Im Dezember 2024 schickte uns unser Leser Fabian einen Leserbrief mit dem Titel “Wo viel Gefühl ist, ist auch viel Leid”. Der geradezu dramatische Sieg gegen den TSV Buchbach inspirierte ihn nun zu einer Fortsetzung: “Wir denken zu viel und fühlen zu wenig”.
Familienevent vor dem heimischen TV
Freitagabend. Flutlicht. Giesing. Spitzenspiel.
Seit Jahren eine fast ideale Formel für große Gefühle, auch wenn ich dieses Mal nicht persönlich vor Ort sein konnte, aber der BR hat sich dem Zugpferd Sechzig für die Regio dankenswerterweise verlässlich angenommen.
Daher fiebert man mit den Kids vorm heimischen Fernseher mit und erlebt ein wahres Spektakel.
Aufgrund ihres mittleren Interesses für Fußball und Sechzig kennen sie seit dieser Saison natürlich kaum noch Namen und auch der Gegner Buchbach sorgt nicht für Begeisterungsstürme, aber was dann in 95 Minuten passieren soll, hält alle vor dem TV zusammen.
Ein irrwitziger Spielverlauf, tolle Tore auf beiden Seiten und das Finale furioso, das dafür sorgt, dass niemand mehr auf seinem ursprünglichen Platz auf der Couch mehr bleibt, unfassbar.
Wir denken zu viel und fühlen zu wenig
Ich selber bin Fan seit 1998 (Jahrgang 1990) und wie jeder weiß, ich habe also seit Anbeginn nur immer schlechtere und schlechtere Saisons erlebt in immer wieder tieferen Ligen (mit Ausnahme Aufstieg in Liga 3 in Giesing). Dass ich das nicht hinterfrage, lassen wir mal hier so unkommentiert stehen, das ist ein anderes Thema…
Aber am Freitag habe ich wieder mal gefühlt und nicht nachgedacht, was alles im Argen liegt oder auf uns als Verein seitens Klagen zukommen könnte. Einfach pure Gefühle, wie man es beim Fußball erleben will, mehr Gefühle diese Saison schon als in so manchem tristen Drittliga-Jahr.
Der emotionale Freiheitsauftakt gegen Schweinfurt, Rückkehr, Traumtore und Rückschlag Tunay Deniz, Kampf in Unterzahl mit Belohnung gegen Bayreuth, unfassbare Derbystimmung und nun dieses Kapitel mit einem 4:3.
Man fühlt wieder etwas als Fan!
Und da schalte ich den Kopf und das Denken aus und lass Gefühle zu, denn dafür ist Fußball da und nicht für Motzerei, Tristesse und “früher war alles besser”-Gelaber.
Vieles wird noch schief gehen, aber die Mannschaft hat Bock und sorgt für Gänsehaut.
Das ist unabhängig von der Liga das, weshalb ich einst Fan wurde.
Ein Löwen-Leserbrief auf sechzger.de ist ein Text, der uns unaufgefordert erreichte und nicht unbedingt die Meinung der Redaktion oder einzelner Mitglieder der Redaktion widerspiegelt, der jedoch von uns als so wertvoll erachtet wird, dass wir ihn an dieser Stelle veröffentlichen. Wir danken dem Autor Fabian für sein Engagement, seine Überlegungen mit uns und Euch zu teilen.











100%
Anstatt das Haar in der Suppe zu suchen, lasst uns einfach genießen und die Tore feiern. Ich liebe Sechzig
Schöne Worte Fabian. 👍