Die Saison in der dritten Liga ist gerade erst vorbei und schon vorher überschlugen sich in den Kommentarspalten, Chatgruppen und anderen Foren die Forderungen nach Trainerentlassungen, neuen Spielern und rigorosen Umstellungen. Wüsste man nicht über die Vergangenheit Bescheid und hätte keine Tabelle zur Hand, müsste man meinen die Löwen wären am letzten Spieltag knapp dem Abstieg entronnen und die aktuellen Verantwortlichen hätten die Gründe dafür selbst herbeigeführt, da sie in langen Amtszeiten die strukturellen Bedingungen mitbestimmt hätten.
Frust und die goldene Ananas
Auch ich war und bin zum Teil noch immer frustriert über viele Auftritte der Mannschaft, die vermeintliche Perspektivlosigkeit in den letzten Wochen im Kampf um die goldene Ananas. Wenn man dann aber einen Schritt zurücktritt und das Saisonergebnis nüchtern betrachtet, kann man sich diesen Frust nicht mehr ganz erklären. Oder vielleicht nur unter den Maßstäben der Löwenlogik. Denn immerhin sind wir noch immer beim TSV 1860 und da gibt es bekanntlich nur höchste Höhen, tiefste Tiefen und wenig dazwischen.
Eigentlich sind wir wieder mal selbst Schuld und haben uns die vergangene Spielzeit hauptsächlich mit einer überzogenen Erwartungshaltung selbst ruiniert. Für die Mannschaft sollte das egal sein, aber für unsere Gemütsverfassung ist der selbst gesteckte Referenzrahmen maßgeblich für die danach gefühlten Realitäten. Wie auch die damaligen sportlichen Verantwortlichen haben wir zu viel Hoffnung in große Namen gesetzt, die faktischen Realitäten der dritten Liga ausgeblendet und sind ins Träumen geraten. Alles ok – bei uns Fans – aber jetzt müssen wir uns mal wieder mit den Fakten beschäftigen.
Leichter Aufwärtstrend an der Grünwalder Straße
Und diese bescheinigen den Löwen einen klaren Aufwärtstrend in den letzten drei Jahren. Nach dem Absturz der mit dem Ende der Ära Köllner einherging und auf Platz 15 mündete, hat man sich kontinuierlich nach oben gearbeitet. Nach Platz elf in der Folgesaison steht nun endlich wieder ein einstelliger Tabellenplatz zu Buche. Dieser wurde trotz massiver Verletzungsproblematik, der ständigen Unruhe im Verein und einem sehr eindimensional zusammengestellten Kader erreicht. Ein Trainer, der ganz ohne eigenen Staff und quasi ohne Vorbereitungszeit neu zum Team stößt, kann da auch keine Wunder vollbringen.
In der mittleren Frist gibt es außerdem durchaus Hoffnungsschimmer, die einen weiteren Aufwärtstrend möglich machen können. Es wurden in der zweiten Saisonhälfte sehr viele junge Spieler eingebaut die ihre Qualität und Profitauglichkeit eindrucksvoll unter Beweis gestellt haben. Profis, die sich aus meiner Sicht nicht genug mit dem Verein identifiziert haben und eher sportliches Mittelmaß darstellten, wurden abgegeben. Außerdem wurde von der sportlichen Leitung eine klare Marschrichtung für die Zukunft vorgegeben.
Vertrauen als Schlüssel zum Erfolg?
Nun ist es an uns, die Verantwortlichen ruhig arbeiten zu lassen. Gut Ding will Weile haben und diese müssen wir als Umfeld des Vereins endlich zulassen. Vor zwei Jahren noch mitten drin im Abstiegskampf und jetzt ist uns Platz 8 schon wieder nicht gut genug. Manfred Paula versteht den Verein und die Jugendarbeit im Löwen-NLZ wie kein Zweiter und Markus Kauczinski weiß wie man in Liga 2 aufsteigt.
Wohin Vertrauen in die handelnden Personen führen kann, sieht man z.B. in Cottbus. Ich war live dabei, als in Unterhaching der fix eingeplante Aufstieg vergeigt wurde, und trotzdem hat man an Claus-Dieter Wollitz festgehalten. Mittlerweile haben die Lausitzer uns überholt und treten in der kommenden Saison im Unterhaus an.
Die Giesinger Gedanken erscheinen regelmäßig als Kommentar und sind die persönliche Meinung eines Mitglieds unserer Redaktion oder eines Gastautors. Sie spiegeln nicht grundsätzlich die Meinung der gesamten Redaktion wider.











