In der Rubrik “Stimmen zum Spiel” geben wir nach den Spielen unserer Löwen verschiedensten Protagonisten eine Stimme und schenken ihnen gemeinsam Gehör. Ob Spieler, Trainer, Funktionäre, Fans, sechzger.de-Redakteure, … Es gibt keine Beschränkung, von wem wir eine Meinung zu den letzten hinter uns liegenden neunzig Löwenminuten einholen und an dieser Stelle veröffentlichen. Hier geht es um die 2:1-Niederlage gegen die Zweitvertretung des VfB Stuttgart, die am frühen Samstag Abend in Großaspach über die Bühne ging.
Flo (unter dem Spitznamen “Dosi” bekannter Löwenfan):
Extrem bitter, viele gute Chancen nicht genutzt. Die ersten fünfzehn Minuten waren okay, die letzten zehn Minuten auch, zwischendurch extrem planlos. Positiv dagegen der gute Support und die zahlreichen Fans, die unseren TSV auswärts begleitet haben.
Markus Kauczinski ( bei MagentaSport):
Wir haben eigentlich ordentlich angefangen. Zwanzig Minuten waren eigentlich in unserer Hand, mit Chancen, mit Möglichkeiten. Und dann werden wir ausgekontert, sind schlecht positioniert. Und dann verlieren wir mit dem 1:0 völlig den Faden in der ersten Halbzeit, kriegen das zweite Tor und sind zwanzig Minuten völlig daneben. In der zweiten Halbzeit haben wir den Kampf angenommen und haben gekämpft und haben alles probiert und machen das 2:1. Und dann war’s zumindest ein ausgeglichener Kampf.
FloBu (Reakteur bei sechzger.de):
Das war eine merkwürdige Niederlage. So ist man zu Beginn und zu Ende der Partie klar dominant, jedoch einfach zu ineffektiv. Dass man am Ende das Spiel verliert, weil man in entscheidenden Momenten nicht schlau und nicht spritzig genug ist, schmerzt ein wenig.
Die Stimmung war für ein – bis auf den Gästeblock – fast leeres Stadion gut.
Nico Willig (Trainer VfB Stuttgart II bei MagentaSport):
Ich glaub, dass wir viele Phasen des Spiels heut gut abgedeckt haben. Die Phase ‘gut Fußball spielen’ ab Minute elf, glaube ich, haben wir wirklich richtig gut bis zur Pause gemacht. Das 2:0 war aus meiner Sicht total verdient. Aber auch dann die Phase ‘leiden können, aushalten können, fighten, sich reinwerfen, die Kopfballduelle führen, die zweiten Bälle holen’ und daraus trotzdem dann die eine oder andere gefährliche Strafraumsituation zu generieren, um den Sack zu zumachen. Das haben wir auch gut hingekriegt. Und das war dann schon in vielen Dingen sehr reif gegen einen sehr unangenehmen Gegner, wie er gespielt hat.
Thore Jacobsen (Löwenkapitän, bei MagentaSport):
Die ersten zwanzig Minuten fand ich echt in Ordnung.Wir machen das Tor, was jetzt nicht gegeben wurde. Ich glaub Abseitsstellung. Aber danach: Ein Gegentor und völlig den Faden verloren. Unreif gespielt, keine Eier gehabt. Ich weiß nicht was los war nach diesem gegentor. Jeder hat gemacht, was er wollte, keine Zweikämpfe gewonnen. Das war einfach von allen zu wenig!
Claude Rapp (schwäbischer Löwenfan und Fanfotograf):
Der VfB zeigte insgesamt mehr Spielfreude. Kurze gute Phasen unserer Löwen reichen einfach nicht für einen Sieg. Die Niederlage lag nicht am Schiedsrichter, obwohl er sich dem Niveau unserer Löwen angepasst hat. Da ich aber mehr unsere Fankurve im Blick habe, als das Spiel, kann ich dazu sagen: Was der Gästeblock neunzig Minuten abgeliefert hat, war mal wieder erstklassig.
Mane (Allesfahrer):
Nach einem wirklich starken Beginn waren die zwei frühen und so billigen Gegentreffer eigentlich schon spielentscheidend. Zudem waren das auch auf den Rängen bei den ca 3.500 Löwenfans absolute Wirkungstreffer. Ich hatte im Stadion selbst in unseren Druckphasen – z.B. gleich zu Beginn der zweiten 45 Minuten – nie das Gefühl, dass wir die Begegnung noch drehen können. Extrem ernüchternd und enttäuschend!











Ich möchte hier mal mit einer steilen These rein grätschen, was die Stimmen bzgl Support betrifft. Schön und gut, da fahren 3000 Fans in dieses Stadion in der völligen Diaspora, machen was wir Fans so machen und oh Wunder, wir verlieren zum wiederholten Mal dort. Ich denke, die Kulisse motiviert diese junge Mannschaften des Gegners extrem. Was ich jetzt frech behaupte, kommen 200 Löwenfans und 100 Stuttgarter, gewinnen wir.
Irgendwie eine interessante These, und ganz und gar nicht abwegig. Die Zusatzfrage lautet, warum agiert unser Team nicht wie im Heimspiel, wenn es die Fans sozusagen zum Heimspiel,machen?
Ich bin der Meinung, dass auch die Heimspiele gegen solche Mannschaften uns vor Probleme stellt. Siehe zum Beispiel Hoffenheim 2. das ist das Spiel der Saison für die und wir laufen hinterher.
Hatte denselben Gedankengang.
Sie haben ja durchaus wie eine Heimmannschaft angefangen.
Stimmt und der vermeintliche Führungstreffer wäre auch durchaus verdient gewesen!
Mit einem einfachen Spielzug die zur Stuttgarter Führung kam, ist ein vollständiges Blackout der kompletten Hintermannschaft zu attestieren.
Dann wars Spiel eh gelaufen… leider
Ja, sehe ich exakt genauso. Ich fühlte ich sehr stark an Regensburg erinnert. Immerhin ist es nicht ganz so schlimm gekommen.
Was aber nichts am Spielausgang ändert. Abgesehen davon, muss man dann halt auch mal ein Tor schießen, und zum wiederholten Mal lässt man sich von einer Zweitvertretung einseifen.