1:1 gegen Essen zum Start in die Rückrunde ist für die Kadersituationen ein zufriedenstellendes Ergebnis, für die eigenen Ansprüche aber eigentlich zu wenig. Wenn man wirklich noch oben angreifen will, müssen auch gegen die starken Gegner die Punkte her! Und das Programm im neuen Jahr ist für die Löwen alles andere als leicht. An der Bremer Brücke erwartet eine sehr starke Defensivtruppe die Löwen, welche mittlerweile auch das Tore schießen für sich entdeckt hat. Die Löwen müssen ran gegen den Verein für Leibesübungen von 1899 e.V. Osnabrück!
Aktuelles – die Ausgangssituation
Wir treffen am Sonntag auf das nächste Top-Team der Liga, dass sich mitten im Aufstiegskampf befindet. Mit aktuell 35 Zählern stehen die Lila-Weißen aktuell punktgleich mit Rostock und Essen auf dem fünften Tabellenplatz. Die zweitbeste Defensive der Liga sorgt aktuell für ein Torverhältnis von +8 (29:21), bei einer Bilanz von 10-5-5.
Es sind jetzt also auch keine Welten, welche die Auswärtskönige der Liga von den Löwen trennen. Während der TSV mit 21 Heimzählern punktgleich mit Spitzenreiter Cottbus auf Platz eins liegt, rangiert der VfL nur auf Platz 14. In der Auswärtstabelle ist es genau umgekehrt. Der VfL liegt mit 20 Punkten voran, während die Sechzger auf Rang 14 herumkrebsen. Mal sehen welche Mannschaft ihr unbeliebteres Terrain besser bespielen kann.
Die Form sprach vor der Winterpause eher für die Löwen, die Osnabrücker sind aber mit einem 3:0 Sieg in Aachen ins neue Jahr gestartet und zeigten bei den Treffern beeindruckenden Kombinationsfussball. Im Trainingslager wurden zwei Partien absolviert, ein 5:2 Sieg gegen den Regionalligisten Oberhausen und eine 0:2 Niederlage gegen Schalke sprangen dabei heraus. Vor der Winterpause verlor man gegen Stuttgart, Wiesbaden und Verl. Nur in Ulm gewann man nach einem Torfestival mit 5:3. Sie sind also schlagbar diese Niedersachsen, hoffentlich auch für unsere hungrigen Löwen.
Wintertransfers
Viel musste nicht nachjustiert werden in Osnabrück. Für den Sturm, der eher eine Schwachstelle darstellte, lieh man Julian Kania von Arminia Bielfeld. Der 24-jährige aus Dinkelscherben im bayrischen Schwaben konnte sich im Unterhaus nicht wie gewünscht durchsetzen und probiert es nun abermals in Liga 3! Dort brachte er es – oftmals von er Bank – in der Meistersaison des DSC auf 14 Treffer.
Nun gab es einen Stürmer soviel und somit entschied man sich Nikky Goguadze (27) an die Zweitvertretung des FC St.Pauli ab. Somit geht es für ihn zurück in die Regionalliga Nord, wo er sich mit Top-Leistungen für höhere Aufgaben empfohlen hatte, seine Eignung in Osnabrück jedoch nie nachhaltig nachweisen konnte.
Das Stadion
Der VfL trägt seine Heimspiele im Stadion Bremer Brücke aus, welches mitten in einem Wohngebiet des Stadtteil Schinkel liegt. Das Stadion weist eine Stadionkapazität von 16.098 Plätzen auf. Nach Abzug von Medienplätzen, sichteingeschränkten Plätzen sowie Pufferzonen können an Brückentagen in der Regel 15.741 Tickets verkauft werden.
Nachdem der langjährige Sponsor osnatel die Namensrechte an den Verein zurückgegeben hat, hat das Stadion nun seinen traditionellen Namen wieder; die Namensrechte teilen sich drei Tribünensponsoren sowie mehrere sogenannte Brückenpfeiler-Sponsoren.
Die Bremer Brücke wurde 1931–1933 vom SC Rapid Osnabrück gebaut und ist seit 1938 Heimstadion des VfL Osnabrück. Nach Kriegsschäden im Zweiten Weltkrieg wurde sie 1946 wieder aufgebaut und in den 1950er- bis 1970er-Jahren mehrfach erweitert und modernisiert, zeitweise mit über 35.000 Plätzen. Ab den 2000er-Jahren folgten weitere Modernisierungen (u. a. Sitzplätze, Medienräume, Flutlicht, Technik).
Ein großer Umbau erfolgte 2008–2011 mit Neubau der Nordtribüne und infrastrukturellen Verbesserungen, allerdings bei geringerer Gesamtkapazität. Seit 2015 gab es fortlaufende Sanierungen und Anpassungen an DFL-Vorgaben, besonders nach dem Zweitligaaufstieg 2019. 2024 führten gravierende Mängel an der Ostkurve kurzzeitig zur Schließung des Stadions, das nach Sicherungsmaßnahmen wieder freigegeben wurde – nun aber ohne Dach über der Fankurve der VfL-Fans.
Wovon wir Sechzger träumen, wird in Niedersachsen schon bald Realität. Der Erhalt des Standorts inklusive umfassendem Umbau wurde Ende letzten Jahres von der Stadt Osnabrück beschlossen. Viel Arbeit dazu hat auch die Faninitiative Mythos Bremer Brücke geleistet. Anders als bei den Löwen vorgesehen, hat aber nun wieder die Stadt wieder die Mehrheit in der Stadiongesellschaft übernommen. Alle Infos zu diesem Vorhaben findet ihr unter: stadionbremerbruecke.de
Das Hinspiel
An das Hinspiel können sich die meisten Löwen sicher noch erinnern. Erstes Heimspiel auf Giesings Höhen nach der Rückkehr von Kevin Volland. Strahlende Sonne, sengende Hitze und der verlorene Sohn trifft sehenswert zum 1:0. Als dann mit Florian Niederlechner noch Heimkehrer Nummer 2 kurz vor der Pause nachlegte, schien alles perfekt im Löwenkosmos.
Nach dem Wechsel spielte der TSV überzeugend weiter und konnte man Haugen den Sack in Minute 54 zu machen. Dann lies man aber nach und erlaubte Osnabrück in der 75. noch einen Treffer. Danach kam man etwas ins Schwimmen und wir Fans mussten etwas mehr zittern als uns lieb war. Trotzdem bleibt dieser Heimauftakt in die Saison 25/26 sehr positiv in Erinnerung und darf gerne auswärts in ähnlicher Manier wiederholt werden!
Der 21. Spieltag im Überblick
| Freitag | 19:00 Uhr | FC Viktoria Köln 1904 – 1. FC Saarbrücken |
|---|---|---|
| Samstag | 14:00 Uhr | FC Ingolstadt 04 – VfB Stuttgart 1893 II |
| 14:00 Uhr | FC Erzgebirge Aue – SSV Ulm 1846 Fußball | |
| 14:00 Uhr | FC Energie Cottbus – 1. FC Schweinfurt 05 | |
| 14:00 Uhr | Rot-Weiss Essen – TSV Havelse 1912 | |
| 14:00 Uhr | TSG 1899 Hoffenheim II – Aachener TSV Alemannia | |
| 16:30 Uhr | MSV 02 Duisburg – SSV Jahn Regensburg | |
| Sonntag | 13:30 Uhr | SV Waldhof Mannheim 07 – FC Hansa Rostock |
| 16:30 Uhr | VfL 1899 Osnabrück – TSV 1860 München |
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| 19:30 Uhr | SV Wehen Wiesbaden – SC Verl 1924 |












