Besondere Momente erfordern besondere Maßnahmen: Anlässlich des ersten Heimspiels der neugegründeten Spielbetriebs-GmbH stammen die heutigen Giesinger Gedanken vom ehemaligen Verwaltungs- und Aufsichtsrat Nicolai Walch. Warum YOU ARE NOW ENTERING FREE GIESING weit mehr als ein Stickermotiv ist…

Giesinger Gedanken von Nicolai Walch

2017: Nach Giesing zurück. 2026: Freiheit für Sechzig. 07.08.2026: Freiheit für Sechzig und nach Giesing zurück. TSV 1860 München gegen Augsburg II im ausverkauften Sechzgerstadion. Das erste Spiel seit dem Neuanfang in unserer geliebten Heimat. Es tritt nicht die KGaA, sondern die TSV München von 1860 Spielbetriebs- GmbH an. Nicht diejenige zerbrochene Gesellschaft, die international für ein maximal gescheitertes Investorenmodell steht. Seit ihrer Gründung 2002 hatte die KGaA keinerlei relevanten Erfolg. Täglich bereitete Sie uns Kummer. Nun aber tritt diejenige Gesellschaft an, die das freie Sechzig verkörpert. Sie ist schuldenfrei, hat kein strukturelles Defizit und 100% der Anteile liegen in den Händen der Mitglieder. Eine Profifußballgesellschaft der Löwen, in einer Umsetzung, von der man nicht mehr zu träumen gewagt hatte. Ein Weg, hinter dem jeder stehen muss, der sportlichen und wirtschaftlichen Erfolg will.

Bereits am Donnerstag hatte ich nur Gedanken an den Spieltag im Kopf. Gegen Abend dominierte dann eine Aufregung, die mich nicht mehr losließ. Ich werde gefragt, ob ich bei einer Feier in der Ambar vorbeikommen wolle und entscheide mich dagegen, um am Spieltag komplett fit zu sein. Es wird ein ein langer und auch anstrengender Tag werden, da ich zugesagt hatte, bei der Organisation und dem Aufbau der Merch-Stände zu helfen und dort T-Shirts zu verkaufen. Zur Überbrückung der Zeit schreibe ich meinem Freund, dem berühmten Allesfahrer mit der Hadern-Fahne, ob wir telefonieren wollen. Ungewöhnlicherweise bekomme ich keine Antwort. Zwei Stunden später schreibt er mir dann zurück, dass er schon geschlafen habe, um am nächsten Tag fit zu sein. Ich freue mich, dass es ihm wohl genauso geht wie mir und lege mich ins Bett.

Ärger über ein bodenloses Interview

Freitag. Freigenommen wegen dem besonderen Tag. Vormittags begehe ich den Fehler in einem kommerziellen Lobbyblog das Interview mit Ismaiks ehemaligem Statthalter Biel Ballester Relat zu lesen. Es steigt Wut in mir auf. Wie kann er nur den Sohn des Vorgängerpräsidenten und die Tochter des aktuellen Präsidenten mit an den Haaren herbeigezogener Kritik an die Öffentlichkeit zerren? Beide kenne ich und beide mag ich sehr. Ich weiß genau, was beide aufgrund der Ehrenämter ihrer Väter schon einstecken mussten. Sollen ihnen zur Strafe nun auch noch rechtlich und moralisch völlig einwandfreie Praktika im Umfeld des TSV 1860 verboten werden? Auch weitere Passagen des Interviews sind unterirdisch.

Unweigerlich gehen mir Geschichten durch den Kopf. Äußert hier derjenige Kritik, der nach der Rückkehr der Mannschaft von einem Spiel mit seinen Freunden „erfolgreich“ die Sauna blockiert hat? Derjenige, der seine private Wäsche beim TSV 1860 von einer Mitarbeiterin mitwaschen lassen wollte? Meint derjenige, der noch im März ernsthaft und ausdrücklich Tickets für das DFB-Pokalfinale 2026 in Berlin kaufen wollte, soweit der TSV 1860 dort spiele oder die Chance darauf habe, er hätte den Löwen jemals eine Hilfe sein können?

Entering Free Giesing

Am frühen Nachmittag begebe ich mich Richtung Giesing. Bereits beim Zustieg am Scheidplatz sind Löwenfans in der U-Bahn. Alle mit Fanartikeln des e.V. Wow! Ich setze mich bewusst nicht in deren Nähe, um noch Ruhe zu haben. An der Silberhornstraße steige ich aus und hebe in der alten Post noch Bargeld ab. Auf dem Weg ein Aufkleber, der besagt: „YOU ARE NOW ENTERING FREE GIESING“. Gänsehaut. Am Löwenstüberl treffe ich meine ehemaligen Kollegen aus dem Verwaltungsrat Beatrix, Sebastian, Günther und Gerhard sowie die neuen Verwaltungsräte Uwe, Jan und Dominik. Gemeinsam werden wir im Stadion T-Shirts verkaufen. Die Frage um meine Mithilfe ist nicht aus der Not heraus erfolgt, sondern war eine Einladung. Ein Zeichen des Respekts. Das Wiedersehen mit dem Gremium rührt mich.