Puh… harter Tobak. Und meiner Meinung nach ein ziemlicher Blödsinn.
Fangen wir mal ganz unten an: Dem Vergleich mit Cottbus. Cottbus hatte in der betreffenden Person die Regionalliga Nordorst Souverän mit sieben Punkten Vorsprung gewonnen und ist lediglich in der Relegation gescheitert. Such doch mal raus, wie oft ein “Meistertrainer” rausgeworfen wurde, weil sich der Verein dann in der Relegation nicht durchgesetzt hat.
Kaum jemand entlässt einen Trainer, weil es dann in einer Münzwurfentscheidung schlecht gelaufen ist. Hier hinkt der Vergleich also schon mal.
“Eigentlich sind wir wieder mal selbst Schuld und haben uns die vergangene Spielzeit hauptsächlich mit einer überzogenen Erwartungshaltung selbst ruiniert.”
Für 17 von 20 Trainern waren wir Favorit auf den Aufstieg. Wie kann man da ernsthaft davon reden, dass wir uns die Saison mit einer überzogenen Erwartungshaltung selbst ruiniert haben?
“…trotz… der ständigen Unruhe im Verein…”
Meiner Meinung nach war es im Verein so ruhig wie seit vielen Jahren nicht mehr. Im Juli hat´s noch mal gekracht mit dem Anteilsverkauf, aber in der Saison: Ruhe. Selbst von Hasan hat man – öffentlich – nichts gehört. Power weg. Saki weg. Herrliche Ruhe. Fast schon beängstigend.
Du siehst einen Aufwärtstrend in der zweiten Saisonhälfte. Ich sehe erschreckend blutleere Auftritte. Nimm mal die letzten Spiele:
Die bereits abgestiegenen Ulmer mit Mühe 3:2 daheim geschlagen. Bei den grottenschlechten und bereits abgestiegenen Schweinfurtern dann 1:1 auswärts. Dann daheim gegen Ingolstadt verloren – Ingolstadt beendet die Saison als 13… und am letzten Spieltag in Verl dann mit 3:0 unter die Räder gekommen.
Sauberer Aufwärtstrend ;).
“Außerdem wurde von der sportlichen Leitung eine klare Marschrichtung für die Zukunft vorgegeben.”
Ach… ja dann. Dann ist ja alles gut. Hoffen wir mal, dass uns das dann in einem Jahr nicht als “überzogene Erwartungshaltung” verkauft wird.
Ich bleibe dabei: Mit der Truppe muss man aufsteigen. Oder zumindest vorne mitspielen. 16 Punkte hinter einem Aufstiegsplatz ist mit dem Kader einfach zu wenig. Und einen Aufwärtstrend sehe ich beim besten Willen nicht.
Grüße
PS: Dieser Kommentar wurde ganz ohne KI geschrieben 😉
Jetzt muss ich mich einen Tag und ein Spiel später korrigieren: Ein 1:1 nach 90 Minuten ist natürlich ein „Aufwärtstrend“ 😉
Und man hat sogar bis kurz vor Schluss 1:0 geführt, Stephan!;)
Wahnsinn dieser Aufwärtstrend…
Ich sehe es ein bisschen anders.
für mich ist absolut nicht verständlich, wenn es grundsätzlich egal ob das Spiel gut oder schlecht war, fast nach jedem Spieltag 2-3 tage freigibt, und unser Coach nach Hause fährt. Entweder ich brenne für den Verein, oder ich tue es eben nicht. Es gab Niederlagen,, da wären sie bei jedem anderen Trainer nach einer desolaten Leistung wahrscheinlich nach Hause gelaufen oder hätten am nächsten Tag ein Straftraining bekommen oder sonst was? Bei uns heißt es immer nur Dosierung.
Natürlich hatten wir viele Verletzte, das will ich auch gar nicht bestreiten, aber ich finde die Trainingsmoral und die Intensität einfach viel zu wenig. Schau dir mal die Einheiten von Osnabrück, Cottbus oder andere Mannschaften an die oben stehen. Da haben sie bei uns das reinste Schlaraffenland.
wie gesagt, das ist meine Meinung aber ohne Identifikation und Trainingsbereitschaft kannst du keine Leistung bringen!
Aus Interesse.
Kannst du die Trainingseinheiten dieser Mannschaften Osnabrück/Cottbus hier mal rein stellen. Oder woher weißt du wieviel die trainieren?
Weil ich mir viele Trainingsinhalte und Trainings in Deutschland ansehen, da ich viel unterwegs bin. Cottbus Jn in der Regel zwei Trainingseinheiten je 60-100 . Das ist Fakt. Da gibt es auch nicht 2-3 Freitage nach jedem Spiel wie bei uns.
