Leider komplett zeitgleich zu den Löwenprofis bestreiten die Amas des TSV 1860 am Samstag Nachmittag um zwei ihr Auswärtsspiel beim FC Gundelfingen. Da hilft es auch nichts, dass der Austragungsort des letzten Spiels der U21 im Kalenderjahr 2025, im Schwabenstadion in Gundelfingen keine 35 Kilometer Luftlinie vom Donaustadion in Ulm entfernt liegt, wo Markus Kauczinskis Mannen um Auswärtspunkte kämpfen. Ein Besuch beider Partien in Schwaben, der ohne zeitliche Überschneidung leicht ohne großen fahrerischen Aufwand zu bewerkstelligen gewesen wäre, ist unmöglich! Vielleicht findet ja aber der eine oder andere Löwenfan, der kein Ticket für Ulm ergattern konnte, den Weg nach Gundelfingen. Verdient hätte es das Team von Alper Kayabunar, der am Samstag auch noch seinen vierzigsten Geburtstag begeht, auf alle Fälle.

Tolle Jahresbilanz für die Amas

Auf saisonübergreifend 17 Siege und nur fünf Niederlagen (bei sieben Unentschieden) in der Bayernliga Süd blicken die kleinen Löwen im Kalenderjahr 2025 zurück. Die gute Arbeit von Felix Hirschnagl, der im Sommer aus Giesing zur U19 von Borussia Dortmund gewechselt hatte und dort weiter sehr erfolgreich arbeitet, setzte sein Nachfolger Alper Kayabunar bei den Amas nahtlos fort. Schon vor dem letzten Spiel des Jahres steht fest, dass man als Tabellenführer überwintern wird. Verfolger TSV Landsberg könnte am Samstag Nachmittag beim Tabellenletzten Türk Gücü bestenfalls noch mit den Löwen gleichziehen. Dann würde der direkte Vergleich zählen, den Sechzig Mitte Oktober für sich entschieden hatte. Sechzig hat – aufgrund der Absage des Spiels der Landsberger gegen Pipinsried am vergangenen Wochenende – aktuell eine Partie mehr absolviert, als die Lechstätter. Aber die Junglöwen wollen sich sicherlich nicht auf diesem Ruhekissen ausruhen, sondern nach der etwas unglücklichen Niederlage im vorangegangenen Auswärtsspiel in Geretsried das Jahr auch an des Gegners Platz erfolgreich ausklingen lassen.

Hinspielsieg im August

Das Hinspiel gewannen die Amas Anfang August mit 1:0. Für den frisch gebackenen Aufsteiger bedeutete dies die erste Niederlage am 4. Spieltag nach zuvor fünf errungenen Punkten. Der Torschütze für 1860 war im Sommer nach einer knappen halben Stunde Cristian Leone. Die Schwaben setzten danach jedoch ihren durchaus gelungenen Saisonstart weiter fort und konnten bis heute viermal mit einem Sieg an des Gegners Platz die Heimreise antreten. Im heimischen Schwabenstadion gelangen dagegen nur drei Erfolge. In der Tabelle bedeutet dies einen soliden achten Tabellenplatz mit der Option in zwei Nachholspielen weiter Boden gut zu machen.

Platzprobleme in Gundelfingen – behoben?

Bereits zwei Partien der Gundelfinger mussten in der laufenen Saison nämlich abgesagt werden und konnten auch noch nicht nachgeholt werden. Die Auswärtspartie in Ismaning am vergangenen Wochenende fiel dem Wintereinbruch zum Opfer. Und bereits vor einem Monat musste das Heimspiel gegen Kirchanschöring wegen Unbespielbarkeit des Platzes ausfallen. Genauer Grund für die Absage waren dort anhaltende Platzprobleme in einem Bereich des Spielfelds, der im Sommer mit Erdreich aufgefüllt worden war, um Unebenheiten zu beseitigen. Dabei wurde der Untergrund offensichtlich so stark verdichtet, dass seitdem bei Regen Wasser an der Rasenoberfläche verbleibt und zu langsam versickert. Zwischenzeitlich berichteten lokale Medien im Landkreis Dillingen, auch die Spiele gegen die kleinen Löwen und gegen Nördlingen (am 15.11) seien von einer Absage bedroht. Gegen den TSVN konnten aber gespielt werden und die Gastgeber unterlagen mit 2:3. Nachdem für die Nacht auf Samstag und für Samstag Vormittag Regenfälle angesagt sind, darf man gespannt sein, ob der Platz die niederschlagende Wassermenge aufnehmen kann und das letzte Spiel des Jahres für die Amas wirklich stattfinden kann.

Bilanz sehr positiv – und mit historischen Aspekten

Zu sieben Aufeinandertreffen zwischen den Amas und dem FC Gundelfingen kam es in der jüngeren Vergangenheit beider Teams, seit die Schwaben im Sommer 2021 nach vielen Jahren in der Landesliga, in die Fünftklassigkeit zurückkehrten. In der letzten Spielzeit gaben sie nochmal ein einjähriges Gastspiel in der LL-Südwest. Die Bilanz der besagten sieben Partien in der Bayernliga Süd ist für 1860 sehr positiv: Fünf Siegen stehen ein Unentschieden und eine Niederlage gegenüber. Vor fast dreißig Jahren, in der Saison 1996/97, so steht es in den Geschichtsbüchern, trafen die beiden Teams in der zu diesem Zeitpunkt viertklassigen Bayernliga auch schon mal aufeinander. Damals behielten die kleinen Löwen zweimal die Oberhand und siegten zunächst im Sechzgerstadion vor 500 Zuschauern mit 2:1 und im Rückspiel im Schwabenstadion vor 800 gar 3:1. Am Ende der Spielzeit stand der Aufstieg in die Regionalliga Süd. So ähnlich darf es am Samstag Nachmittag weitergehen!

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Titelbild: Am 9. August 2023 traten die Amas zuletzt beim FC Gundelfingen in der Bayernliga Süd an. Und unterlagen – trotz Führung – mit 1:2.

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