Zwei Tage vor dem Duell mit dem TSV 1860 München äußerten sich Trainer Jens Härtel und Ex-Löwe Julian Guttau vom FC Erzgebirge Aue zur bevorstehenden Partie. In der Presserunde der Schachter betonte Härtel, man wolle unbedingt “den Bock umstoßen und den Dreier holen”.

“Den Bock umstoßen und den Dreier holen”

Nac dem obligatorischen “Glück Auf in die Runde” gab Härtel ein Kaderupdate und verriet, dass Boris Tashchy und Ricky Bornschein durchaus eine Option für Samstag sein könnten. Insbesondere bei Stürmer Bornschein ist dies bemerkenswert, war bei ihm doch im April eine Krebserkrankung diagnostiziert worden. Marcel Bär hingegen, der einst bei den Löwen Torschützenkönig geworden war, ist zwar wieder ins Training eingestiegen, braucht aber noch ein paar Wochen.

Nachdem ihm der Vorstand des FC Erzgebirge trotz des Fehlstarts in die Saison das Vertrauen ausgesprochen hatte, erklärte Härtel:

“Wir wissen alle, dass die Situation momentan nicht einfach ist. (…) Aber wir haben in den letzten Spielen nicht alles schlecht gemacht. Natürlich gab es auch in den Spielen Dinge, die wir verbessern können und die haben wir angesprochen, die trainieren wir. Und ich habe auch das Gefühl, dass die Mannschaft die Dinge aufnimmt, dass sie auch gewillt ist, Dinge zu verändern und anzupassen und eine gute Trainingsarbeit in dieser Woche leistet. Man hat überhaupt nicht das Gefühl, dass sie den Kopf hängen lassen.”

Klar sei jedoch, so der Trainer, dass man nun liefern müsse, wobei es gar nicht so sehr um Taktik gehe, sondern viel mehr um die Basics. Man müsse “den Bock umstoßen und den Dreier holen”.

Guttau immer besser im Spielrhythmus

Um das Selbstvertrauen seines Teams zu stärken, führt Härtel “deutlich mehr Einzelgespräche”, um seine Spieler daran zu erinnern, was sie können. Es gehe nicht darum, “alles schönzureden”, er sehe jedoch auch keinen Sinn darin, “jetzt mit der Keule durchzumarschieren und alle niederzumachen”, so der Trainer.

In die selber Kerbe schlägt auch Julian Guttau, der aus Mannschaftssicht berichtet, dass man wisse, dass “mehr in uns steckt”. Natürlich gebe es auch teamintern mal “klare Worte, wenn kein Trainer dabei ist”. Er selber sei nach seinem Ausfall in der Vorbereitung und zum Saisonstart lansam im Spielrhythmus, so der Offensivspieler.

“Gerade für mich als Spieler, der auch mal was Verrücktes versucht, ist es schon wichtig, diesen Rhythmus wieder zu kriegen und ich glaube, ich komme immer besser rein.”

Gute Balance als Schlüssel zum Erfolg

Angesprochen auf das Duell mit dem ehemaligen Arbeitgeber antwortete Guttau:

“Generell ist vor jedem Spiel die Motivation groß, aber klar: Ich hatte ne gute Zeit dort, hab mich sehr wohlgefühlt und freu mich drauf, alte Gesichter wieder zu sehen. Aber ich will natürlich, dass wir am Wochenende das Spiel gewinnen und werde alles reinhauen.”

Trainer Jens Härtel möchte die Defensivleistung der Löwen gegen die TSG Hoffenheim II nicht als Maßstab nehmen, merkte jedoch an:

“Es geht jetzt hier für uns darum, Lösungen zu finden. Das liegt auch in meiner Verantwortung. Ich spüre auch, dass die Mannschaft lebt und Dinge aufnimmt. Wir analysieren natürlich den Gegner, wissen aber auch nicht, was sie verändern.”

Er rechne damit, dass die Grundordnung beim TSV 1860 angepasst werde, so Härtel. Auch die Probleme der Löwen beim hohen Pressen seitens des Gegners seien aufgefallen, es gehe jedoch auch darum, “eine gute Balance zu finden”. Man wolle sich “nicht verstecken”, müsse jedoch auch darauf achten, “unsere Tiefe immer gut zu verteidigen”.

Titelbild: Screenshot YouTube

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Claus

Mir tut ja nur wirklich dieser Bock leid. Mindestens zwei- bis dreimal die Woche will ihn irgendjemand umstoßen 😉