Dem kann ich nur 100% zustimmen.
Ich hoffe die Verantwortlichen bekommen eine Chance in Ruhe zu arbeiten und am Ende der Saison kann man dann über deren Zukunft entscheiden. Meine Erwartungen sind obere Tabellenhälfte; deutlich attraktiverer Fußball; weiterhin die Einbindung junger Talente und mehr Konstanz was den Einsatz der Mannschaft betrifft. Ich glaube wenn sie das hinbekommen hätten wir eine gute Grundlage auf der wir aufbauen könnten.
Was ich nicht sehen möchte ist wie voreilig mitten in der Saison Entlassungen oder Vertragsverlängerungen durchgeführt werden, beides hat meiner Meinung nach zu dem Zeitpunkt nur sehr selten einen Sinn.
Ich werde erst nach dem Spiel am Samstag Bilanz der Saison ziehen. Was die Liga angeht, es ist und bleibt enttäuschend.
Am Samstag wird die Saison nicht gerettet, die ist verkackt!
Der TOTO Pokal ändert daran nix.
haha peter: realitätsverschiebung ist glaubwürdiger…..
ich saß nicht im bamboleo und hab die meisterschaft vorhergesagt und schuld bin ich schon gar nicht. aber geißel dich ruhig selbst dafür 😉
lebbe geht weidda…..
Also wenn man mal ehrlich ist:
Für diesen Kader war das eine brutalst enttäuschende Saison. Wenn man dann noch auf die Statistiken von Magenta schaut, sind die Löwen 17. nach expected points und 20. nach expected goals.
Auch wenn solche Statistiken natürlich nicht alles sagen, so sind sie doch ein Indiz, dass man tabellarisch sogar noch deutlich überperformt hat und man einige Spiele, was übrigens auch meiner subjektiven Wahrnehmung gerade während der Siegesserie entspricht, ziemlich glücklich gewonnen hat.
Im Totopokal darf man auch drei Kreuze machen, dass man a) schon mehr Losglück hatte als andere und nicht z.B. schon vorher gegen Ingolstadt ran musste und b) muss man ehrlich sagen, dass der Sieg in Regensburg einfach nur glücklich war, Haugen und Dähne sei dank.
A propos, ziehe man mal eben diese beiden ab, dann wäre diese Saison voraussichtlich wirklich zappenduster geworden. Und mal ohne Fanbrille, sicher hat ein Volland nicht so schlecht gespielt, aber von einem Spieler seiner Klasse, der immerhin Champions League und Nationalmannschaft gespielt hat und noch voll im Saft steht war das doch auch weit unter den (realistischen) Erwartungen. Platz 41 in der Scorerliste, gleichauf mit einem gleich alten Marcel Bär, der die erste Saisonhälfte mit gerissener Achillessehne raus war, sollten ein Indiz geben. Von Niederlechner mal ganz zu schweigen.
Als DER Aufsteigsfavorit gestartet ist man krachend gescheitert, das muss man einfach objektiv zugeben. Und wer die Spiele und eben auch die Statistiken anschaut, kann schwer von einem Trend nach oben sprechen, zumindest objektiv ist dieser abseits eines Tabellenplatzes, der mit satten drei (!) mehr erzielten Punkten als im Vorjahr, ist das einfach nicht zu begründen, geschweige denn zu belegen.
Immer noch würde ich gern wissen, warum Werner und Glöckner ohne echten Außenstürmer in die Saison gegangen sind, dafür aber mit 5 Außenverteidigern, nur um sich total abhängig von der 3er-Kette zu machen
Dem gibt es eigentlich nichts hinzuzufügen.
Sehe es genauso.
👍👏👌🤝Ich denke, dass ist eine sehr gute von mehreren kritisch realistischen Einschätzungen zu unserer Saisonleistung, die meine ganze Zustimmung findet, ganz im Gegensatz zu der doch für meine Auffassung sehr schönrednerischen realitätsfernen Beurteilung des Artikels. Unser Team ist weit unter seinen Möglichkeiten der Leistungsfähigkeit geblieben, ausgehend von der Kaderqualität vieler Spieler. Dass das vermeintliche große Leistungspotenzial unseres Kaders nicht annähernd ausgeschöpft u. weiterentwickelt wurde u. der doch recht gute Kader über längere Zeit nicht zu einem sich kontinuierlich gut entwickelnden zusammengeschweißten spielstarken Team als feste Einheit mit einer optimal zum Kader passenden, guten, effektiven, erfolgreichen Spielphilosophie, Taktik, Spielweise u. Spielqualität geformt wurde u. nicht zu bestmöglichen Ergebnissen über die gesamte Saison geführt hat, dafür ist der Trainer mit seinem Trainerteam verantwortlich, insbesondere Markus Kauczinski in seiner doch nun schon längeren Trainerzeit bei uns. So knallhart u. unverblümt muss ich das hier einfach auch nochmal sagen. Und das hat ganz u. garnichts mit überzogenen Erwartungen zu tun!
