Mit einem hochverdienten Punkt gingen die Löwen zum Rückrundenauftakt aus dem Heimspiel gegen Rot-Weiss Essen. Lange Zeit sah es im ausverkauften Grünwalder Stadion nach einem torlosen Remis aus, dann wurde es in der Schlussphase noch einmal richtig turbulent. Die Gäste gingen aus dem Nichts in Führung, auf der anderen Seite glich Reinthaler nach einer Ecke aus zum 1:1 und das Grünwalder Stadion stand Kopf. Es war ein Punkt der Moral, den sich die arg dezimierten Sechzger mehr als verdient hatten. Schließlich hatten bei Münchens großer Liebe beim ersten Punktspiel des Jahres insgesamt elf Spieler gefehlt!

Dordan feiert sein Drittliga-Debüt neben Maier

Insgesamt fünf neue Akteure rückten im Vergleich zum letzten Heimspiel gegen Verl (0:2) in die Startelf. Im Tor stand für den kranken Dähne gegen Essen Vollath, der ein sicherer Rückhalt war. Die Dreierkette bildeten im Zentrum Reinthaler und auf außen Schifferl und Voet. Von Abstimmungsproblemen war kaum etwas zu sehen. Dordan machte auf der Sechs neben Maier ein sehr abgeklärtes Spiel und zeigte sich immer wieder ballsicher. Maier ist ohnehin seit vielen Spielen die größte Konstante im Spiel der Löwen. Volland, Hobsch und Philipp mussten viel nach hinten mitarbeiten, erkämpften sich aber dennoch Möglichkeiten und auf den Flügeln waren Jakob und vor allem Lippmann Aktivposten.

Chancenarme erste 80 Minuten

Dennoch passierte in den ersten 80 Minuten in den Strafräumen kaum etwas. Für einen selbsternannten Aufstiegskandidaten, der sich im Winter noch einmal verstärkt hatte, kam von Essen überraschend wenig. Nach vorne war von Rot-Weiss fast gar nichts zu sehen, auch weil 1860 gut stand und viele Bälle bereits im Mittelfeld gewann. Sechzig bemühte sich hingegen auch im Offensivspiel und hatte im ersten Abschnitt mehr vom Spiel. Mehr als Halbchancen ergaben sich daraus aber nicht. So ging es auch im zweiten Durchgang weiter, wo die Hausherren weiterhin druckvoller agierten und nach hinten kaum etwas zuließen.

Hektische Schlussphase mit zwei Toren

Hektisch wurde es in der Schlussphase auf dem Rasen und auf der Tribüne. Sogar auf der Haupttribüne ging es zur Sache, die Blöcke A und B lieferten sich zwischenzeitlich ein Duell im Bier- und Glühwein-Becher-Weitwurf, sodass viele Zuschauer eine ungewollte Erfrischung bei Temperaturen um den Gefrierpunkt abbekamen. Auf dem Platz ging Essen aus dem Nichts in Führung. Voet blockte einen Abschluss aus 16 Metern, der Ball fiel einem Gästespieler vor die Beine und beim Flachschuss war Vollath chancenlos.

Reinthaler lässt die Löwen jubeln

Nachdem Volland kurz zuvor in aussichtsreicher Position mit einem Freistoß gescheitert war, leitete er kurz vor Schluss den Ausgleich ein. Seine Ecke verlängerte Voet per Kopf in die Box und Reinthaler drosch das Spielgerät aus kurzer Distanz in die Maschen. Essen kam noch einmal und Sechzig musst einige bange Minuten der Nachspielzeit überstehen, ehe der verdiente Punktgewinn feststand. Die Partie der beiden Traditions-Vereine endete also, wie schon im Hinspiel, mit einem leistungsgerechten 1:1, sodass beide Teams in Schlagdistanz zu den Aufstiegsrängen bleiben.

Kämpferische Löwen holen Punkt der Moral

Am Ende holten kämpferische Löwen einen verdienten Punkt der Moral. Die personell auf den Zahnfleisch daherkommenden Münchner kämpften von der ersten bis zur letzten Sekunde um jeden Ball. Ein Sonderlob verdienten sich dabei die beiden Eigengewächse Dordan und Lippmann. Dordan ließ sich bei seinem ersten Einsatz im Profibereich keinerlei Nervosität anmerken und erledigte seine Aufgaben mit Bravour. Zudem war Lippmann auf der rechten Außenbahn ein echter Aktivposten, der unermüdlich rannte und viele Offensivaktionen hatte, auch wenn beim letzten Pass manchmal die Präzision fehlte. Insgesamt war es ein starker Auftritt der Sechzger, der trotz klirrender Kälte in Giesing Lust auf mehr machte.

 

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Urloewe

Gute Leistung unserer Löwen heute.
War sehr angenehm überrascht.
Vor allem das Spiel gegen den Ball war hervorragend.
Essen war aber nicht so stark wie Verl.
Vorne fehlt uns einfach einer, der im 1 gegen 1 ein Spiel entscheiden könnte. Philipp verstolpert einfach zu viele aussichtsreiche Situationen