Fast alle Drittligisten, die zuvor noch im Wettbewerb verblieben waren, haben in der aktuellen Länderspielpause ihre Hausaufgaben gemacht und ein Überwintern im jeweiligen regionalen Landespokal gesichert. Allen voran der TSV 1860, der am Mittwoch vergangener Woche bekanntermaßen durch ein 4:0 beim TSV Aubstadt relativ souverän ins Halbfinale einzog. Insgesamt dürfen sich noch 14 Drittligisten Hoffnungen auf eine Qualifikation für die 1. Hauptrunde im DFB-Pokal 2026/27 über ihren Landespokal machen.
Stand der Dinge im Landespokal in Bayern
Dass von den noch im Totopokal verbliebenen drei bayerischen Vertretern mindestens einer die Segel streichen müsste, war von vornherein klar. Trafen im direkten Ligaduell am letzten Freitag Abend doch der FC Ingolstadt und Jahn Regensburg aufeinander. Das bessere Ende hatte bekanntlich im Elfmeterschießen der Jahn für sich. Am Dienstag dieser Woche zog Wacker Burghausen nach und konnte das Regionalliga-Duell gegen Haching – ebenfalls in einer Entscheidung per Elfer – für sich entscheiden.
Es stehen also zwei Dritt- und zwei Regionalligisten in der Vorschlussrunde, die im Freistaat im Frühjahr ausgespielt wird. Am Dienstag, 24. März oder, drei Wochen später, am 14. April 2026. Die Auslosung der Partien erfolgt schon am Montag, den 15. Dezember. Wie gewohnt per Live-Übertragung auf der Instagram-Präsenz des bfv. Wen 1860 zieht, erfahrt Ihr natürlich sofort nach der Ziehung hier bei uns. Für die Löwen ist theoretisch eine Revanche für die bittere Liga-Niederlage am vorvergangenen Wochenende möglich.
Favoriten geben sich am Wochenende keine Blöße
Am vergangenen Wochenende gaben sich die jeweils favorisierten Drittligisten gegen unterklassige Gegner keine große Blöße. Verhältnismäßig schwer tat sich dabei am Samstag Nachmittag noch Energie Cottbus, das im Brandenburger Viertelfinale beim SV Babelsberg zweimal den Ausgleich hinnehmen musste, letztlich aber mit 4:2 siegen konnte. Knapp war es im benachbarten Sachsen, wo Erzgebirge Aue vor 8.600 Zuschauern bei Lok Leipzig mit 1:0 ins Viertelfiale einzog. Torschütze war dabei Ex-Löwe Marcel Bär, der nach seiner Verletzung wieder zurück zu alter Form zu finden scheint.
Hoch oben an der Ostseeküste siegte Hansa Rostock souverän mit 5:0 beim Verbandsligisten Penzliner SV und steht dort ebenfalls in der Runde der letzten acht. Im tiefen Westen der Republik ging es jeweils schon um den Einzug in die Runde der letzten vier. In Westfalen setzte sich dabei der SC Verl beim 1. FC Gievenbeck aus der Oberliga mit 4:1 durch, der aktuelle Tabellenführer der 3. Liga, der MSV Duisburg zog wiederum am Sonntag durch ein souveränes 3:0 beim Oberligisten SV Sonsbeck ins Niederrhein-Halbfinale ein.
Wiesbaden und Havelse auch noch im Wettbewerb
Nicht im Pokal-Einsatz waren in dieser Länderspielpause der SV Wehen Wiesbaden, der Mitte Februar im Viertelfinale in Hessen beim FSV Fernwald wieder ran muss und der TSV Havelse, der gar erst Anfangs April das Niedersachsen-Halbfinale beim SSV Jeddeloh bestreiten wird. Auch beim SSV Ulm ging es nicht um den Landespokal, sondern mehr um den Trainerwechsel. Die Spatzen stehen bereits im Viertelfinale, das erst im neuen Jahr ausgelost wird.
Waldhof braucht die Overtime
Fast zeitgleich mit den Löwen in Aubstadt, also schon Mitte der letzten Woche konnte der SV Waldhof im Landespokal Baden – etwas glücklich – seine Pflichtaufgabe erfüllen und ins Halbfinale einziehen. Im heimischen Carl-Benz-Stadion siegten die stark grippegeschwächten “Bube” vor 3.913 Zuschauern in der Verlängerung, die ein last-minute-Treffer von Niklas Hoffmann überhaupt erst ermöglicht hatte, mit 4:1 gegen Astoria Walldorf.
FCS souverän mit 9:0
Im Saarland hat man im vergangenen Sommer den Landespokal stark reformiert, weshalb der 1. FC Saarbrücken erst in der Runde der letzten 32 am vergangenen Donnerstag ins Geschehen eingreifen musste, dafür aber somit auch erst im Achtelfinale steht, das Anfang März ausgetragen wird. Der nächste Löwengegner machte mit dem Saarlandligisten SV Bliesmengen-Bolchen kurzen Prozess, siegte 9:0 und schoss sich so vielleicht auch ein wenig den aktuellen Ligafrust von der Seele.
Mittelrhein mit dem Achtelfinale in dieser Woche
Den letzten – mindestens – Viertelfinaleinzug eines Drittligisten im Landespokal realisierte – abgesehen vom oben angesprochenen “Sonderfall Saarland” – am gestrigen Mittwoch Abend Viktoria Köln mit einem 8:0 beim Wahlscheider SV aus der Bezirksliga. Tags zuvor hatte sich auch schon Alemannia Aachen souverän beim FV Bonn-Endenich aus der Landesliga durchsetzen können (7:1). Am Mittelrhein finden wir damit auch den einzigen regionalen Pokalwettbewerb, an dem noch zwei Drittligisten vertreten sind.
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Titelbild: Im Nebel von Aubstadt zogen die Löwen am Mittwoch vergangener Woche ins Halbfinale des Totopokals ein. Erstmals nach vier Jahren überwintern sie wieder in diesem Wettbewerb.











Also, wie schon geschrieben, ich wünsche mir ein Spiel in Burghausen und dann im Finale den Jahn zerlegen.