Unsere Bilanz u. das Ergebnis der Saison wären wenigstens vergleichsweise mit Hansa Rostock, SC Verl, dem MSV Duisburg o. Alemannia Aachen erwartbar gewesen, ohne den Aufstieg als alleinige Erwartung u. als einzig zählbaren Erfolg zu werten. Aber selbst das haben wir nicht geschafft, sind nicht 3., 4., 5., 6. o. 7er geworden, sondern sind mit 8 Punkten weniger zum 7., Alemannia Aachen, weit abgeschlagen nur auf dem 8. Platz gelandet.
Mein Kurzfazit: Die Leistung u. das Ergebnis war diese Saison zu unseren kadermäßigen Möglichkeiten insgesamt einfach unterdurchschnittlich mittelmäßig bis schlecht!!!
Was heißt denn “überzogene Erwartungen”???
Die Einschätzung der Mannschaft und ihrer Leistungsfähigkeit vor der Saison wurde doch von Fachleuten geäußert, nicht nur von Dauer Optimisten.
Da war z.B.das Fußballmagazin KICKER, bzw der allergrößte Teil der 3. Liga Trainer die 1860 auf einem ganz anderen Niveau gesehen haben.
Und mal unter uns, von Platz 11 auf Platz 8 als Aufwärtstrend zu verkaufen ist doch schon eher Comedy, oder?
Ich hatte den Eindruck das zum Ende der Saison die Mannschaft spieltechnisch immer schlechter wurde. Also einen Trend nach oben sehen ich beim besten Willen nicht.
Vor allem sollte schon das Ziel sein kurzfristig in die 2. Liga und langfristig in die 1. Liga aufzusteigen. Natürlich kommen auch Rückschläge etc dazu, aber kann mit der ambitionslosen Denkweise auch gar nichts anfangen. Viele Löwenfans aber auch nicht.
Das ist nicht ambitionslos, das ist realitätsfern!
Und bei aller Liebe, Herr Paula ist für mich kein Sportgeschäftsführer.
Ich habe in einem anderen Kommentar hier auch schon gefragt, wie man darauf käme, dass Paula 1860 verstünde? Woran macht man dies fest? Bisher hat er mich auch nicht überzeugt. Er mag in der Jugendarbeit gute Arbeit machen, aber einen Kader zusammenzustellen im Herrenbereich ist schon was anderes…
Muss man nicht eher die Frage stellen, womit manche Experten begründen können, dass Paula 1860 nicht verstünde?
Da er bei 60 bisher keinen Herren-Kader zusammen gestellt hat, ist für mich jedes Urteil darüber reine Spekulation. Und dass er auf teure Wintertransfers wie Holzhauser verzichtet hat, spricht eher für seine Kompetenz.
Und wenn ich dann lese, dass manche meinen, Lauth sei die richtige Person für die Position eines SD, dann zweifele ich stark an solchen Beurteilungen.
Klar ist es Spekulation, deshalb meine Frage, woran man es festmache.
Das mit den Wintertransfers sehe ich anders: natürlich braucht es da keine Holzhausers. Das fehlende Tempo und die fehlende Kreativität waren aber klar ersichtlich und hat man dann in der Rückrunde auch deutlich gemerkt. Also das spricht eher gegen seine Kompetenz. Warten wir mal den Sommer jetzt ab.
Wer sagt, dass MK und MP die Schwachstellen im Kader nicht gesehen haben? Um diese Defizite auszugleichen hätte es die Spieler aber mit Wechselabsicht nach München aber bedurft. Und vor allem hätte es Mittel benötigt, um z.B Abiama zu verpflichten, der wohl des Geldes wegen nach Essen gewechselt ist. Selbst DB24 hat nicht vermeldet, dass Ismaik Mittel für Kaderverstärkungen bereit gestellt hätte.
