Die Löwen kehrten am Sonntagabend ohne Punkte vom Spitzenspiel aus Duisburg zurück. Beim 1:2 lieferten die Münchner zwar eine ordentliche Vorstellung ab, konnten sich aber selbst nicht belohnen. In seine Analyse auf liga3-online.de erklärt Schiedsrichter-Experte Babak Rafati heute wieder die drei strittigen Szenen und bestätigt dabei, dass Referee Richard Hempel stets richtig lag.
Klarer Elfmeter an Haugen
Der Strafstoß für die Löwen, den Jacobsen zum 1:1 verwandelte, war berechtigt. So schreibt Rafati über die Szene:
Im Strafraum spielt Haugen seinen Gegenspieler Casar aus. Dieser will noch versuchen, an den Ball zu kommen, indem er den Fuß herausnimmt. Allerdings verpasst er das Spielgerät, stellt stattdessen Haugen ein Bein und bringt ihn dadurch zu Fall. Das ist ein Foulspiel und somit ist die Elfmeterentscheidung richtig.
Platzverweis gegen Jacobsen berechtigt
Auch am Platzverweis gegen Jacobsen gab es laut Rafati nichts zu rütteln. Jacobsen sah kurz vor Ende der regulären Spielzeit Gelb, als Haugen an der Mittellinie gelegt wurde und nach einem taktischen Foul in der Nachspielzeit zeigte Hempel die Ampelkarte. Rafati schreibt dazu:
Kother wird im Mittelfeld angespielt, tickt den Ball an und kann in eine aussichtsreiche Chance auf der linken Seite kommen. Allerdings kommt Jacobsen in den Zweikampf und will mit hoher Intensität vor dem Gegenspieler am Ball sein, verpasst aber das Spielgerät. Stattdessen trifft er seinen Gegenspieler Kother am Fuß und bringt ihn zu Fall. Das ist ein klares Foulspiel, bei dem eine gute Angriffschance unterbunden wird, sodass die gelbe Karte, die dann für den bereits gelb-verwarnten Jacobsen zur Ampelkarte führt, eine richtige Entscheidung ist.
Kein Foul an Philipp vor dem 2:1
Heiß diskutiert wurde auf der langen Heimfahrt unter den Löwenfans die Szene beim 2:1 von Duisburg, als Philipp kurz vor dem eigenen Strafraum nach einem Zweikampf zu Fall kam, das Spiel aber weiterlief. Dazu schreibt Rafati:
Bei diesem Zweikampf orientiert sich Tugbenyo nur zum Ball und hat den Blick auch nur zum Spielgerät. Philipp wiederum orientiert sich nur zum Gegenspieler, und dann kommt es zum Zusammenprall, für den man keinen Freistoß – weder für den Angreifer noch für den Verteidiger – verhängen kann. Eine richtige Entscheidung, weiterspielen zu lassen und den anschließenden Treffer anzuerkennen.
Am Schiri lag es auf jeden Fall nicht
Auch der Kicker bewertete die Leistung des Schiedsrichters Richard Hempel aus Dresden mit der Note 2,5. Eines ist klar: Am Schiedsrichter lag es gestern auf jeden Fall nicht…










