Nach zwei Pleiten stehen die Löwen am Samstag unter Druck. Um 14:00 Uhr sind sie beim FC Erzgebirge Aue zu Gast und wollen sich dort für die enttäuschende Vorstellung beim jüngsten 1:5 gegen die TSG Hoffenheim II rehabilitieren. Bei der Löwenrunde vor dem Spiel kündigte Trainer Patrick Glöckner an dass es „einige Umstellungen geben“ wird und berichtete, dass die Mannschaft „die Trainingswoche voll durchgezogen hat“.

Kollektiv muss Verlaat-Ausfall auffangen

Glöckner sieht keinen 1:1-Ersatz als Führungsspieler für den verletzten Kapitän Verlaat vor sondern erklärt: „Das müssen wir als Kollektiv auffangen“. „Nach so einer Klatsche braucht man keinen, der einen noch einmal extra antreibt. Da muss jeder selbst auf dem Rasen brennen.“, sagte er weiter.  Den Besuch auf der Wiesn am Dienstag habe man „kurzgehalten“, dafür am Dienstag und Mittwoch jeweils zwei Mal trainiert. Auf den medialen Druck gegenüber seiner Person reagierte der Löwen-Coach gelassen: „Es geht hier nicht um meine Person, sondern um meine Mannschaft, das ist das Einzige, das zählt“. Für ihn gelte der Leitspruch „schütze Deine Spieler“, fügte Glöckner an.

Mehrfachwechsel und Systemumstellungen

Auf Nachfrage von sechzger.de erklärte der Löwen-Coach, man habe die letzten beiden Gegner taktisch „so erwartet, wie sie aufgetreten sind”. “. Wir konnten uns nicht lösen und haben gegen Hoffenheim in der Trinkpause umgestellt. Wir waren in Ballbesitz sehr ängstlich und sind nicht in die Zweikämpfe gekommen“, erklärte der 1860-Coach. „Solche Spiele gibt es, das passiert auch absoluten Top-Teams. Es hilft nur Brust raus und hart weiterarbeiten“, sagte Glöckner weiter. Es gelte in Aue die Trainingsleistung auch im Spiel auf den Platz zu bringen. „Es geht nicht um meine Person“, wiederholte Glöckner und fügte an: „Es geht darum, die Fans und den Verein glücklich zu machen. Man schläft tagelang nicht richtig nach solchen Spielen. Das geht auch den Spielern ähnlich.“.

Einige Umstellungen in Aue

Der Löwen-Coach kündigte an, dass es in Aue „einige Umstellungen“ geben wird. „Die Trainingseindrücke dieser Woche sind einzig und allein entscheidend, es werden die spielen, die bereit sind den letzten Meter zu gehen“, erklärte Glöckner, der Überraschungen nicht ausschloss. Gerade im Angriff brauche man „einen Spieler, der extrem viel gegen den Ball arbeitet und viel Erfahrung mitbringt. Wir brauchen eine gute Kombination, denn es ist nicht einfach, in diesem Stadion zu bestehen“, sagte Glöckner weiter. Entscheiden würden am Ende „die Tagesform, das Glück und die Gier“.

Pro und Contra Dreierkette

Dann ging Glöckner auf Frage von sechzger.de auf die Vor- und Nachteile der Dreierkette gegenüber der Viererkette (Zitat: „Das ist natürlich eine Option“) ein: „Das Problem der Dreierkette ist, dass die Schienenspieler zu 50% offensiv und zu 50% defensiv arbeiten müssen, bei der Viererkette sind es hingegen 70% offensiv. Wichtig ist es, dass wir in Aue wieder in die Räume kommen, dass wir ballsicherer werden und wieder Selbstvertrauen aufbauen“, erklärte Glöckner.

Löwenrunde: “In guten wie in schlechten Zeiten”

Über den Kreis mit den Fanvertretern nach der bitteren Pleite gegen Hoffenheim sagte der Sechzger-Trainer: „Das war sehr positiv. Wir haben uns gefreut über den positiven Support, sie haben uns gut zugesprochen, das fand ich klasse. Das gibt uns ein gutes Gefühl. Es heißt in guten wie in schlechten Zeiten und es ist super, dass unsere Fans das vor leben“.

Mit 1.800 Fans ins Erzgebirge

Auch in Aue dürften die Löwen-Fans wieder eine Rolle spielen, der Gästeblock ist mit 1.800 Löwenfans ausverkauft. Alle Daheimgeblieben können die Partie natürlich wieder bei uns im Live-Ticker oder auch im Free-TV im BR verfolgen.

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Ich muss zugeben, dass mir der Patrick Glöckner etwas leidtut. Wie auf den nach der Niederlage eingedroschen und wie er zum Alleinschuldigen ernannt wurde, ist unter aller Sau. Dabei ist er, so habe ich heute erst gelesen, von Haus aus eher ein Verfechter der Viererkette. Und dreimal dürft ihr raten, wer hauptsächlich auf die Dreierkette setzt: Genau, unser oberschlauer Herr Doktor. Ich habe so den leisen Verdacht, dass man hier auf den Falschen einprügelt, und frage mich inzwischen, ob das nicht vielleicht auch der Grund war, warum Glöckner so lange gezögert hat mit der Unterschrift unter den neuen Vertrag.

Kraiburger

Den Artikel habe ich auch gelesen. Woher stammte der denn? Von dem Autor habe ich noch nie was in Bezug zu Sechzig gehört.