Also wenns kein Geld gibt im Winter 2 Spieler auszuleihen, dann macht es mit 60 schlicht und ergreifend keinen Sinn mehr. Da sind wir wieder beim Gesellschafterwechsel. Der ist neben dem Aufstieg und dem sauberen Ausbau des Stadions auch überfällig…
Was 60 gebraucht hätte wären zwei Unterschiedsspieler gewesen, einer hätte Deniz ersetzen sollen. Und die hätte man im Winter kostengünstig ausleihen können? Ist das nicht etwas illusionär? Vermutlich wären für solche Spieler neben hohen Gehältern auch noch Zahlungen an den ausleihenden Klub erforderlich gewesen. Fast geschenkt …
Ich finde den Spieler Deniz gar nicht so entscheidend. Bis zur Verletzung im November lief ja auch mit ihm nichts zusammen. Das ist sicher keine Gurke, aber der krasse Unterschiedsspieler ist er nicht. Im Mittelfeld hat schon sehr viel im Zentrum und auf der Außenbahn gefehlt. Ich bin kein Freund von Danhof und Rittmüller. Das sind keine Flügelspieler für mich. Fehlende Technik, zu wenig Assists und keine Torgefahr. Flanken kommen auch nicht an. Also es hätten schon 2 Flügelspieler und einer für die 10er Position gefehlt.
Wirtschaftliche Realitäten prallen offensichtlich an dir ab? Stand jetzt plant die KGaA mit einem deutlich abgespeckten Budget für die kommende Saison. Und da glaubst du tatsächlich, man hätte einfach mal so drei Unterschiedsspieler zusätzlich in der Winterpause holen können. Mit welchen Geld denn bitte? Und dafür wird dem GF dann noch ein Fehlverhalten attestiert.
Die prallen tatsächlich an mir ab, weil man 10 Jahre jetzt Zeit hatte einen Gesellschafterwechsel vorzunehmen, den Stadionausbau voranzutreiben, aufzusteigen und neue Sponsoren zu akquirieren. Also ja: prallt komplett an mir ab. Ich will Ergebnisse sehen. Vor allem nach 10 Jahren…
Das kannst natürlich abprallen lassen, bringt halt Nix die Realität auszublenden und beleidigt einen auf „ ich will aber“ zu machen.
Ich bin nicht beleidigt. Ich bin kritisch. Und nach 10 Jahren kann ich einen Fortschritt erwarten.
Unabhängig von Tabellenplatz oder Auf- Abstieg, es war nicht nur spieltechnisch immer schlechter, es war auf allen Ebenen mM eine Frechheit gegenüber den Fans so etwas in den letzten Spielen abzuliefern!
Luft war raus – goldene Ananas. Juckt ja nicht mehr. Hast auch bei Hertha gesehen zB, die sich in Bielefeld gehen lassen haben und ein halbes Dutzend gefangen haben. Allerdings spricht sowas nicht für den Charakter der Mannschaft und kann nicht sein. Spricht nicht für 60 oder Hertha. So ehrlich muss ich dann auch sein…
Da kann man sogar von einem Abwärtstrend sprechen.
Und da muss auch die Sportliche Leitung hinterfragt werden.
Und Du hast natürlich Recht, es war teilweise eine Frechheit, was da so abgeliefert wurde.
“…Und mal unter uns, von Platz 11 auf Platz 8 als Aufwärtstrend zu verkaufen ist doch schon eher Comedy, oder?…”👍👏👌🤝Genauso ist es! Diese Einschätzung im Artikel u. mehr ist auch aus meiner Sicht Tiefstapelei u. einfach nur Comedy u. lächerliche Schönfärberei.
Wie ich es oben geschrieben habe:
“…Unsere Bilanz u. das Ergebnis der Saison wären wenigstens vergleichsweise mit Hansa Rostock, SC Verl, dem MSV Duisburg o. Alemannia Aachen erwartbar gewesen, ohne den Aufstieg als alleinige Erwartung u. als einzig zählbaren Erfolg zu werten. Aber selbst das haben wir nicht geschafft, sind nicht 3., 4., 5., 6. o. 7.er geworden, sondern sind mit 8 Punkten(!!!) weniger zum 7., Alemannia Aachen, weit abgeschlagen nur auf dem 8. Platz gelandet…” …ganz zu schweigen von den Aufsteigern VfL Osnabrück u. Energie Cottbus u dem 3., RWEssen. So siehts doch aus. Grottenschlechte Saison von uns aus meiner Sicht, auch wenn es noch schlimmer hätte kommen können. Das Ergebnis mit dem doch recht guten Kader u. nach nun schon fast 10(!!!) Jahren 3. Liga ist einfach unter aller Kanone u. unter den geringsten Erwartungen für einen so großen Verein wie 1860 München.
