Ein Artikel in der Süddeutschen Zeitung vom gestrigen Mittwoch, den wir heute Vormittag hier auf sechzger.de besprochen und einzuordnen versucht haben, sorgt für Wirbel im Umfeld der Fußballabteilung des TSV 1860. Es geht um die finanzielle Schieflage der für das NLZ und die Amateurkicker bei den Löwen zuständigen Abteilung. Ein Satz, der auf die vor einigen Jahren gegründete Frauen-Sparte verweist, die “mit rund 50.000 Euro” an dem Defizit beteiligt sein soll, wie der Autor erfahren haben will, machte zahlreiche Löwenfans besonders hellhörig.
Kein 50.000 Euro-Defizit der Frauensparte
Gleichwohl die SZ über das häufig ja viel dramatischere Geschehen neben dem Platz beim TSV 1860 München in der Regel gut informiert ist, war – so muss man es inzwischen formulieren – im besagten Artikel, der sich hinter der Bezahlschranke befindet, eine Fehlinformation enthalten. Dass die weiblichen Fußballerinnen bei Sechzig mit 50.000 Euro zum finanziellen Defizit der Fußballabteilung beigetragen haben, enspricht nicht den Tatsachen. Die entsprechende Rückfrage und Bitte um eine Stellungnahme beim neuen Fußballabteilungsleiter, Martin Obermüller, wurde mit dem Verweis auf die am 27. November stattfindende Mitgliederversammlung der 1860-Fußballer und mit der Bitte um Verständnis leider zurückgewiesen. “Auf der in fünf Wochen anberaumten Versammlung wird die finanzieller Situation der Abteilung mit maximaler Transparenz und Offenheit an die Mitglieder kommuniziert,” sagte Obermüller gegenüber sechzger.de.
Anpassung des SZ-Artikels mit Ergänzung
Schneller reagierte die SZ selbst und änderte den Artikel online. Woher die Information und die konkrete Defizitsumme stammte, ist nicht bekannt. Der Artikel ist aber inzwischen korrigiert. Der viele Mitglieder der Fußballabteilung durchaus aufwühlende Satz mit der Defizitsumme, die den Löwinnen zugeschrieben wird ist im Artikel nicht mehr zu lesen. Unter dem Beitrag wurde ergänzt:
In einer früheren Version dieses Artikels war von einem hohen Defizit der Frauenabteilung für die Saison 23/24 die Rede. Dieser teilweise vereinsintern kolportierte Betrag wurde von Gremien überprüft und hat sich als unzutreffend erwiesen.
Mit dieser Nachricht verhält es sich also, wie so oft im aufgeregten Umfeld des TSV 1860: Viel Lärm um wenig. Auf Fragen zur generellen finanzielle Schieflage der Fußballabteilung und insbesondere, wie die neue Abteilungsleitung dieser begegnen wird, gibt es dann am 27. November Antworten.
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Titelbild: Spielort der Löwinnen: Der Sechserplatz











“In einer früheren Version dieses Artikels war von einem hohen Defizit der auenabteilung für die Saison 23/24 die Rede. Dieser teilweise vereinsintern kolportierte Betrag wurde von Gremien überprüft und hat sich als unzutreffend erwiesen.”
Hahaha ja, eine richtige Korrektur ist das ja jetzt auch nicht.
Es wird ja im Kern nur korrigiert, dass der Betrag der kolportiert wurde unzutreffend ist. Er kann also auch in anderer Höhe noch vorhanden sein, was aber eben nicht den Tatsachen entspricht. Es gibt kein Defizit in der Fraunesparte, Punkt.
Warum kann man das nicht genau so klar schreiben, anstatt so schwammig ein nicht dementierendes Dementi hin zu schwurbeln.
Ah, 27. November. Dann ist das wohl safe?
Danke für den Termin, ist eingetragen!
Die Veranstaltung muss mit einem brachialen “Thomas Riedl Fußballgott” eröffnet werden!
Diese Summe hat mich ehrlicherweise am wenigsten beunruhigt, aber gut zu wissen.
In der Tat ist die Summe relativ gering. Im Verhältnis zum Gesamtdefizit. Andererseits ist das Verbreiten solcher Gerüchte kein Kavaliersdelikt, weil es ein sehr schlechtes Licht auf die Abteilung wirft. Entsprechend war die Aufregung bei den Fußballerinnen sicher groß.
Das definitiv.