Mit dem Neustart in der Regionalliga Bayern hat sich der Kader des TSV 1860 München zwangsläufig grundlegend verändert. Viele Spieler kamen neu dazu, einige blieben und zahlreiche Spieler haben den Verein verlassen. Wie läuft es bei den ehemaligen Löwen bislang bei ihren neuen Herausforderungen?
Bei diesen ehemaligen Löwen läuft es gut
Sean Dulic
Ein weiteres Talent, das uns trotz eines hohen Marktwertes (1.200.000€) ablösefrei verlassen hat. Dulic steht bei der TSG aus Hoffenheim unter Vertrag. Dort trainiert er auch mit den Bundesliga-Profis und kommt bislang zum Sammeln von Erfahrung in der dritten Liga für deren zweite Mannschaft zum Einsatz. Mit den Hoffenheim-Bubis konnte Sean in beiden bisherigen Spielen die 90 Minuten absolvieren und mit soliden Leistungen bereits seinen ersten Sieg zu null einfahren. Auch seine erste Nominierung für die Elf des Tages konnte Dulic am zweiten Spieltag verbuchen.
Siemen Voet
Verteidiger Siemen Voet hat sich für den Verbleib in der dritten Liga beim 1. FC Saarbrücken entschieden. Dort konnte er nicht nur beide Ligaspiele über die vollen 90 Minuten absolvieren, sondern dort beim Auftaktsieg gegen Essen auch direkt ein Tor beisteuern. Damit hat er eine solide Basis dafür geschaffen, sich bei Saarbrücken zum Liebling der Fans und Stammspieler zu entwickeln.
Thomas Dähne
Thomas Dähne hat wie geplant die Rolle des zweiten Torwarts beim 1. FC Heidenheim in der zweiten Bundesliga eingenommen. Er steht dabei als Nummer zwei hinter Frank Feller. Bei dem 32-Jährigen, dem beim Wechsel zu den Löwen die Heimatnähe wichtig war, läuft also alles wie geplant.
Jesper Verlaat
Der von Verletzungspech geplagte langjährige Kapitän der Löwen spielt auch in der 4. Spielklasse des deutschen Fußballs. Allerdings spielt Verlaat in der Weststaffel bei der Zweitvertretung des BVB aus Dortmund. Gekommen als Leader, der als Ankerspieler in der jungen Mannschaft dienen soll, übertrifft Jesper alle Erwartungen. Nach seiner letzten Verletzung, wieder gesundet, konnte er alle drei Spiele über die volle Länge absolvieren. Zusätzlich kann er als Pfeiler in der Innenverteidigung bereits ein Tor und eine Vorlage verbuchen.
Patrik Hobsch
Gleich doppelt schlugen die Regensburger beim alten Löwenkader zu. Patrik Hobsch kam gut in seinem nächsten bayerischen Verein an. Im Toto-Pokal kam er in den beiden Spielen auf drei Tore und zwei Vorlagen, während er auch in der Liga beide Spiele absolvierte und dort eine Vorlage verbuchen konnte.
David Philipp
Auch David Philipp zog es nach seinem eher unglücklichen Engagement in München nach Regensburg. Halb auf der Zehn und halb auf dem Flügel durfte Phillip in beiden Ligaspielen der Regensburger starten. In den beiden Spielen gelang ihm ein Tor.
Maximilian Wolfram
Maxi Wolfram ging, wie die Löwen, auch in die 4. Liga. Allerdings schnürt er seine Schnürsenkel inzwischen bei den Kickers aus Offenbach. Was bei den Löwen noch als Notlösung interpretiert wurde, ist bei den Kickers jetzt gesetzt: Wolfram kommt nicht auf den Außen oder im Sturmzentrum zum Einsatz, sondern auf der Acht. Die Position scheint ihm zu gefallen. So konnte er in den ersten beiden Spielen – unter anderem gegen den SSV Ulm – jeweils ein Tor erzielen. In dem mit Talenten gespickten Kader konnte er sich als Führungsspieler etablieren.
Kilian Jakob
Kürzer als wahrscheinlich gedacht fiel das Comeback von Kilian Jakob im Löwendress aus. Nach nur einer Spielzeit verabschiedet sich der variable Flügelspieler und geht zur Viktoria aus Köln. Dort konnte er beide Ligaspiele in der 3. Liga von Anfang an bestreiten und eine Vorlage beisteuern. Zusammen mit Fabian Kloss und Raphael Ott konnte er einen Sieg einfahren, musste aber auch eine 2:5 Heimniederlage gegen Regensburg hinnehmen.
Justin Steinkötter
Für Justin Steinkötter kam der Schritt in die dritte Liga wieder mal zu früh. Nachdem er sich bei den Löwen nie durchsetzen konnte, ging er den Schritt zurück zur SGV Heilbronn-Freiberg. Dort startete er furios mit 5:0 und 3:0 siegen. In seinen beiden Startelfeinsätzen in der Sturmspitze konnte er 2 Vorlagen beitragen.
Kevin Volland
Das letzte Jahr bei 1860 hätte Kevin Volland wahrscheinlich gerne in Liga 2 erlebt. Wie wir wissen, kam alles ganz anders und Kevin entscheid sich aufgrund der körperlichen Belastung gegen ein weiteres Jahr bei den Löwen. Jetzt heißt es für ihn nach dem Spiel „Bier statt Mikrofon“, denn er spielt inzwischen in der Bezirksliga Schwaben Süd für den FC Thalhofen. Dort konnte er in den ersten 4 Spielen 7 Tore schießen. Besonders bemerkenswert: Im Spiel gegen den Aufstiegsfavoriten aus Kaufering erzielte Volland gleich 4 Tore (3 davon vom 11-Meter-Punkt).
