Die Abteilung Vereinsgeschichte des TSV 1860 ist in der übernächsten Woche als Kooperationspartner an einer Veranstaltung beteiligt, die wir besonders unseren historisch interessierten Leser*innen – aber auch allen anderen Löwenfans – ans Herz legen möchten. Am Montag, den 12. Oktober 2026, also am Abend vor dem Heimspiel gegen die SpVgg Bayreuth findet ab 19.30 Uhr im Stadion an der Schleißheimerstraße ein Themenabend unter dem Titel “Zwischen Erfolg und Verfolgung – Jüdische Sportler in München bis 1933 und danach” statt. Der Eintritt ist frei, es wird aber um eine Reservierung per Email gebeten.
Teil der Ausstellung auf dem Wittelsbacher Platz
Die Veranstaltung in der Schleißheimerstraße gehört zum Begleitprogramm der Freiluft-Ausstellung “Zwischen Erfolg und Verfolgung – Jüdisch Stars im deutschen Sport bis 1933 und danach”. Diese Ausstellung ist aktuell noch bis Sonntag, den 25. Oktober am Wittelsbacher Platz zu sehen. Alle Infos dazu findet Ihr auf der Website Jüdische Sportstars.
Teilnehmer beim Themenabend
Am Themenabend am 12.10. beteiligt sind Astrid Freyeisen, Redakteurin des Bayerischen Rundfunks und Autorin des
Podcasts “Mein Opa, die Nazis und Olympia”, Anton Löffelmeier von der Abteilung Vereinsgeschichte beim TSV 1860 München,
Andreas Wittner von der Kurt Landauer Stiftung und Dr. Maximilian Strnad vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München. Den Einführungsvortrag (“Prekäre Zugehörigkeit. Jüdisches Leben in München in den 1920er Jahren”) hält Dr. Andreas Heusler, das Schlusswort spricht Frank Schleicher von der evang. Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte Dachau. Die Musikalische Gestaltung übernimmt die Sängerin und Schauspielerin Vivian Kanner.
Hintergrund der Ausstellung des Themenabends
Die jüdischen Mitglieder in den Münchner Sport- und Turnvereinen aus der Zeit vor 1933 sind heute meist vergessen und aus der Vereinserinnerung verschwunden. Nach 1933 wurden sie aus den Vereinen hinausgedrängt und verfolgt. Viele von ihnen wurden in den Konzentrationslagern ermordet. Einige konnten emigrieren. Ihre Erfolge und Verdienste finden in kaum einer Vereinschronik Erwähnung. Damit ist auch das Wissen um die Bedeutung jüdischer Sportler und Sportlerinnen für die Entwicklung der Sportstadt München verloren gegangen. Sportlerinnen und Sportler jüdischer Herkunft spielten Fußball, Hockey, Tennis und Wasserball. Sie hatten Leitungsfunktionen in Vereinen und Verbänden inne und sie unterstützten ihre Vereine beim Ausbau der Sportstätten und Trainingsplätze. Im Gespräch werden beispielhaft Biografien jüdischer Sportler vorgestellt. Es werden Recherchemöglichkeiten und Quellen aufgezeigt und Projekte vorgestellt. Ein
Fokus liegt dabei darauf, wie in den Vereinen und in der Stadtgesellschaft Erinnern und Erinnerungsarbeit stattfinden kann.
Veranstaltet wird das Ganze von:
!Nie Wieder – Erinnerungstag im Deutschen Fußball
In Kooperation mit:
TSV München von 1860 e.V. Abteilung Vereinsgeschichte
Kurt Landauer Stiftung e.V.
Evangelische Versöhnungskirche in der KZ-Gedenkstätte Dachau
DFB-Kulturstiftung
Fanprojekt München
Stadion an der Schleißheimerstrasse.