Im Stadion bauen wir dort unsere beiden Stände auf, wo früher die Wägen von Hasans Merch GmbH standen. Nicht Genugtuung, sondern Erleichterung und Stolz. Wir verkaufen 1000 Shirts im Design der provisorischen weißen Trikots vom Totopokalspiel in Berglern, hergestellt von den famosen Leuten von SOCIETAS. Besonders spitzfindige Löwenfans kommen bereits beim Aufbau an den Zaun, um das begehrte Shirt abzugreifen. Wir müssen es leider sehr schnell stoppen. Öffnung der Tore um 17:30 Uhr. Die Fans stürmen an unseren Stand. Ich sehe strahlende Gesichter. Ich höre ständig „Danke“ und werde sogar um Fotos und Unterschriften gebeten. Der Dank überfordert mich und ich gebe ihn zurück. In kürzester Zeit sind alle Shirts ausverkauft.

Es bleibt sogar noch Zeit für einen Besuch bei Michi Achhammers Löwenbräu am Grünwalder. Dort sehe ich den besagten Top Lad mit der Hadern-Fahne. Wir sehen uns in die Augen und denken das Selbe. Ihm geht es wir mir. Mindestens.

Ganz große Emotionen im Grünwalder Stadion

Mit meinem Freund Consti betrete ich das Stadion an der Gegengerade. Mit unseren Akkreditierungen vom Verkaufsstand laufen wir über das Innere der Gegengerade zur Westkurve. Abklatschen mit Bekannten und Unbekannten. Vorfreude pur. Rede von Gernot Mang. Wir halten am Zaun vor den Fahnenschwenkern und hören zu. Tränen.

Erste Halbzeit Westkurve. Block H unten. Blue Vikings. Emotionale Begrüßungen, Umarmungen. Spielbeginn. „Wir sind der Verein“ in einer noch nie gekannten Lautstärke. Tor für die Löwen! Jubelexplosion wie noch nie.

Zweite Halbzeit Block F1. Pascal & Co. Party on! Ich entdecke Kraiburger und Family. Tiefgründige Gespräche: „Ja, wir haben es wirklich geschafft“. Auswechslung Niederlechner. Er schreitet am applaudierenden Block vorbei. Vertrauen und tiefe Verbundenheit auf beiden Seiten.

Zur letzten Viertelstunde zurück in die Westkurve. Auf dem Weg: Gegentor 2-2. Am Ende des Aufgangs zur Westkurve bleibe ich stehen und drehe mich um. An der Brüstung die Jungs von BBF. Diejenigen, die mich durch all die Jahre seit 2017 getragen haben. Sie singen sich die Seelen aus dem Leib. Ich bleibe am Durchgang stehen und singe mir ebenfalls die Seele aus dem Leib.

Abpfiff. 2-2. Ein Sieg trotz Unentschieden auf dem Platz. Schnell noch zur Haupttribüne, um das Präsidium zu sehen. Umarmungen und emotionale Wortwechsel mit Peter und Gernot. Als alle gegangen waren, treffe ich noch Adi vom genialen Vereinsmanagement. Danke, Danke, Danke. Im Gespräch fallen wir uns spontan um den Hals. Das alles wird und kann uns keiner mehr nehmen.

Party in Giesing

Nach dem Spiel entschwinde ich schnell in eine leere Gasse. Telefonat mit Robert von Bennigsen zum Geburtstag. Er ist im Urlaub und sehr glücklich über meinen Bericht. Kurze Stärkung mit einer Cola im Außenbereich einer fast leeren Spielo-Bar an der Tegernseer Landstraße. Gedanken an alte Zeiten. Leeds vor 26 Jahren. Derbysiege. 36 Stunden im Zug nach Borisov. Aufstiege.

War es jemals schöner als heute? Nein.

Grünspitz, Bamboleo, Bumsvoll. Party!

 


Die Giesinger Gedanken erscheinen regelmäßig als Kommentar und sind die persönliche Meinung eines Mitglieds unserer Redaktion oder eines Gastautors. Sie spiegeln nicht grundsätzlich die Meinung der gesamten Redaktion wider.

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AlexLionSince91

Nägel mit Köpfen: Wenn Vereinspolitik zum Geschäftsmodell wird

Irgendwann muss man die Dinge beim Namen nennen. Seit Jahren betreibt ein Vereinsmitglied von 1860 München einen kommerziellen Blog, der sich mit dem Verein beschäftigt. Aus meiner Sicht stellt sich deshalb eine grundsätzliche Frage:

Ist das noch unabhängige Berichterstattung – oder ist die permanente Zuspitzung rund um 1860 längst zum Geschäftsmodell geworden?

Es geht schließlich nicht um die Arbeit einer Tageszeitung oder eines etablierten Verlages, sondern um ein privat betriebenes Medium, mit dem der Betreiber sein Einkommen erzielt. Und bei einem solchen Geschäftsmodell sind Aufmerksamkeit, Reichweite und Klicks nun einmal von Bedeutung.

Genau deshalb sollte man die Berichterstattung einmal über Jahre hinweg betrachten: ironische und reißerische Überschriften, Clickbait-Mechanismen, zynischer Subtext, persönliche Spitzen und eine aus meiner Sicht auffallend tendenziöse Darstellung bestimmter Personen und Vorgänge. Gerade im Umgang mit dem ehemaligen Präsidenten war dieses Muster über lange Zeit kaum zu übersehen.

Natürlich darf ein Blogger eine Meinung haben. Er darf kritisch sein, provozieren und auch polemisch formulieren. Aber wenn Zuspitzung und Empörung regelmäßig besonders viele Klicks erzeugen, stellt sich zwangsläufig die Frage, ob daraus nicht ein wirtschaftlicher Anreiz entsteht.