Du hast alles gesagt! 👍
Mit 1860 muss die Erwartungshaltung der kurzfristige Aufstieg in Liga 2 und der perspektivische Aufstieg in Liga 1 sein. Was anderes lasse ich da auch gar nicht gelten. Da können manche eine andere Meinung haben, ich sehe das so und werde es auch immer so sehen. Ich brauche keine elften Plätze oder so nach 10 Jahren 3. Liga. Das interessiert mich den Nullinger. Du sagtest, dass 10 Jahre 3. Liga unter aller Kanone seien. Ist hart formuliert, aber trifft den Kern. Was soll man da schön reden. Bin da auch ganz anders eingestellt. Mit dem Mini-Etat wirst auch nächste Saison nichts bewegen. Im Gegenteil: wäre froh, wenn man nicht absteigt nächste Saison. Aber: vielleicht wird man ja 1 mal positiv überrascht und entwickelt damit eine “Jetzt-erst-Recht” Mentalität. Schalke kann als Vorbild dienen. Bei uns sehe ich aber wieder die Ausreden daherkommen. Wir haben den Etat ja nicht… Bla bla bla…
So sieht einfach kein zielgerichtetes Arbeiten aus.
Der Frust ist eigentlich nicht so schwer zu erklären: Wenn man mitten in der Saison Trainer + Sportdirektor entlässt, dann erwarte ich, dass die neue Besetzung bessere Resultate (oder zumindest bessere Enwicklungen und Perspektiven) liefert als die alte.
Nichts davon kann ich in unserem Fall erkennen, auch nicht bei nüchterner Betrachtung mit ein wenig Abstand.
Entwicklung und Perspektive sind tatsächlich gute Stichwörter, die du da nennst…
Auch wenn ich für einen Trainerwechsel jetzt zur Sommerpause bin, muss man Kauczinski anrechnen, dass er einen schlecht zusammen gestellten Kader, der im Laufe der Saison den verletzungsbedingten Ausfall vieler Spieler zu verkraften hatte und mit einer Vielzahl von zweifelhaften Schiedsrichterentscheidungen leben musste, immerhin auf Platz acht gebracht.
Das hätte auch in der RL enden können. Dazu der Verlauf bei Fortuna Düsseldorf. Obwohl die Mannschaft vom Exprofi Allofs verpflichtet wurde und drei Trainer ihr Glück versuchten, konnte ein Abstieg nicht verhindert werden.
“Manfred Paula versteht den Verein und die Jugendarbeit im Löwen-NLZ wie kein Zweiter und Markus Kauczinski weiß wie man in Liga 2 aufsteigt.”
@Peter: an welchen Parametern machst du fest, dass Manfred Paula den Verein wie kein Zweiter versteht? Was sind da die Argumente bzw Anhaltspunkte? Mit den Punkten der Jugendarbeit und Kauczinski kann ich mitgehen.
Wenn ich ehrlich bin, dachte ich schon, dass Kevin und Flo zusammen mindestens 25 Tore machen, um Abwehr und Tor hab ich mir keine Sorgen gemacht und das Mittelfeld schien mit den Zugängen nicht mehr nur Solide zu sein.
Man vergisst nur gerne, dass die anderen auch Fußball spielen können und die Leistungsdichte in der 3. Liga sehr eng ist.
Dass eine Mannschaft locker durchmaschiert ist die große Ausnahme und bei uns ist die Spanne zwischen Himmelhoch und zu Tode betrübt besonders dicht.
Ich wünsche mir einfach Kontinuität insbesondere beim Trainer, denn nur, wenn der nicht ständig in Frage gestellt wird, hat er auch die Autorität “schwierigere” Spieler zu lenken.
War mir beim Lesen nicht sicher: Satire oder ernst gemeint?
Einige Grundgedanken sind schon richtig. Bei den Löwen ist es besonders schwer Kontinuität reinzubringen. Und die Erwartungshaltung ist einfach generell viel zu hoch. Bin auch überzeugt, dass vielen Spielern der Druck bei 60 zu hoch ist.
Andererseits: Gut Ding will Weile haben. Und Platz 8 nach Platz 15 und 11 als Erfolg zu preisen, ist schon wirklich ein rechter Schmarrn. Für alle Vereine von Liga 3 gibt es keine kontinuierliche Entwicklung. So gesehen ist die Wahrscheinlichkeit eines Aufstiegs genauso wahrscheinlich wie die eines Abstieges. Aktuell sind wir letzterem näher. Aber man muss jetzt abwarten, wie der Kader am Anfang der Saison sein wird.
Bin eigentlich auch dafür einen klaren Weg einzuschlagen und wenn irgendwie diesen auch, wenn’s nicht läuft, weiterzugehen. Hätten wir mit Dr. Werner und Glöckner weitergemacht, wo würden wir dann heute stehen?
