Cristian Ballweg ist der Mann an der Pfeife, wenn die Löwen am Samstag Nachmittag im Saarbrücker Ludwigspark antreten. Er ist dem TSV 1860 in der laufenden Drittligasaison schon einmal begegnet und daran erinnert sich kein Löwenfan gern. Beim 1:5 gegen Hoffenheim II war’s. Dass dieses Resultat und die absolut ernüchternde Leistung der Löwen in jenem Spiel darauf zurückzuführen sein könnte, dass Ballwegs Vorname in der damaligen Schiedsrichter-Vorstellung hier auf sechzger.de falsch geschrieben worden war (nämlich mit einem “h” hinter dem C), ist unwahrscheinlich. Dennoch bedauern wir diesen Lapsus, der dem Verfasser des Artikels tatsächlich erst heute aufgefallen ist.
Rückblick auf den letzten Spieltag
Wie bei der letzten Vorstellung von Cristian Ballweg beginnt der Artikel über ihn allerdings erstmal mit einem kurzen Rückblick auf jenen seiner Kollegen, der 1860 im vorangegangen Spiel gepfiffen hatte. Denn erneut wurde genau dieser Unparteiische von liga3-online.de zum Schiedsrichter des Spieltags gewählt. Diesmal war es Daniel Bartnitzki, der in der Partie zwischen den Löwen und dem Jahn aus Regensburg mit insgesamt nur vier Gelben Karten auskam (nur eine für die Gastgeber) und eine tadellose Leistung zeigte. Das Portal lobt seine “gute Kommunikation mit den Spielern”.
Ballweg statistisch ein milder Schiri
Wäre schön, wenn über Cristian Ballweg am kommenden Montag ähnliches zu berichten ist. Der 30-Jährige hat inklusive seinem letzten Einsatz bei den Löwen im September in dieser Saison noch weitere zehn Drittligapartien geleitet und bestreitet in Saarbrücken somit sein 60. Spiel in dieser Klasse. Da er in diesen zehn Spielen 45 Gelbe, keine Gelb-Rote und keine Rote Karte zeigen musste und auch keinen Elfmeter zu verhängen hatte, kann er (inzwischen) als – zumindest statistisch – recht milder Referee bezeichnet werden. Bei den Verwarnungen liegt er knapp unter dem Ligaschnitt von 4,7 pro Partien, bei den Ampelkarten mit einer Gezeigten alle 7,4 Spiele im Mittel. Ein einziger Platzverweis in 59 Spielen ist hingegen durchaus bemerkenswert wenig. Zehn Elfmeter, also einer alle sechs Spiele ist ebenfalls ein niedriger Wert.
Nicht Schuld am 1:5 der Löwen
Die bei unserer letzten Vorstellung von Cristian Ballweg noch betonte tolle Bilanz des TSV 1860 unter der Leitung dieses Schiris (keine Niederlage, aber drei Siege in sechs Spielen) wurde durch die Blamage gegen Hoffenheim (ausgerechnet zum Wiesnauftakt) natürlich zerstört. Wobei ihm diese Blamage nicht anzulasten ist. Vom kicker erhielt er danach für seinen Einsatz die Note 3,0. Vergleichbare solide Bewertungen zwischen 2,5 und 3,5 bekam der Hesse dann auch für seine letzten vier Einsätze in der 3. Liga zu Beginn dieses Jahres. Unter anderem war er beim durchaus hitzigen 3:3 zwischen Alemannia Aachen und Rot-Weiss Essen im Februar auf dem Tivoli und beim 5:1 im Spitzenspiel zwischen Hansa Rostock und dem MSV Duisburg im Ostseestadion im Einsatz. Es gibt gewiss leichtere Aufgaben in dieser Liga!
Eingespieltes Unparteiischen-Team
Als absolut eingespielt kann man das Schiedsrichtergespann für die Partie im Ludwigspark bezeichnen. Wie so oft in dieser Saison wird Cristian Ballweg an den Seitenlinien von Tim Waldinger und Maximilian Prölss, beide ebenfalls aus Hessen, unterstützt. Der erfahrene Waldinger befindet sich schon in seiner vierten Spielzeit als Assistent in der 3. Liga und hat 50 Partien in dieser Funktion absolviert. Sieben Mal waren dabei die Münchner Löwen beteiligt, wobei diese bei seinen letzten vier Einsätzen stets als Verlierer vom Platz gingen. Neben dem – hier nun fast schon zu oft angesprochenen – 1:5 gegen Hoffenheim II handelt es sich um Heimniederlagen gegen Bielefeld (0:3 im Februar 2025) und Wiesbaden (2:3 im Oktober 2024) sowie um das 1:3 in Aue zum Jahresabschluss 2024. Diese für uns Löwen unschöne Serie unter der Mitwirkung von Waldinger darf am Samstag dann gern enden! Der deutlich jüngere Linienrichter Prölss ist erst seit dieser Saison in der 3. Liga mit dem Fähnchen unterwegs. Sein einziger Berührungspunkt mit 1860 ist entsprechend… Nein, hier wird nun nicht mehr über dieses unschöne Ereignis geschrieben.
Der Vierte Offizielle
Zwischen den Trainerbänken ist am Samstag Tobias Esch aus Königswinter im Siebengebirge zu finden. Er übt diese Funktion in der 3. Liga seit der vergangenen Saison in bislang zwölf Spielen aus. Den Löwen begegnete er dabei bislang nur einmal: beim 0:0 in Wiesbaden am 12. März 2025.
Titelbild: Ein Löwe im Hoffenheimer Strafraum am Boden. Cristian Ballweg beobachtet die Behandlung von Thore Jacobsen am 20. September 2025 beim 1:5 des TSV 1860 gegen Hoffenheim II.