Das ist keine Behauptung über einen bestimmten Vorsatz. Es ist eine Frage, die man anhand der veröffentlichten Inhalte untersuchen kann.

Davon klar zu trennen sind die Kommentarspalten.

Was Nutzer dort schreiben, stammt zunächst nicht vom Betreiber. Wenn sich dort aber über Jahre hinweg ein teilweise erschreckender Ton aus Hass, Beleidigungen und persönlichen Angriffen entwickelt und solche Kommentare stehen bleiben, gehört auch das zur Betrachtung der Plattform – allerdings eben getrennt von den eigenen Veröffentlichungen.

Und genau hier könnte eine KI-gestützte Analyse erstmals für Klarheit sorgen.

Nicht als Ersatz für eine juristische Bewertung, sondern als Werkzeug: Sämtliche verfügbaren Beiträge und Kommentare werden erfasst und nach wiederkehrenden Mustern untersucht. Welche Überschriften sind reißerisch? Wie häufig wird mit Ironie, Spott oder Zuspitzung gearbeitet? Welche Personen werden besonders häufig negativ dargestellt? Wie verändert sich die Tonalität über die Jahre? Und welche problematischen Kommentare bleiben trotz ihrer Inhalte bestehen?

Aus vielen einzelnen Beiträgen könnte so eine strukturierte Dokumentation entstehen, die anschließend juristisch bewertet werden kann.

Pressefreiheit – selbstverständlich. Aber was ist mit dem Verein?

Presse- und Meinungsfreiheit sind selbstverständlich zu respektieren. Auch ein Blogger darf 1860 scharf kritisieren.

Aber bei einem Vereinsmitglied darf man die Frage stellen, ob es auf Dauer unproblematisch ist, wenn jemand von außen permanent Vereinspolitik betreibt und damit gleichzeitig sein eigenes kommerzielles Einkommen erzielt.

Wenn ein Geschäftsmodell von Reichweite, Clickbait und der ständigen Erzeugung von Aufmerksamkeit lebt, dann sollte man zumindest einmal genauer hinschauen, ob sich daraus über Jahre ein tendenziöses Muster entwickelt hat.

Vielleicht ist alles davon legitim. Vielleicht zeigt die Analyse aber auch etwas anderes.

Dann hätte man endlich eine Grundlage – nicht für Empörung, sondern für eine sachliche juristische und vereinsrechtliche Prüfung.

Nägel mit Köpfen eben.

Last edited 30 Tage zuvor by AlexLionSince91
Hutti60

Zu Deinen Ausführungen passt sehr gut der für mich sehr bemerkenswerte und interessante Artikel von Business Punk:
https://www.business-punk.com/business/tsv-1860-muenchen-medien-berichterstattung-analyse-ismaik-verhandlung/
Etwas lang, aber durchaus lesenswert.
Auf der Seite findet man noch weitere spannende Artikel mit 1860-Bezug. Vor allem die Artikel zum Kreditgeber sind erhellend.
ELIL

Last edited 30 Tage zuvor by Robert Hutt
Vorstopper

Ich bin ehrlich gestanden nicht ganz so euphorisch wie Nicolai und die allermeisten Löwen. Natürlich bin ich froh darüber, dass der Kreditgeber wohl Geschichte ist, zusammen mit so unsäglichen Figuren wie Livingstone, Power oder dieser Relat. Das ohne eine einzige kritische Nachfrage geführte Interview ist in der Tat eine Ansammlung von Lügen und Unverschämtheiten. Den Typen würde ich stehen lassen mit seinen Vorschlägen und mich nie mehr mit dem an einen Tisch setzen. Ansonsten geht es mir eher wie Dennis, ich freue mich sehr über den Neustart, aber Tränen und Gänsehaut haben sich bei mir und eigentlich allen mit denen ich am Freitag zusammen war, nicht eingestellt. Vielleicht liegt es auch an meinem Alter, aber Jubelexplosionen etc. habe ich schon etwas heftiger in Erinnerung, als am Freitag. Aber egal, ich will hier niemanden seine Begeisterung madig machen. Ich hoffe, wir können bald mal so richtig Lärm erleben, beim ersten Aufstieg #ohneHasan.
Ansonsten nochmal mein herzlicher Dank an alle, die sich in den letzten Wochen unermüdlich für das eingesetzt haben, was wir jetzt erleben.
Einmal Löwe, immer Löwe 🦁

Stephan Tempel

Würde ich so unterschreiben. Wobei ich komplett verstehe und nachvollziehen kann, dass es bei Leuten wie Nicolai die unfassbares dafür geleistet haben, noch einmal ganz anders gewirkt hat.

Ich persönlich bin froh. Erleichtert. Dankbar.

Aber die ganz große Euphorie setzt bei mir (noch) nicht ein. Ein unfassbar großer Stolperstein wurde aus dem Weg geräumt (hoffentlich).

Viele andere Probleme bleiben. Ganz vorne wäre das Stadion zu nennen, welches dringend ausgebaut gehört. Dass die aktuelle (finanz-)politische Situation, die explodierenden Preise, unsere sportliche Situation… das alles nicht gerade leichter machen, als es vor 30 Jahren unter KHW gewesen wäre… ist für mich zumindest präsent und drückt die Euphorie-Bremse.

Ich hab mich Freitag riesig gefreut. Es war sehr schön. Ich unterstütze das im Rahmen meiner Möglichkeiten und hab bei Infront mal wieder einen Werbe-Vertrag unterschrieben. Alles kein Thema. Mein Verein für alle Zeit.