Und wenn wir jetzt mit Kauczinski und vielen jungen Spielern in die Saison gehen und mit 3 Niederlagen starten, würde ich mir wünschen, dass wir Fans hinter Trainer und Team stehen. Aber ob das ein realistischer Wunsch ist?
“Andererseits: Gut Ding will Weile haben. Und Platz 8 nach Platz 15 und 11 als Erfolg zu preisen, ist schon wirklich ein rechter Schmarrn. Für alle Vereine von Liga 3 gibt es keine kontinuierliche Entwicklung. So gesehen ist die Wahrscheinlichkeit eines Aufstiegs genauso wahrscheinlich wie die eines Abstieges.”
Danke. Genau so ist es.
Deiner Zusammenfassung als Perspektivverschiebung kann man soweit folgen und auch das Thema Geduld wieder einmal in den Vordergrund setzen. Einzig bleibt bedeutend die klare Zielsetzung des Vereins/kgaA mit der wirtschaftlich alternativlosen wie notwendigen Rückkehr in die 2. Liga.
Wir als Kunden der KgaA als brave Dauerkartenkäufer dürfen einfach mehr verlangen als immer höhere DK-Preise und mittelmäßigen Drittligafussball.
Mehr eigene Talente einzubauen sollte ohnehin verpflichtend sein und dazu aber auch zuvor mehrjährige Verträge diesen Jungprofis abzuverlangen.
Weniger Söldner und mehr Identifikation wie einst 1990-1995 mit den drei Aufstiegen. Die sofortige Kapazitätserhöhung auf wenigstens 17 500 und der Zäune-Wegbau an der Stehhalle muss jetzt auch mal fixiert werden und dazu haben die aktuell gewählten im VR bereits 9 Jahre Zeit zu verhandeln ( mit Beatrix Zurek Draht zu Verena Dietl und Stadt). Es braucht Ergebnisse und bis zur MV erwarten wir doch alle endlich mal Fakten statt Ankündigungen und zeitliche Verschiebungen.
Dabei wünsche ich uns allen viel Glück und Hartnäckigkeit, denn ewig werden nicht alle Fans weiter ins Stadion strömen.
Nun ist es an uns, die Verantwortlichen ruhig arbeiten zu lassen. Gut Ding will Weile haben und diese müssen wir als Umfeld des Vereins endlich zulassen. Vor zwei Jahren noch mitten drin im Abstiegskampf und jetzt ist uns Platz 8 schon wieder nicht gut genug.
Hast Du schon mal nachgerechnet, wie lange wir schon in der 3. Liga verkümmern?
Kannst Du Dich an die glorreichen Zeiten überhaupt erinnern?
Irgendwann reicht es mit diesen platten Sprüchen, wenn man sieht wieviel Geld in den vergangenen Jahrzehnten versenkt wurde und was der sportliche Erfolg war!
Wer will sich mit diesem Kader, der anfangs der Saison zu den Topfavoriten gezählt wurde, mit einem 8. Platz zufrieden geben – ich kenne in meiner sportlichen Umgebung Niemanden der solche idiotischen Thesen verträgt.
Ich weiß selbst aus jahrzehntelanger eigener Erfahrung als Verantwortlicher, dass man im Sport nichts erzwingen kann. Es steht aber einem Löwen nicht an, sich kampflos mit dem Mittelmaß zufrieden zu geben.
Oh mei – so kann man das auch sehen:
Eigentlich sind wir wieder mal selbst Schuld und haben uns die vergangene Spielzeit hauptsächlich mit einer überzogenen Erwartungshaltung selbst ruiniert.
Jetzt sollen die Fans an dieser grottenschlechten Saison mit schuld sein?
Am Platz standen Profis der Dritten Liga, die schon einen Anspruch haben müssten, um die Aufstiegsplätze mitzuspielen. Das sieht auch Kevin so, der davon spricht, dass die Mannschaft es verkackt hat. Und dazu gehört auch der Trainer bzw. das Trainerteam. Seit der Verpflichtung von K. kann man durchwegs keine spielerische Verbesserung oder eine vernüftige Taktik erkennen. Die anfänglichen Siege waren zum überwiegenden Teil auf Glück und Unvermögen des Gegners zurück zu führen. Und was die letzten 10 Spiele betrifft, bedarf es keines weiteren Kommentares.
Wenn wir weiterhin in dieser Selbstzufriedenheit verweilen, werden wir auch bei einer möglichen Olympiade in München und dem Ausbau des Sechzgers in 10 und mehr Jahren höchstens noch in der Dritten Liga spielen.
