Am 36. Spieltag der dritten Liga trat der TSV 1860 München heute beim FC Schweinfurt 05 an. Da die Schnüdel bereits vor dem Spiel abgestiegen waren und für Sechzig der Aufstiegszug schon abgefahren war, ging es im ausverkauften Sachs-Stadion mal wieder um die goldene Ananas. Und so spielten beide Teams auch über weite Strecken.

Kauczinski stellt drei Mal um

Gegenüber dem zähen 3:2-Sieg gegen den SSV Ulm am letzten Wochenende stellte Löwen-Trainer Markus Kauczinski sein Team auf drei Positionen um. Für Rittmüller startete Dulic in der Dreierkette. Dordan ersetzte Althaus auf der Doppelsechs und Niederlechner begann für Wolfram. So ergab sich taktisch eine 3-4-1-2-Formation. Das Spiel begann gemächlich, wobei 1860 die aktivere Mannschaft war und schnörkellos nach vorne spielte. Allerdings konnten die Löwen sich außer einigen ungefährlichen Ecken nichts Erwähnenswertes vor dem gegnerischen Tor erarbeiten.

1:0 von Schweinfurt weckt 1860 kurzzeitig auf

Schweinfurt trat offensiv bis zur 26. Minute auch wenig in Erscheinung. Dann aber stellten sie mit ihrer ersten Chance auf 1:0, als Müller eine Flanke von Ex-Löwe Böhnlein mit langem Bein über die Torlinie der Löwen bugsieren konnte. Im direkten Gegenzug hätte Haugen beinahe den postwendenden Ausgleich erzielt. Niederlechner bediente den Norweger sehenswert, der aus zehn Metern frei zum Schuss kam und den Ball an den Pfosten setzte. Zwei Minuten später machte es Haugen besser und traf zum Ausgleich. Nach einer Flanke von Voet hatte Haugen viel Platz im Strafraum, konnte den Ball unbedrängt annehmen und schön im rechten Winkel des Schweinfurter Tores zum 1:1 unterbringen (31. Minute). Danach verfielen beide Teams wieder in den Trott von vor den beiden Toren und es tat sich bis zur Pause bis auf eine kurze Unterbrechung wegen Pyros im Auswärtsblock wenig.

Sommerfußball auch in der zweiten Hälfte

Beide Mannschaften knüpften zu Beginn der zweiten 45 Minuten nahtlos an den Sommerfußball des ersten Durchgangs an. Sechzig versuchte hin und wieder, Haugen per langem Ball einzusetzen. Aber mit diesem Stilmittel konnten sie die gut postierte Schweinfurter Abwehr nicht in Verlegenheit bringen. So war es Böhnlein, der den ersten Torschuss des zweiten Durchgangs hatte. Er kam halbrechts im Strafraum der Löwen frei zum Schuss, aber Dähne konnte entschärfen. Die einzige Tormöglichkeit des zweiten Durchgangs für 1860 war fast ein Eigentor der Schnüdel. Der eingewechselte Angleberger spielte einen Rückpass auf Keeper Stahl, der diesem fast zum 1:2 durchgerutscht wäre.

Wechsel von Schweinfurt und 1860 beleben das Spiel etwas

Rund um die 60. Minute wechselten beide Trainer doppelt. Bei 1860 kamen Rittmüller und Hobsch für Dulic und Niederlechner. Danach ging das Spiel mehr hin und her und es ergaben sich auf beiden Seiten einige Halbchancen. Erst wurde Geis per Rückgabe gut eingesetzt, aber geblockt. Im direkten Gegenzug konnte Hobsch frei im Schweinfurter Strafraum auf’s Tor zugehen, setzte den Ball aber weit am langen Eck vorbei. In der 75. Minute kam U21-Kapitän Xaver Kiefersauer dann zu seinem Drittligadebüt, als er für Damjan Dordan eingewechselt wurde.

Spiel geht ohne Höhepunkte zu Ende

In der 81. Minute hätte Keller nach einer Ecke sein Team per Kopf in Führung bringen können. Aber er verfehlte das Tor um einige Zentimeter. Bis zum Ende der fünfminütigen Nachspielzeit passierte dann nichts mehr. Damit konnte 1860 also auch in Schweinfurt nicht gegen einen Drittliga-Absteiger überzeugen. Hoffentlich können die Löwen bis zum Toto-Pokal-Finale in Würzburg am 23.05. den Schalter nochmal umlegen.

 

 

 

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