Aber an die Emotionen, die ich bei unseren Aufstiegen, den Derby-Siegen oder den internationalen Abenteuern hatte, kommt es bei mir persönlich aber nicht ran.

Mag zum Teil aber auch daran liegen, dass der Fußball wie ich ihn lieben gelernt habe ohnehin nicht mehr existiert.

Das führt hier jedoch zu weit, ist mein ganz persönliches Problem und es freut mich für alle, die bei einem Tor am Freitag vor Freude komplett eskaliert sind!

Dennis M.

“Aber egal, ich will hier niemanden seine Begeisterung madig machen.”

-> Ich finde, du hast einige Passagen sehr gut getroffen in deiner Ausführung. Ich will auch niemandem etwas madig machen oder die Gefühlslage runterschrauben – das steht mir auch gar nicht zu. Das Fundament wird gerade gelegt und das macht mich irgendwo ja auch hoffnungsvoll. Aber um wirklich glücklich zu sein bedarf es gemeinsame Aufstiege, den Ausbau des Stadions usw…. dann kann man auch wieder gemeinsame Erinnerungen schaffen, von denen man dann später mal erzählt 👍.

ultrafuehrers from hell

herein ins freie Giesing..??.. was sich da wohl die Menschen in der Stadelheimerstr. 12, in der “Pille” oder im Karee zwischen Soyerhofstr. und Mc-Graw-Graben dabei denken….

Also ich kann den Nicolai gut verstehen, aber jeder kann gerne auch wieder ein bisserl runterfahren.
Vielleicht gründen wir gleich noch das Königreich Giesing mit dem Räuber Kneissel und dem Wildschütz Jennerwein im Wappen??

Sechzig ist München, das Privileg ist Giesing(zumindest der ganz kleine, benutzte Teil…).

Das Viertel war mir in Verbindung mit den Löwen immer zweitangig erschienen, da ist man doch zu gern ein “Großstadtindianer” und war überall unterwegs(auch in Giesing..). War das nicht normal damals so ab 1977, zu Bayernliga-Zeiten und den goldenen KHW-Jahren?
Sechzig ist München, München das sind Wir…

Seeloewe

Sorry, aber der im Artikel angesprochene Aufkleber ist an Geschmacklosigkeit schwer zu überbieten. Das ist der berühmte Schriftzug des Bürgerkriegs in Nordirland in Derry. Bei dem Freiheitskampf gab es mehrere hundert Tote!
Ich bin seit Jahrzehnten immer wieder in Nordirland wegen familiärer Verbindungen und hab dort vieles davon mitbekommen. Sowas mit unserem „Freiheitskampf“ auch nur zu vergleichen ist völlig daneben und die Macher dieses Spruches sind total Respektlos.
Auch von dem Hr. Walch finde ich es sehr fragwürdig daß er bei so einem Aufkleber „Gänsehaut“ bekommt, als Jurist sollte man den Anstand und Respekt haben, solch einen geschmacklosen Spruch nicht auch noch weiterzuverbreiten.

Kraiburger

Also der Zusammenhang mit dem nordirischen Freiheitskampf erschließt sich nur mit sehr viel Wissen außerhalb von Sechzig. Ich habe da so einen Zusammenhang jedenfalls überhaupt nicht gesehen. Und bezweifel auch, dass es die Intention von Nicolai gewesen ist.

Seeloewe
Benson

Danke für den Kontext. Ich zitiere:

Es befindet sich an der Ecke zwischen der Lecky Road und der Fahan Street und wurde während des Nordirlandkonflikts zu einem Symbol des Widerstands gegen die britische Herrschaft in Nordirland. Das Wandgemälde an der Ecke zeigt die Worte „You are now entering Free Derry“ und wurde 1969 von örtlichen Bürgerrechtsaktivisten erstellt. Es wurde im Laufe der Jahre mehrfach restauriert und erneuert und bleibt ein wichtiger Ort des Gedenkens und des politischen Protests in Derry.

Politischer Protest von Bürgerrechtsaktivisten gegen den britischen Imperialismus? Ich sehe da jetzt nicht wieso man sich damit nicht identifizieren sollte. Ich kann da auch keinen Gewaltaufruf herauslesen.

Seeloewe

Ich habe nicht von einem Gewaltaufruf gesprochen.
Während des Nordirlandkonflikts gab es sowohl bei den Freiheitskämpfern als auch bei den Britischen Soldaten und vor allem auch bei Zivilisten mehrere hundert Tote. Das Symbol dieser Freiheitskämpfer bei uns zu verwenden ist meiner Meinung nach völlig daneben.
Natürlich bin ich froh über unsere Freiheit aber bei uns ging es nie um Menschenleben.

nicwest

Ich hatte da überhaupt nicht dran gedacht. Jetzt wo du es sagst, habe ich das Bild mit “Derry” vor Augen. Die tiefere Geschichte dazu kannte ich nicht. Sorry. Was meine Worte aber ständig mit “Jurist” zu tun haben sollen, erschließt sich mir nicht.
Gruß
Nicolai

Last edited 30 Tage zuvor by nicwest
Jan1860

Toller Kommentar, ich fand die Stimmung auch Bombe und hatte richtig Spaß endlich mal wieder im Grünwalder zu sein, vorm Spiel während dem Spiel Gänsehaut pur gehabt, nach dem 2:0 dachte ich sogar kurz dran das es das absolut perfekte erste Heimspiel wird aber naja man kann ja nicht alles haben😁

Jetzt muss ich aber doch etwas sehr widerliches fragen da ich mich mit rechtlichen Zeugs nicht so auskenne… Zählt es eigentlich schon zu einer Straftat, wenn man schreibt “Person XY erinnern mich mit Ihrem gebaren an Hitler, Stalin, Göring usw.?

