ergebnis auf der Anzeigentafel stand – allerdings diesmal für den gastgebeneden Waldhof. Aber auch als Schiri kennt Hamper den TSV 1860. Im Totopokal war er im August 2022 bei einem 8:0 beim TuS Feuchtwangen und im November letzten Jahres beim 4:0 in Aubstadt als verantwortlicher Referee dabei.
Fünf Gelbe Karten pro Spiel
1382 Gelbe Karten bedeuten ziemlich genau fünf Verwarnungen pro Spiel, die Hamper für gewöhnlich ausspricht. Ein leicht überdurchschnittlicher Wert. Und auch die gelb-rote Ampelkarte sitzt bei diesem Referee relativ locker. Alle fünfeinhalb Spiele schickt er in seinen Partien einen Akteur per Ampelkarten zum Duschen und für ein Spiel auf die Tribüne. Glatt Rot zückt er hingegen nur alle zehn Spiele, was etwa dem Durchschnitt der Zunft entspricht. Insgesamt 94 bislang von Hamper verhängte Strafstöße bedeuten wiederum einen leicht überdurchschnittlicher Wert.
Schönes Erlebnis mit 1860
Als eines seiner schönsten Erlebnisse als Unparteiischer bezeichnete der verheiratete Polizeibeamter bei einer entsprechenden Befragung im Jahr 2021 übrigens eine Partie des TSV 1860, der er als Linienrichter beiwohnte: Und zwar die 2:0-Niederlage für die Löwen bei Wacker Burghausen am 11. November 2017 in der Regionalliga Bayern. Da fragt man sich: Was soll daran schön gewesen sein? Das Wetter war es auf keinen Fall. Das war an jenem Tag eher regnersich. Außerdem nannte Hamper bei dieser Befragung auch noch ein sogenanntes “Jahrhundertspiel” zwischen einem Team der Roten und einer gleichfarbigen Fanclubauswahl in Coburg, bei dem er ebenfalls an der Seitenlinie aktiv war. Muss man nicht verstehen.
Die Linienrichter
Unterstützt wird Johannes Hamper am Sonntag Nachmittag in Eltersdorf von den Assistenten Oliver Barnert aus Bayreuth und Marcel Bargel aus Staffelstein im Landkreis Lichtenfels.
Oliver Barnert
Der 33jährige Barnert ist in der Bayernliga seit gut zwei Jahren als Hauptschiri aktiv, an der Seitenlinie doppelt so lang und hinauf bis in die Regionalliga. In dieser Funktion ist er uns in dieser Saison auch schon einmal begegnet. Vor knapp zwei Monaten gehörte er zum Team von Schri Andreas Dinger beim 3:0-Sieg gegen Schwaben Augsburg auf Giesing Höhen – sein erstes Spiel mit den Löwen.
Marcel Bargel
Ein Jahr jünger als Barnert ist Marcel Bargel. Ihm ist der TSV 1860 sehr vertraut, pfeift er doch ganz offiziell für die Sechzger. Allerdings für jene aus seinem Heimatort Staffelstein. Die Landesliga ist als Hauptschiedsrichter bislang sein Metier, als Assistent blickt er auf bislang 48 Regionalliga-Spiele zurück, bei denen er das Fähnchen schwenken durfte. Dem TSV 1860 aus München begegnete er bislang ein einziges Mal. Vor fünf Jahren im Totopokal, als Sechzig im Bayreuther Hans-Walter-Wild-Stadion den BSC Saas Bayreuth mit 3:0 besiegen konnte.
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Titelbild: Johannes Hamper, Tim Hüttl (TSV Aubstadt) und sieben Löwen vor knapp einem Jahr im Nebel von Aubstadt.










