Manuel Pfeifer hat sich im Gespräch mit dem kicker zu seiner Zeit beim TSV 1860 und dem Aus bei den Löwen geäußert. Der Österreicher war im vergangenen Sommer vom TSV Hartberg nach Giesing gewechselt.
Große Erwartungen, guter Start
Pfeifer kam mit Vorschusslorbeeren nach München, in den Medien wurde von einem „Coup“ gesprochen. Ein Jahr zuvor hatten Rapid Wien und Sturm Graz Interesse an ihm gezeigt, die Erwartungen an ihn richteten sich schnell auch hiernach. Diese Erwartungen konnte er, auch aufgrund einiger Verletzungen, nicht erfüllen. Nach dem Zwangsabstieg war sein Arbeitspapier nicht mehr gültig.
Dabei war auch Pfeifer zunächst mit hohen Ambitionen nach München gekommen. Die ersten Gespräche seien sehr positiv gewesen und auch von der sportlichen Entwicklung habe er sich angetan gezeigt. Schließlich stand man nach fünf Spieltagen noch ungeschlagen auf dem dritten Tabellenplatz.
„Aber gleich die erste Niederlage gegen Hansa Rostock war ein Knackpunkt, die hat etwas gemacht mit uns. Dass nach einer einzigen Niederlage gleich so viel Kritik auf uns einprasselt, habe ich nicht für möglich gehalten. Von den Medien, von den Fans, auch intern.“
Nach der folgenden 1:5 Heimniederlage zum Wiesnauftakt gegen die Zweitvertretung aus Hoffenheim sei die Kritik nur noch größer geworden.
Trainerwechsel und Verletzungen
Mit der Freistellung von Trainer und Sportdirektor nach drei Niederlagen in Folge verschlechterte sich auch Pfeifers persönliche Situation. Denn die beiden waren diejenigen, die ihn nach München geholt hatten. Unter Nachfolger Markus Kauczinski spielte Pfeifer zunächst keine Rolle.
„Ich habe schnell gemerkt, dass es zwischen uns nicht so harmoniert.“
Als er sich nach mehreren Wochen wieder zurück gekämpft hatte, warfen ihn mehrere Verletzungen – erst im Abschlusstraining gegen Saarbrücken und anschließend ein Muskelfaserriss – wieder zurück. Erst im April war er wieder vollständig fit und konnte regelmäßig auf dem Platz stehen.
Manuel Pfeifer über das Ende der KGaA
Auf das, was nach Saisonende passierte, blickt Pfeifer sehr kritisch zurück. Von der finanziellen Schieflage infolge der Kündigung zweier Darlehensverträge durch Hasan Ismaik habe die Mannschaft zunächst nichts mitbekommen. Erst im Urlaub erfuhr er aus den Medien, dass die Löwen 2,7 Millionen Euro benötigen würden, um den Spielbetrieb in der 3. Liga zu finanzieren. Von Vereinsseite gab es dazu allerdings keinerlei Kommunikation.
„Da habe ich mir noch nichts dabei gedacht, es für das übliche 1860-Theater gehalten und geglaubt, dass man sich am Ende des Tages schon wieder einigen wird.“
Am „schwarzen Mittwoch“ saß Pfeifer mit seiner Freundin im Hotel, als er vom Verpassen der Frist hörte. Doch selbst hier gab es auch für die Spieler noch keinerlei Informationen von ihrem Arbeitgeber.
„Selbst als es vorbei war, hat sich keiner mehr bei uns Spielern gemeldet, das, muss ich sagen, war schon letztklassig.“
Aktuell ist Pfeifer vereinslos und wartet auf ein passendes Angebot. Er wünscht sich, weiterhin im Ausland zu spielen, schließt aber auch einen Wechsel zurück nach Österreich nicht kategorisch aus.











Als ich das im Kicker gelesen habe ich mir gedacht, was für eine Träne. Nur mimimi und wie schwer doch alles war. Unverschämtheit, die Fans kritisieren die Mannschaft nach der Nichtleistung zum Wiesnauftakt gegen Hoffenheim 2. Der böse Kauczinski auch noch, hat er sich gar nicht extra eine Stunde Zeit genommen um dem Bubi seine Entscheidung zu erklären. Der soll Kindergärtner werden, das Sensibelchen.
Um Pfeifer tut es mir leid. Ich glaube, er hat das ganze bei Sechzig unterschätzt. Auch nach dem ersten Heimspiel, als er zugab ziemlich nervös zu sein vor dieser Kulisse zu spielen. Und die Medien in München, sei es die Zeitungen, oder die Internet-Foren. Auch hier bei Sechzger.de sieht man wieder: Haben sie gewonnen, wie gestern, kommen gerade mal 25 Beiträge. Hätten sie verloren, wären es wahrscheinlich drei mal so viel. Und diejenigen, die jetzt schon nach dem Aufstieg krähen, geben dann kräftig Zunder, wenn’s nicht läuft. Bei Sechzig spielt man nicht nur vor großer Kulisse, sondern steht auch unter besonderer Beobachtung der Öffentlichkeit. Das muss man als Spieler vorher wissen und auch damit umgehen können. Vielleicht war er da zu unbedarft oder naiv.
Daran waren mit Sicherheit die e.V.-Verantwortlichen schuld, die sich in dieser herausfordernden Situation nicht genug um die KGaA-Profi-Spieler gekümmert haben.
Ironie-Modus Off.
Die eV-Verantwortlichen sind doch laut eines bestimmten Blogs an allem Schuld, und das schon seit 15 Jahren. Selbst das Hi den Darlehensvertrag kurzfristig und widerrechtlich gekündigt hat, auch daran sind sie Schuld.
Ja, da hast Du absolut Recht.
Also möglichst schnell den “bestimmten Blog” mit Missachtung strafen und keine unnötigen Diskussionen mehr darüber, was “er” und seine Gefolgschaft wieder an Negativem hervorgekramt haben.
Arbeitet dieser Oliver Griss jetzt beim Kicker?