Als ich das nämlich gelesen habe bin ich nämlich fast vom Glauben abgefallen und Frage mich wieviel Schei..e eigentlich die schweigende Mehrheit aka. “Weiß blau für den TSV” oder auch immer wie die sich nennen schreiben kann.

Kraiburger

Wo steht sowas?

Jan1860

In einer internen Gruppe von denen wurde dies geschrieben bzw von einer Person welcher (ich denke zumindest mal) einer der “höheren Tiere” von dieser Gruppierung ist.

Deswegen weiß ich natürlich auch nicht ob dies strafbar ist, da es ja perse nicht öffentlich geschrieben wurde aber diese Gruppe umfasst halt doch ca. 30 Personen.

Kraiburger

Kannst du mir da Screenshots an kraiburger @ gmx.de zukommen lassen?

Dennis M.

Party in Giesing
Nach dem Spiel entschwinde ich schnell in eine leere Gasse. Telefonat mit Robert von Bennigsen zum Geburtstag. Er ist im Urlaub und sehr glücklich über meinen Bericht. Kurze Stärkung mit einer Cola im Außenbereich einer fast leeren Spielo-Bar an der Tegernseer Landstraße. Gedanken an alte Zeiten. Leeds vor 26 Jahren. Derbysiege. 36 Stunden im Zug nach Borisov. Aufstiege.

War es jemals schöner als heute? Nein.

Grünspitz, Bamboleo, Bumsvoll. Party

-> Das sehe ich so gar nicht. Die Derbysiege gegen Bayern oder eine Auswärtsfahrt CL Qualifikation Leeds wecken in mir ganz andere Emotionen. Aber jedem das Seine. Wo ich zustimmen kann: die Freiheit und die Tatsache, dass man den Verein eigenständig aufbauen kann ohne Abhängigkeiten weckt auch in mir Glückseligkeit. Aber es wartet jetzt viel Arbeit um diesen Verein richtig aufzubauen. Ab geht’s 🤍💙

chiela 60

2.Teil von Dir… Ja, das war so und es war Damals als ich noch “jünger” war eine schöne Zeit. 1860 gegen Bayern. Haben auch mal 1:0 gewonnen. Da habe Ich mich nicht mehr Eingegrickt. Und so weiter usv. ABER JETZT Regionalliga. Freiheit! NEUBEGINN! 😉 Andere Kategorie. Freilich ist viel Arbeit vorprogrammiert und diese werden sie auch Meistern… Dieses Jahr vielleicht noch nicht (glaube aber schon) aber die nächsten Jahre werden zeigen wie weit wir kommen werden 😉. Deshalb 💙 WIRD,!!!

Benson

Den Gedanken hatte ich auch zunächst. War das jetzt krasser als der Derbysieg 99? Ich mein, damals hab ich geflennt wie ein kleines Kind. Freitag war auch ziemlich unbeschreiblich. Abendrot, Blick über das Rund, “mit Leib und Seele” ertönt, das war schon auch besonders. Aber geflennt habe ich jetzt auch wieder nicht.

Aber: 1999 waren wir alle nur Zuschauer. Das Tor hat Thomas Riedl geschossen und keiner von uns. Hier schreibt aber einer, wie wer den Tag erlebt hat, für den er selbst jahrelang gearbeitet hat. Freitag war die Krönung eines Kampfes, den Nicolai an vorderster Front geführt hat, und bei dem er auch ordentlich einstecken musste.

Ich glaube das macht schon einen Unterschied.

Ich selbst hab nicht viel beigetragen außer einer Spende an “football for the people” und ein bisschen Klinkenputzen bei einem Sponsor (mit ungewissem Ausgang).

Auch wenn der Präsident natürlich immer betont dass wir alle die geilsten sind: ein paar von uns haben mehr zu diesem Tag beigetragen als andere. Und denen gönne ich ihre Ehrenrunde von Herzen.

Julian

Ich konnte am Freitag leider nicht im Stadion sein… jetzt sitze ich hier auf meiner Couch, lese diese Zeilen und hab Gänsehaut am ganzen Körper und Tränen in den Augen.
Vielen Dank Nicolai, vielen Dank ans Präsidium, den VR und jeden der für die Freiheit des TSV München von 1860 e.V. gekämpft hat!

chiela 60

Ach wär ich auch nur dortgewesen… 😢 Muss ja wirklich eine Atmosphäre dort gewesen sein 🤗

Uwe

Dem emotionalen Verbalexkurs von Nicolai Walch kann ich zum Teil folgen. Auch ich freue mich über den Neustart von 1860.
Dennoch sehe ich es nicht ganz so euphorisch.
“Dieser Weg wird kein leichter sein – dieser Weg wird steinig und schwer.”
Deshalb bei aller Löwenliebe – ich war 1973 zum ersten mal im Sechzger – müssen wir alle viel Geduld und Demut mitbringen und vor allem alle an einem Strang ziehen! Auf in die Zukunft!

Loewenstark

Ja, ich sehe auch, dass die Löwen eigentlich viel Demut mitbringen sollten, stattdessen sehe ich aber nur naiv Schuldzuweisungen an den Investor, der Sechzig immerhin viele Jahre 2. und 3. Liga ermöglichte und auch stets die Chance aufzusteigen.