Kraiburger

Jaja ich weiß.

Aber wenn man auf den Autor klickt, dann kommt da jemand, der eigentlich über Eintracht Frankfurt schreibt. Das ist ja kein typischer tz-Artikel, sondern von ippen. Mit ist dieser Artikel suspekt.

Was ist denn daran suspekt? Ippen Media ist eine Dachmarke für digitale Medien, die über 80 Portale und Marken mit Nachrichten versorgt. Dazu gehören der Münchner Merkur oder die Frankfurter Rundschau. Und da hat sich ein Frankfurter Journalist die Geschichte bei uns angeschaut und dabei 1 und 1 zusammengezählt. Das bekommen sie ja in München ja nicht mehr hin. und auch nicht die Redaktion von sechzger.de.

Du kannst übrigens bei Gemini Patrick Glöckners Spielsystem abfragen, da bekommst Du dieselbe Antwort.

Last edited 5 Monate zuvor by Alexander Schlegel
Kraiburger

Nix für Unguad, aber nir bleibt das weiter zu suspekt.

Irgendjemand aus dem Dunstkreis von 80 Medien, jemand der noch nie was über Sechzig geschrieben hat, behauptet auf seinem Blog irgendwas über den Trainer, und alle glaiben es, weil es schließlich “Ippen” ist. Najs, ganz fein bin ich damit eben nicht, wenn das für dich okay ist.

Kraiburger

Fuck, sorry für die vielen Tippfehler. Ich sollte wirklich mal über eine Brille nachdenken. Sorry!

Vorstopper

Naja ein derart flammendes Plädoyer für jemanden zu verfassen, mit dem man eigentlich überhaupt nichts zu tun hat, ist zumindest nicht alltäglich. Allerdings wird mir hier bei sechzger de die Rolle des GF Sport zu wenig hinterfragt. Es gab die Woche einen, wie ich finde guten Beitrag des Influentssers über Dr. Werner und seine Aussagen bei der etwas verunglückten Planeten Veranstaltung. Da sprach er eben davon, dem eigenen Nachwuchs in den Mittelpunkt zu stellen und nicht mehr irgendwelche Voet, Pfeifer, Christiansen etc. zu holen. Die völlig überhöhten Erwartungen muss sich der Doc auf die Fahne schreiben.

Ich verstehe, offen gesagt, nicht, was Du mit flammendem Plädoyer meinst. Erfolg wie Misserfolg hat meistens mehrere Väter. Hier wird aber so getan, als ob es ganz klar sei, dass nur der Trainer die Alleinschuld trägt. Kein Wort über die versagende Mannschaft, die Grundtugenden vermissen ließ, kein Wort über den Einfluss des Geschäftsführers, der in meinen Augen viel mehr da reinredet, als ihm eigentlich zusteht. Was mich auch befremdet, ist die Schnelligkeit von Hosianna zu kreuzigt ihn. Nahezu übergangslos innerhalb von zwei Wochen. Das wirft zumindest bei mir mehr Fragen auf, als bislang thematisiert wurde. Das hat nichts mit einer Nähe zum Trainer Glöckner zu tun, sondern mit der Verlogenheit, wie das hier diskutiert wird. Wenn ich allein sehe, wie die sechzger.de-Redaktion zum Vorgänger gehalten hat, obwohl jeder schon lange gesehen hat, dass das nichts mehr werden kann, und mit welcher Überschallgeschwindigkeit hier plötzlich die Ablösung von Glöckner gefordert wird und als Gipfel der Geschmacklosigkeit bei einem amtierenden und um seinen Job kämpfenden Trainer schon reihenweise Nachfolger durchgehechelt werden, dann finde ich das alles sehr suspekt. Und das größtenteils von denselben Leuten, die vorher eine Nibelungentreue an den Tag legten. Das passt, in meinen Augen zumindest, alles nicht so richtig zusammen und wirkt sehr, sehr billig.

Chemieloewe

Genau!👍Niederlagen gehören nunmal dazu. Wichtig ist, dass man daraus lernt, die richtigen praktischen Schlussfolgerungen zieht u. es dementsprechend in Zukunft besser macht. Das hoffe ich auch bei u. mit PG! Und nicht nun schon wieder ein nächstes Trainer-Experiment!

SpeziSpezl

Weils in der PK kurz kommentiert wurde, wie machts ihr das denn mit den Fragen die Thomas Spiesl immer mitbringt? Machts ihr das zusammen oder schmeißt da jeder aus der Redaktion eine rein, ich dacht bisher immer die sind alle vom Thomas selber.

An der Stelle auch ein Lob, ich find seit sechzger.de so mitmischt auf den PKs geht die Qualität der Fragen deutlich bergauf. Mein Gefühl sagt mir sogar ein Blogger hat sich davon inspirieren lassen und fragt nicht mehr welche griechische Gottheit am besten zum Spielstil passt. 👍

Jan Schrader

Wir sammeln immer vor den Löwenrunden, einigen uns dann auf die relevantesten Fragen aus Sicht der Redaktion und dann geht der Thomas mit diesem Paket an den Start. Natürlich entscheidet er dann frei in der Situation selbst, was passt und was ggf. nicht.

Und danke fürs Lob 🙂

Thomas Enn

Auch von mir vielen Dank für’s Lob!