Schon klar: Sie schießen derzeit wie die berühmten Schwammerl aus dem Boden. Podcasts, die sich mit dem aktuellen Geschehen oder mit historischen Ereignissen rund um den Fußball beschäftigen. Auch unsere Löwen werden da natürlich nicht ausgeklammert. Insbesondere nach den Ereignissen dieses Sommers… Unter diesen vielen Podcasts ist viel dabei, was man getrost direkt wieder ab- oder erst gar nicht anschalten muss. An dieser Stelle geht es dagegen um ein liebenswertes und charmantes Projekt, das wir euch ans Herz legen wollen. Die aktuelle Ausgabe von “LYRUS’ STRAFRAUM – der Fußballpodcast für Kinder und coole Erwachsene” beschäftigt sich mit der kompletten Geschichte unseres TSV 1860 München. “Die Löwen von Giesing: Meister, Absturz und großer Neustart” heißt die Folge.

Vater- & Sohn-Podcast aus Niedersachsen

Der aktuell 13jährige Rafael und sein Vater Michael kommen aus dem Landkreis Harburg vor den Toren der Stadt Hamburg und zeichnen seit über zwei Jahren im heimischen Wohnzimmer ihre Fußball-Podcasts auf. Über 140 Folgen sind dabei schon zusammen gekommen. In einem abwechslungsreichen Frage-Antwort-Spiel zwischen Vater und Sohn nähern sie sich den jeweiligen Themen an. In der hier gegenständlichen Folge geht es um uns Münchner Löwen. Und die beiden Sprecher beginnen ihre Erzählung ganz am Anfang – im Jahr 1848. Hier wurde wirklich sehr ausführlich recherchiert! Über die Anfänge des Turnvereins, den Beginn des Fußballspielens bei 1860, den ersten Pokalsieg 1942, die goldenen 1960er- und 1990er-Jahre, bis hin zum Arena-Wahnsinn und dem mehrfachen Leiden unter Hasan Ismaik wird die ganze Geschichte von Münchens Großer Liebe erzählt.

Ein paar inhaltliche Kritikpunkte

Natürlich sollte den meisten Löwenfans das meiste der Historie bekannt sein und dennoch lohnt sich das Reinhören. Unterhaltend ist das Ganze – wie der Untertitel der Podcastreihe ja auch verspricht – für Groß und Klein. Ein bisschen Kritik muss an dieser Stelle leider aber auch sein.

Mag sein, dass es sich für Nordlichter ganz normal anfühlt, über unseren Verein als “Achtzehn-Sechzig” zu sprechen. Wir würden uns aber wünschen, dass beim Reden über die Löwen unsere bajuwarische Identität respektiert wird und die “Hundert” eingebunden wird (Augenzwinkern des Verfassers dieser Zeilen). Außerdem entstammt die These, “Stark wie noch nie” sei die Löwenhymne, die vor jedem Heimspiel im Sechzgerstadion gespielt würde, dem Reich der Fabeln. Und die Durchmarschsaison durch die 2. Bundesliga war 93/94 und nicht 94/95, wie im Podcast mehrfach behauptet wird. Die leider hier relativ unkritische Behandlung, ja Glorifizierung von Ex-Präsident Karl-Heinz Wildmoser und seinem Wirken, für das wir bekanntermaßen heute noch die Zeche bezahlen, geht der eine oder andere Löwenfan älteren Semesters vielleicht sogar mit. Die meisten aber nicht.

Hörempfehlung & Spotify-Link

Abgesehen von diesen kleinen Kritikpunkten haben Vater und Sohn hier wirklich sauber gearbeitet. Daher gibt es von sechzger.de ein Lob und eine Empfehlung an unsere Leser*innen mal reinzuhören.

Hier findet Ihr die Sendung auf Spotify.

 

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raineranton

Von einer Hymne hat der Vlogger Rammel auch bei uns gegen Bayreuth gesprochen. Allerdings meinte er dabei “Löwenmut”!