Warum das aber letzendlich nicht gelang hatten immer die Verantwortlichen, Spieler und Trainer selbst in der Hand bzw im Fuß.

Ob 1860 auf absehbare Zeit höher als Regionalliga spielt, bleibt wohl auch lange abzuwarten.

Langjährige Löwen Fans wie ich erinnern uns auch an Bayernliga Zeiten, wo es sehr, sehr  lange dauerte bis man tatsächlich wieder höherklassig spielen konnte.

Damals hat es übrigens keine so Worthülsen wie Freiheit für 60 und was weiß ich was gegeben .

Damals hatte man immerhin eingesehen es selbst verbockt zu haben und ist ohne Sündenbock ausgekommen und hat keine Kullertränen verdrückt.

Ein Unentschieden zu Hause gegen Augsburg 2 zu feiern, ist schon eher peinlich, aber ich denke da werden wir uns daran gewöhnen müssen.

Schauen wir mal, wie es weiter geht.

Der Saisonstart war jedenfalls wie eigentlich zu erwarten schwach. Es sieht wohl eher alles nach einem Kater aus als nach einem Löwen, wenn man so ehrlich und von mir aus frech sein darf.

chiela 60

Aus 🐱 wird 🦁! 😉

ThomasZander

„… den Investor, der Sechzig immerhin viele Jahre 2. und 3. Liga ermöglichte und auch stets die Chance aufzusteigen.„

Man kann immer nur hoffen, dass sowas nicht erst gemeint ist. Und was hat er alles zerstört, der „Investor“ (ist ein Investor nicht jemand der Geld gibt und nicht nur Kredite?). Ein Abstieg aus der 2. Liga, zweimal die 4, unzählige Spieler ablösefrei weg, bundesweit lächerlich gemacht durch den Mehrgewichtigen mit der Zigarre, immer mehr Schulden, Sponsoren werden verschreckt, sein schmieriges Personal, Merch bringt auch keine Erlöse etc etc etc

Ich versteh euch Leute wirklich nicht.

Last edited 30 Tage zuvor by ThomasZander
Steininger

Chapeau! Aufrichtiger und treffender Kommentar. 1982 war der DFB der Sündenbock für viele.
Hoffentlich wird das Kapitel Investor aus Middle East bald vollständig und endgültig abgeschlossen sein. Dann ist Schluss mit den Fingerzeig auf Schuldige und die jetzt in Verantwotung stehenden können zeigen daß sie es besser machen.
Aber ich stell mich da tatsächlich auch auf eine Zeitspenne von mi destens 5 Jahren ein…

age

Die 5 Jahre machen das Kraut auch nimmer fett oder hast die vergangenen glorreichen 20 Jahre mit 4 Abstiegen und nur einem Aufstieg schon wieder vergessen?
Und jetzt überleg mal wer mehr Schaden angerichtet hat bzw. anrichtet, die Großmannssucht mit AA und Knebelvertrag oder der Neuaufbau mit Demut?

Ausserdem würde ich mich schämen, sich Löwenfan zu nennen und dem eigenen Verein einen Bankrott zu wünschen.

Last edited 30 Tage zuvor by age
Bastixx1860

Wie soll man durch Schulden jemals was erreichen, warum verstehen soviel Leite nicht das er nichts geschenkt hat…..

Leonie60

“den Investor, der Sechzig immerhin viele Jahre 2. und 3. Liga ermöglichte und auch stets die Chance aufzusteigen.

Warum das aber letzendlich nicht gelang hatten immer die Verantwortlichen, Spieler und Trainer selbst in der Hand bzw im Fuß.”

das hört sich so an, als hätte er Geld gesponsert und die Verantwortlichen hätten es ausgeben können wie sie wollten und haben es trotz Ismaiks “Großzügigkeit” vergeigt.

Das ist von der Wahrheit so wie weg wie der Mars von der Erde und das weisst du auch.
Lass es doch bitte solchen Mist zu behaupten.

Loewenstark

Ich finde es eher sehr großen Bullshit mehr der wenger zu behaupten, Ismaik hätte alles bestimmt und nur er allein wäre für alles verantwortlich. Das ist nämlich sehr weit von der Realität entfernt.

Mang und auch sein Vorgänger haben doch nie selbst für irgendwas Verantwortung übernommen , wenn Ziele nicht erreicht wurden.

Den Scheich, der sowieso keine Ahnung von Fußball hat, alles zuzuschreiben, war schon immer viel zu simpel.

Schon erstaunlich, wie man versucht und es geschafft hat so zu polarisieren um eine künstliche Aufbruchstimmung zu erzeugen, die aber doch nur temporär befristet sein kann.

Der Mars ist offenbar von der Erde manchmal näher entfernt als man glaubt.

 

Leonie60

Wo behaupte ich das aus deinem 1. Absatz? Du hast genau das Gegenteil behauptet und ich habe widersprochen. Deine Ausführungen waren zu simpel und anstatt alles differenzierter zu betrachten wirfst du den aktuell Handelnden vor “künstliche” Aufbruchstimmung zu erzeugen. Was ist daran bitte künstlich?

Natürlich ist Aufbruchstimmung immer temporär das liegt in deren Natur.
im Fussball wird man nie alle Ziele erreichen und es wird immer Rückschläge geben, auch das liegt in der Natur der Sache. Man kann es immer nur bestmöglich versuchen erfolgreich zu sein.