Ex-Löwen mit Startschwierigkeiten
Samuel Althaus
Den talentierten Mittelfeldallrounder, den viele gerne behalten hätten, zog es in die 3. Liga zu Preußen Münster. Die Ablösesumme soll sich trotz des Marktwertes von 400.000€ nur auf 150.000€ belaufen haben. Mit einem Sieg und einem Unentschieden haben die Münsteraner einen soliden Saisonstart hingelegt. Auch wegen der starken Konkurrenz unter den Talenten wie Wesley Adeh, konnte er dazu bisher allerdings nur 3 Spielminuten beitragen. Ob er sich vielleicht am Wochenende im Pokal gegen den Karlsruher SC beweisen darf?
Sigurd Haugen
Einer der wenigen letztjährigen Löwen, die den Sprung in die zweite Liga geschafft haben, ist unser Topscorer des letzten Jahres. Mit dem Wechsel zu unseren Freunden aus Mittelfranken in Nürnberg tut sich Sigurd allerdings noch schwer. Spielminuten durfte er bislang nur in den Testspielen sammeln. Die Nürnberger, die mit zwei Siegen – unter anderem auch im Derby in Fürth – gestartet sind, haben im Sturm ordentlich Qualität. Unter anderem mit Mohamed Alì Zoma, einem Spieler, der seinen Marktwert von 8 Millionen Euro bereits mit 3 Toren in den ersten beiden Spielen untermauert hat. So hat es Haugen unter Trainer Miroslav Klose noch nicht in den Kader des FCN geschafft.
Clemens Lippmann
Ein weiterer Name auf der langen Liste der Talente, die uns ablösefrei (und vielleicht zu früh?) verließen. Für Lippmann ging es sogar in die erste Liga, zum SC Paderborn. Dort absolviert er momentan mit der ersten Mannschaft die Vorbereitung und kommt in den Testspielen auch gegen die großen Gegner wie den 1. FC Köln zum Einsatz. Trainer Ralf Kettemann gibt allerdings dem gesamten Kader Einsatzzeiten. Ob sich Lippmann gegen seine Konkurrenten beim Bundesligisten durchsetzen kann, bleibt fraglich.
Marvin Rittmüller
Der einzige Spieler, den es ins Ausland gezogen hat, ist Marvin Rittmüller, der zu Stal Rzeszów in die 2. polnische Liga wechselte. Als wertvollster Spieler des Kaders durfte er in 2 von 4 bisherigen Ligaspielen starten und wurde einmal eingewechselt. Trotz des Einsatzes auf dem offensiven Flügel konnte er bislang noch keine Torbeteiligungen sammeln. Mit 2 Punkten aus 4 Spielen kann dem Verein auch insgesamt ein Fehlstart attestiert werden.
Auf Arbeitssuche
Manuel Pfeifer
Nachdem er noch vor kurzem Angebote von Österreichs Topclubs hatte, sieht die Situation für Manuel Pfeifer inzwischen ganz anders aus. Nach einer unterdurchschnittlichen und verletzungsdurchzogenen Saison hat Pfeifer noch keinen neuen Arbeitgeber gefunden. Jüngst erklärte er im Interview mit dem kicker, wie das Ende der Zeit bei den Löwen aus seiner Perspektive gelaufen war. Ob dieses Interview aber wirklich ein Anliegen seinerseits war, oder nur seinen Namen zur Unterstützung der Vereinssuche in den Diskurs bringen sollte, bleibt dahingestellt.
Max Reinthaler
Ebenfalls noch ohne einen neuen Verein steht Max Reinthaler da. Ein Verbleib des Abwehrleuchtturms galt lange als nicht ausgeschlossen. Gerüchte über einen Verbleib halten sich auch jetzt noch hartnäckig. Dass ein Engagement bei den Löwen auch in der vierten Liga infrage käme, wurde bereits in den Medien diskutiert, aber ob man sich einen weiteren Abwehr-Routinier leisten möchte, bleibt noch offen.
Noch ohne ein neues Arbeitspapier bleiben außerdem Max Christiansen, Thore Jacobsen, Tim Danhof, Philipp Maier, Raphael Schifferl, Morris Schröter, René Vollath und Miran Qela aus dem letztjährigen Kader.











Nichts gegen Weber, aber Reinthaler ist m.E. um einiges stärker, man sollte ihn wenn möglich zurückholen, solange er noch nirgendwo anderes unterschrieben hat.
Hat jemand konkrete Infos, was mit Erdogan und Husic wird? Beide haben m.W. noch keinen Vertrag bei der neuen Sp.betr.-GmbH unterschrieben. Erdogan spielt sich Woche für Woche ins Schaufenster und Husic war gegen Aubstadt zwar im Kader, hat aber keine Minute gespielt, ein Zeichen für Abschied?
Wenn es noch verfügbare Mittel geben und es noch dein ein oder anderen der Vereinslosen geben sollte, der sich nen Verbleib vorstellen könnte, würd ich mich über Reini, Tim oder Philip schon freuen. Das würde die Achse nochmal verstärken aber all bin ich schon recht happy mit der Mansnchaft. Hfftl bleibt Erdogan irgendwie..