Unsere “Stimmen zum Spiel” nach der ersten Niederlage der Löwen in der Regionalliga Bayern-Saison 2026/27. Mit 1:3 unterlag 1860 am Samstag Nachmittag bei Wacker Burghausen, obwohl man mindestens eine Stunde lang drückend überlegen war und zahlreiche Torchancen liegen ließ.
Thomas Spiesl (sechzger.de Redakteur):
Das waren völlig unnötig verschenkte Punkte! Wieder einmal taten sich die Löwen zu Beginn schwer und gerieten zurecht in Rückstand. Dann hatte man alles im Griff, bis auf die Chancenverwertung. Der Bruch im Spiel war dann der für mich nicht nachvollziehbare Doppelwechsel als zwei defensive Zentrum-Spieler vom Feld müssen. Genau dort passt dann die Zuordnung beim zweiten Gegentor nicht und man verliert das Spiel. Natürlich weiß ich nicht ob ein Weber oder Dordan angeschlagen waren, aber falls nicht, verstehe ich diese Harakiri-Aktion beim Stand von 1:1 leider nicht. Warum nicht weiter nach vorne spielen, das zweite Tor lag ja ohnehin in der Luft. Aber sei‘s drum, es war ein netter Ausflug bei bestem Wetter und super Stimmung. Die Bratwurst war auch lecker. Nächste Woche schaut die Welt im Grünwalder Stadion wieder ganz anders aus.
Walter (hier gern zitierter väterlicher Freund von sechzger.de):
Nach etwa zwanzig Minuten ausgeglichenem Spiel, dem 1:0 für Wacker und einer Umsortierung unserer rechten Seite, vor allem von Raphael Ott, übernahmen die Löwen das Kommando und erarbeiteten sich bis zur Halbzeit etwa sechs große Chancen. Halbzeitstand 1:1 nach schöner Einzelleistung von Emre Erdogan. Fazit der ersten Hälfte: Chancenwucher ohne Ende – wie schon in Fürth, Vilzing etc.
In der zweiten Halbzeit hatten wir bis zum Gegentor in der 76. Minute (übrigens der ersten wirklichen Strafraumannäherung des SVW) gefühlte 90% Ballbesitz mit unzähligen Chancen, Halbchancen und Querschlägern im Strafraum – also wieder Chancenwucher ohne Ende, der dann in der 89. Minute noch mit dem 3:1 bestraft wird.
Fazit: Ein Spiel, bei dem der Gegner in der zweiten Halbzeit dreimal vor unser Tor kommt, ohne Not hergeschenkt, bei dem ich allerdings auch sehr verwundert über die Auswechslungen unsererseits bin. Und das mich etwas geknickt und ratlos zurücklässt.
Auf jeden Fall positiv zu erwähnen, sind die sehr guten Leistungen von Dordan, Erdogan und Ullmann. Und dass die Mannschaft nie aufgibt und sich wirklich viele, viele Torchancen erarbeitet.
Auf geht‘s Löwen treffen und siegen!
Alper Kayabunar (Trainer 1860 bei Löwen-TV):
Ich glaube, dass wir nicht so gut ins Spiel reingestartet sind. Ein bisschen Probleme hatten, nicht in die Zweikämpfe gekommen sind, trotzdem das Tor sehr einfach kassiert haben. Aber ich denke, dass die Jungs sich gut zurückgekämpft haben, gut ins Spiel reingebissen haben. Dann, Mitte der ersten Halbzeit hatten wir viel Zugriff, viel Kontrolle, haben uns Chancen erarbeitet und dann auch zurecht den Ausgleich geschossen, vielleicht vor der Halbzeit sogar verpasst, in Führung zu gehen. Und dann denke ich, dass wir richtig gut aus der Halbzeit rauskommen, ein richtig gutes Spiel machen. Über eine sehr lange Phase. Und dann leider verletzungsbedingt zweimal wechseln müssen, was dann in dem Augenblick vielleicht auch ein bisschen den Bruch bringt und wir in einem Umschaltmoment einfach das Tor kassieren, das 2:1. Und dann trotzdem anrennen. Und Burghausen halt dann mit der gefühlt dritten Torchance das dritte Tor macht. (…) Wir haben sehr viele Torchancen gehabt. Wir müssen mindestens zwei bis drei Tore in diesem Spiel schießen. Und das ist einfach der Unterschied: Dass Burghausen aus wenig viel gemacht hat und wir aus viel sehr wenig gemacht haben.
Bernd Winninger (die TAKTIKTAFEL):
Eigene Chancen für gefühlt drei Spiele, am Ende ein Tor. Das ist zu wenig! Im gegnerischen Strafraum treffen unsere Spieler zu oft die falsche Entscheidung. Schuss statt Pass oder umgekehrt. Das ist der Preis, den wir für die Unerfahrenheit eines Großteils der Mannschaft wohl zahlen müssen. Mit der Spielweise der Löwen bin ich grundsätzlich, nach wie vor, zufrieden. Mit dem Ergebnis kann ich es heute leider nicht sein.
Stefan Kranzberg (sechzger.de Redakteur):
Schwach begonnen, nach dem verdienten Gegentor gut gefangen und eine Dominanz aufgebaut, wie man sie in dieser Saison noch nicht gesehen hat. Im Anschluss eine katastrophale Chancenauswertung. Sechzig hatte ja Möglichkeiten für drei Spiele! Ich verstehe den Ansatz für die Umstellung auf 3-4-3, aber die Auswechslung von Weber und Dordan hat die Niederlage eingeleitet. Aus meiner Sicht vercoacht, so leid mir die Kritik an Alper auch tut, der an sich einen super Job macht. Selten eine so unnötige Niederlage der Löwen erlebt, aber wenn jemand so ein Spiel verlieren kann, dann Sechzig.
Christian Dierl (Vizepräsident):
Die erste Niederlage in der laufenden Regionalliga-Saison ist sehr ärgerlich und sehr enttäuschend. Wir sind nicht so gut ins Spiel gekommen, nach dem 1:0-Rückstand dann aber gut zurückgekommen und haben uns viele Chancen erarbeitet. Der Ausgleich war hochverdient und wir müssen schon vor der Halbzeit in Führung gehen und eine unserer vielen Möglichkeiten nutzen.
Wir sind dann sehr gut aus der Kabine gekommen, haben viel Druck gemacht, uns wieder zahlreiche Chancen erarbeitet. Burghausen kam zeitweise kaum aus deren Hälfte.
Wir müssen uns einmal mehr ankreiden, dass wir einfach unsere Tormöglichkeiten nicht nutzen und uns für den Aufwand nicht belohnen. Das war schon in Vilzing und in Fürth so. Dass wir diesmal das Spiel dann sogar noch verlieren und mit null Punkten heimfahren ist – wie gesagt – sehr ärgerlich und sehr enttäuschend.
Aber ich weiß, dass die Mannschaft und das Trainerteam hart arbeiten. Wir werden daraus lernen und es gegen Ansbach am Samstag und dann auswärts in Illertissen wieder besser machen.
Zum wiederholten Male ein riesengroßes Dankeschön an unsere Fans für die zahlreiche und lautstarke Unterstützung!











Ich würde gerne mal ne Doppelspitze mit Calderon und Niederlechner von Beginn an sehen