Es braucht dringend einen Neuanfang mit einem jungen Trainer, der den Löwen in der Brust trägt und mit den verbliebenen “gestandenen” Profis sowie einem frischen jungen Kader voll angreift. Mit seiner Verbindung zum NLZ ist Paula schon prädestiniert hier die richtigen Fäden zu ziehen.
K. kann sich dann mehr um seine Karlsruher Umgebung widmen – es sei ihm vergönnt.
Danke dir Peter für diesen toll geschriebenen Artikel. Dem kann ich zu 100% zustimmen. Ja unsere Erwartungshaltung ist eben immer “we go to the top”. Wenn man den Abstand sieht zwischen Platz 3 und uns, sind das punktemäßig nicht gerade Welten. Und es ist auch klar, als es um nichts mehr ging, hat man das der Mannschaft angesehen. Es waren gerade die wichtigen Spiele (Heimspiel gegen Essen, auswärts in Osnabrück und Cottbus), die wir nicht an uns reißen konnten. Weder spielerisch, noch kämpferisch noch moralisch. Das muss besser werden. Und die Taktik des Trainers bezüglich hohe weite Bälle und Haugen erläuft sie sich, ist dem Spielermaterial zu schulden und war für mich fast alternativlos (Danhof und Rittmüller sind eben keine Flankengötter und Pfeiffer für mich ein Totalausfall). Natürlich durchschaut das schnell jeder Gegner. Hätten wir nur 2-3 Schiedsrichterfehlentscheidungen in der Hinrunde weniger gehabt, wären wir bis zum Schluss mit oben dran gewesen. 21 sind dann eben doch zu viel (letzte Saison waren es 19). Die jungen Spieler einbinden, gespickt mit alten erfahrenen Hasen und wir werden eine Entwicklung sehen.
Jetzt liegt mein Augenmerk auf den Nebenschauplätzen wie Turnhalle und Stadion. Ich hoffe da sehr auf die nächsten Schritte. Ruhe wirst du in München bei unserem Verein nie haben. Dafür ist der Boulevard und gewisse Personen in ihrer Blase zu sehr darauf bedacht konsequent negativ über den Verein zu berichten.
Ich verstehe den Ansatz des Artikels und natürlich stimmt es, dass wir tabellarisch besser dastehen als in den letzten Jahren. Aber trotzdem kann und darf der Anspruch bei 1860 München nicht sein, sich am Ende mit Platz 8 zufriedenzugeben – vor allem nicht nach den Erwartungen und der Euphorie vor der Saison.
Gerade auch auf sechzger.de wurde zu Saisonbeginn völlig zurecht davon gesprochen, dass mit diesem Kader deutlich mehr möglich sein müsste und nur noch über das Datum spekuliert wann wir aufsteigen…
Deshalb finde ich es schwierig, jetzt einfach zur Tagesordnung überzugehen und die Saison im Nachhinein schönzureden. Natürlich war nicht alles schlecht, aber die Entwicklung gerade in den letzten zehn Spielen war doch eher besorgniserregend. Da hat vieles nach Stillstand statt nach Aufbruch ausgesehen. Und genau das ist für viele Fans der entscheidende Punkt.
Dass man am Ende ein paar Plätze besser dasteht als letztes Jahr, hilft nur bedingt weiter, wenn gleichzeitig über Wochen kaum Entwicklung erkennbar war. Vertrauen ist wichtig, aber genauso wichtig ist es, kritisch anzusprechen, dass sich sportlich und strukturell trotzdem etwas ändern muss, wenn man wirklich irgendwann wieder oben angreifen will. Es bleibt für mich eigentlich nur die Hoffnung das HI endlich abgelöst wird.
Der Tabellenplatz ist für mich gar nicht entscheidend.
Es wäre schön mal wieder so etwas wie Fussball zu sehen und kein Gemauere, Gestolpere und hoch und weit Gebolze.
Man bekommt es ja die ganze Saison nicht wenigstens zwei mal im Spiel hin eine Ballstafette von mehr als 4 Spielern zu haben.
Da frag ich mich – unabhängig vom Tabellenplatz – worauf man sich da nächste Saison freuen soll bzw. wieso man mit der jetzigen zufrieden sein soll.
Zufrieden kann man sein, dass man mit dem gehacke nicht abgestiegen ist. 😂
Sehr gut geschrieben, sehe ich überwiegend genauso.
Die Erwartungshaltung auf ein gesundes, realistisches Maß herunterzuschrauben ist die schwerste Aufgabe für mich…