Dass aber die Zeit mit Ismaik geprägt war von natürlich! genau dessen unzähligen Aktionen, die Misserfolg bedeutet haben (Ursache und Wirkung) ist doch sonnenklar. Sag mir doch bitte wie es hätte mit Ismaik weitergehen können? Vor allem erfolgreich weitergehen?
Den meisten ist klar, dass das eben nicht möglich gewesen wäre und deshalb feiern wir jetzt dass er weg ist, warum? Weil es die! Chance ist es endlich vernünftig zu versuchen, Erfolg zu haben.

Kraiburger

Jetzt verwechselst aber was.

“Dank” dem Investor mussten wir erneut den Gang in den Keller antreten.

Dass, was wir am freitag gefeiert haben, war nicht dass wir dank ihm in den Keller gegangen sind. Sondern dass wir im Keller wieder das Licht angemacht haben und dafür gesorgt haben dass – egal was kommt – dank ihm nicht in drittes mal in den Keller gehen können.

Vor 3 Wochen noch standen wir vor dem “totalen Kollaps” (sic Bild), und nun waren wir gegen die zweitvertretung einer Bundesligamannschaft vor 15.000 Zuschauern (wovon knapp 9.000 zum zweiten Mal in einer Sommerpause die teuerste Dauerkarte Deutschlands gekauft haben) 90 Minuten die bessere Mannschaft.

Wir sind noch lange nicht fertig!

Wir haben den ersten Schritt gefeiert. Wir wissen, dass noch ein langer, steiniger Weg vor uns liegt. Aber vor 3 Wochen hätte uns niemand mehr den ersten Schritt zugetraut.

Und genau deswegen war der Freitag ein Zeichen dafür, dass wir noch lange nicht fertig sind!

Wir fangen gerade erst an!

Dennis M.

Kann dir ziemlich beipflichten.

Aber 90 Minuten die bessere Mannschaft waren wir nicht. Mit den ersten 45 Minuten gehe ich d’accord. Danach ist der Faden gerissen.

chiela 60

👍 Vollkommen richtig von Dir 😊

Loewenstark

…. die beiden Gänge in die Regionalliga hatte Sechzig doch schon im Wesentlichen selbst verschuldet. So ehrlich muss man einfach sein.

2017, wie auch 2026 galt nämlich Sechzig aufgrund namhafter Spielerverpflichtungen jeweils von zahlreichen Experten vor den Saisonen als Aufstiegsfavorit, sprich es wurde Geld investiert.

Woher kam vor einem Jahr oder vor 10 Jahren das Geld, woher auch die Euphorie?

Kein Geldgeber dieser Welt kann nach dem Nichterreichen von Zielen zufrieden sein, wenn, wie geschehen, in den jeweiligen in der Katastrophe endenden Saisonen eben der Aufstieg nicht geklappt hat.

Wer war stets am nächsten an der Mannschaft? Wohl kaum Ismaik.

Wer hat immer gesagt, 50 plus 1 zu besitzen, aber letztendlich keine Verantwortung übernehmen?

Ich glaube jeder andere Geldgeber würde bei Misserfolg ähnlich reagieren.

Ich denke wir werden künftige Misserfolge sehen und danach lass uns mal schauen wer dann dafür herhalten muss?

Man (g) wird schon wieder eine Ausrede finden, da bin ich mir sicher.

Mang & Co wollten einfach die Trennung, die sie doch schon lange in der Schublade hatten.

Sich jetzt für ihr doch nur angeblich schnelles Handeln feiern zu lassen, passt zu Showmann Mang, aber auch er wird letztendlich scheitern und man kann nur weiter hoffen, dass danach dann endlich mal eine Führung kommt, die den Verein weiter bringt. Es wird schwer werden, da sehr viel Vertrauen verloren gegangen ist.

 

 

Leonie60

“…. die beiden Gänge in die Regionalliga hatte Sechzig doch schon im Wesentlichen selbst verschuldet. So ehrlich muss man einfach sein”.

Eine glatte Lüge mit “so ehrlich muss man sein” abzuschließen ist schon hanebüchen.

Last edited 30 Tage zuvor by Leonie60
Kraiburger

Lass ihn,

er hat immer an das Gute an Hasan Ismaik geglaubt und sieht noch nicht ein, dass er enttäuscht wurde. Er braucht seine Zeit!

Vorstopper

Eigentlich unglaublich der Schwachsinn, aber es scheint sich um einen typischen Ork zu handeln, der 1:1 das übernimmt was ihm der Vorbeter bei Mordor24 einflüstert.

Kraiburger

Sorry “Löwenstark”, aber da kommen wir einfach nicht zusammen!

Diese Unterstellung, der Absturz in die Regionalliga und das Einreichen eines Insolvenzantrags wäre von Anfang an der Plan gewesen, ist eine bodenlose Frechheit und unterstreicht meine Annahme, dass du dich in den letzten 15 Jahren sehr einseitig informiert hast.

Sei es wie es ist: Weshalb gerade nach den letzten 3 Wochen Vertrauen verloren gegangen sein soll, kann ich nicht erkennen. Dazu hast du sicher deine eigene Wahrheit.

Meine Wahrheit ist, dass niemand den Absturz in die Regionalliga wollte. Zu dieser Wahrheit gehört, dass für die dritte Liga bereits 9.000 Jahreskarten verkauft waren.

Zur Wahrheit gehört auch, dass Sechzig jetzt wieder vollumfänglich für sich selbst verantwortlich ist. Natürlich muss man dieser Verantwortung gerecht werden, da beißt die Maus keinen Faden ab. Aber ich bin da vollkommen überzeugt, dass wir erstens in der Regionalliga diese Saison eine Rolle spielen werden, und zweitens finanziell sinnvoller arbeiten werden, als wenn uns ständig jemand rein grätscht.

Ich will jetzt endlich einfach nicht mehr zurück blicken. Die 15 Jahre waren ein riesiges Missverständnis. Hasan Ismaik hat Sechzig nicht verstanden, Hasan Ismaik hat den deutschen Fußball nicht verstanden, Hasan Ismaik hat 50+1 nicht verstanden. Und niemand hat Hasan Ismaik verstanden.

Jetzt ist Sechzig wieder für sich selbst verantwortlich. Und das ist auch gut so!

Muckl

Immer wieder faszinierend, wie man als Fan vom selben Verein in zwei so unterschiedlichen Welten leben kann…

Benson

Dir ist vermutlich schon klar gewesen dass du für so einen Kommentar viel Gegenwind kriegst.

Das mit den Kullertränen und den Worthülsen finde ich unnötig gehässig. Ich weiß echt nicht was du damit erreichen willst. Tut mir auch echt leid, dass wir dir peinlich sind, aber ich glaube da kann ich dir nicht recht weiterhelfen.

Hast du vielleicht irgendwelche Fragen darüber was in den letzten Jahren abseits des Platzes so passiert ist und wieso deshalb so viele Fans gerade die Freiheit so feiern? Hier sind ganz viele Leute die dir da bisschen was erzählen können. Vor allem der Verfasser dieses Kommentars könnte dir Sachen berichten, da würdest du vielleicht ein bisschen ins Grübeln kommen, ob wir wirklich den Herrn Investor und seiner Entourage mehr Dank schulden.

Oder glaubst du du weißt schon hinreichend Bescheid?

Vorstopper

Boah Oida, ganz schön viel Blödsinn. Das mit dem „Investor“ alleine ist schon hanebüchen, der Rest nicht viel besser. Übrigens, ich war damals auch dabei und natürlich wurde der DFB beschimpft. Als Hauptschuldiger wurde der damalige Präsident, der CSU Bundestagsabgeordnete und Haushaltsexperte (😂) Dr. Erich Riedl ausgemacht.
Ganz ehrlich, peinlich ist nicht, dass sich am
Freitag 14000 Menschen über den Neuanfang gefreut haben, sondern dein weinerlicher Beitrag.

Dennis M.

Ich finde es auch gut, aber jetzt gilt es Erfolge zu feiern – Aufstiege, Stadionausbau, wirtschaftliche Entwicklung, vollständige Abwicklung der Insolvenz der KGaA. Dann wird das Ganze untermauert und wird rund. Viel Arbeit liegt noch bevor. Aber die Aussicht ist zugegebenermaßen so gut wie wohl seit Ewigkeiten nicht mehr, dass hier eine Perspektive entsteht.

Kraiburger

Ich werde ab sofort Biel Ballester Relat für immer mit “schmutziger Wäsche” in Verbindung bringen!

Der wollte wirklich, dass ihm die Mitarbeiterinnen die Wäsche wäscht? Was für ein Schlumpf!

United Sixties

Danke für Deinen leidenschaftlichen Bericht zum vergangenen Freitagabend auf und um Giesings Höhen.
Ja es war einzigartig berührend und ja es war besonders! Aber auch ja : es war schon schöner als an diesem Tag für unser 1860:
Deutscher Pokalsieger 1964 und Wembley 65
Deutscher Meister 1966 und Vize 67
sowie die Aufstiege in die 1. Bundesliga
1977, 1979 und besonders 1994 !
Das 3:2 1984 gegen Freiburger FC
Das 6:1 Gründonnerstag 1984 gegen Fürth
Leeds und Parma 2000 .

Aber ja : dieses historische Heimspiel für unseren Verein im Befreiungskampf mit HAM in Insolvenzphase KGaA bleibt unvergesslich!

Dennis M.

1999/2000 war die schönste Saison für mich. Ob ich sowas nochmal (annähernd) erleben darf? Zumindest mal ein richtiger Aufschwung wäre wirklich wünschenswert jetzt.

Magic

Ehrlich gesagt fand ich es 1999/2000 schon schöner mit zwei Derbysiegen und der Quali in Leeds … oder noch emotionaler das 0-4 , 4-0 , 2-0 im Jahr 1977, insbesondere als 14jähriger die Auswärtsfahrt nach Bielefeld ein unvergessenes Erlebnis, Beginn etwa 5 h am Hauptbahnhof … aber ich kann mit der aktuellen Situation auch gut leben … mal schauen, was die Zukunft noch bringt …

Dennis M.

Es ist ein Anfang (in eine hoffentlich) bessere Zukunft. Das macht mich schon auch glücklich. Jetzt muss aber wirklich akribisch gearbeitet werden. Dann kanns was werden.

Merve

Sorry, warum bloß 1000 Shirts ?????

Beim Freiheit für 60 Shirt waren es schon viel

Zu wenig !!!!!

Kraiburger

Ich vermute, das dürfte ebenfalls ein wenig dem Zeitdruck geschuldet gewesen sein. Auch 1000 Shirts musst du erstmal produzieren. Fairtrade versteht sich!

Hollowlegs1860

hab‘ als halbe irin mütterlicherseits, die 1978 mit fünf vom papa das erste mal mit zu sechzig genommen wurde, eine kleine träne im auge. sehr schöner beitrag 🩵