Am Sonntagabend gewann Dominik Krause von den Grünen mit überraschend großem Abstand die Stichwahl zum Münchner Oberbürgermeister gegen Amtsinhaber Dieter Reiter (SPD). Was bedeutet Krauses Wahl nun für den Um- oder Ausbau des Grünwalder Stadions?
Vorgeschichte: intensive Gespräche zwischen Gernot Mang und Dieter Reiter
Der Wahl vorausgegangen waren intensive Gespräche zwischen dem Löwenpräsidenten Gernot Mang und dem abgewählten OB Dieter Reiter. Mang war spürbar an einem besseren Verhältnis zum Oberbürgermeister interessiert als sein Vorgänger Reisinger, der sich mit dem Alt-OB über Jahre ein “Schwarzer-Peter-Spiel” rund um eine Ertüchtigung und damit einhergehende Mietverpflichtungen für 1860 geliefert hatte. Das führte zu einem jahrelangen Stillstand bei der dringend nötigen Modernisierung des Grünwalder Stadions. Mang gelang es, bei der Stadt München die Erbpacht-Lösung und einen Umbau unter der Führung des TSV 1860 München e.V. zu positionieren. Außerdem wurde die Durchführung einer Machbarkeitsstudie vereinbart. Deren Kosten trägt 1860 und ihre Ergebnisse sollen im Juni vorliegen.
Wie positioniert sich Neu-OB Krause zum Grünwalder Stadion?
Angesichts der aktuellen Herausforderungen für die Stadt München spielte das Stadionthema im Wahlkampf eher eine Nebenrolle. Dennoch traf der frisch gewählte OB Krause auch im Wahlkampf Aussagen zu seiner Sichtweise auf die Zukunft des Grünwalder Stadions. Als Giesinger ist Krause ja nah dran am Stadion und er kennt auch den Alltag der Anwohner. Dazu äußerte er sich sehr positiv: “Das Stadion ist ja nichts Neues und wer da wohnt, der weiß das. Und ich wünsche mir, dass es da auch noch lange bleibt. So als Nachbar vom Stadion quasi. Ich finde es großartig, dass da was los ist und – ja – das ist eine Verkehrbehinderung an den Spieltagen. Aber das heißt auch, dass im Viertel Leute unterwegs sind. Man hört die Fangesänge im ganzen Viertel. Man hört das Stadion und ich finde, das gehört an so einem Standort einfach dazu. Das Stadion war da schon immer und ich wünsche mir, dass es da noch lange bleibt.” Das sind also durchaus positive Aussagen, die den Löwenfans Mut machen sollten, dass Krause sich für eine Modernisierung des Grünwalder Stadions einsetzen wird.
Krause verspricht 1860 Gespräche auf Augenhöhe
Für den frisch gewählten OB gehört das Sechzgerstadion “zur DNA unseres Viertels.” Denn Giesing sei noch “nicht so geschleckt”, woran das Stadion großen Anteil habe. Giesing ohne Grünwalder Stadion kann der 35-Jährige sich gar nicht vorstellen. Und das obwohl er gar kein Fußballfan ist. Auf Einladung des ehemaligen 1860-Verwaltungsrates Christian Waggershauser war Krause beim 2:1-Sieg gegen Erzgebirge Aue erstmals im Grünwalder Stadion. “Die Stimmung war super, ein rundum gelungener Abend,” sagte Krause über seinen Spielbesuch zur AZ. Auch er hält das Erbpachtmodell für den “richtigen Weg”. Krause wollte im Wahlkampf den Ball flach halten und “keine Versprechen machen, die ich später nicht halten kann”. Vor dem Hintergrund der Budgetknappheit der Landeshauptstadt ist für Krause aber auch klar: “Wenn wir als Stadt eine hohe Summe Steuergeld investieren, dann muss am Ende auch eine moderne Spielstätte stehen.” Das sehen die Löwenfans sicher auch so. Er verspricht: “Ich werde mit den Löwen auf Augenhöhe sprechen, vertraulich und wertschätzend.” Hoffen wir, dass Gernot Mang die Gespräche spätestens nach Vorliegen der Machbarkeitsstudie in diesem Spirit mit dem neuen OB aufnehmen kann.











Zitat:
Mang war spürbar an einem besseren Verhältnis zum Oberbürgermeister interessiert als sein Vorgänger Reisinger, der sich mit dem Alt-OB über Jahre ein “Schwarzer-Peter-Spiel” rund um eine Ertüchtigung und damit einhergehende Mietverpflichtungen für 1860 geliefert hatte. Das führte zu einem jahrelangen Stillstand bei der dringend nötigen Modernisierung des Grünwalder Stadions. Mang gelang es, bei der Stadt München die Erbpacht-Lösung und einen Umbau unter der Führung des TSV 1860 München e.V. zu positionieren. Außerdem wurde die Durchführung einer Machbarkeitsstudie vereinbart. Deren Kosten trägt 1860 und ihre Ergebnisse sollen im Juni vorliegen.
Also der Absatz ist meines Erachens nicht ganz korrekt:
Herr Reiter und das von ihm beauftragte Bewertungsamt legten schlichtweg über Jahre hinweg keine Zahlen vor, mit denen ein seriöses Handeln möglich gewesen wäre. Tatsächlich ist unser Ex-Präsident in seiner manchmal “charmanten” Art auch nicht derjenige gewesen, der dem OB in den …. gekrochen wäre. So kam es wie es kommen musste. Und hätte der TSV nicht auf das Erbpachtsystem umgeschwenkt, lägen uns immer noch keine Zahlen zu Miete oder Nebenkosten eines ausgebauten Sechzgers vor.
Als Verena Dietl das erste Mal die Erbpachtlösung aufs Tablett brachte, gab es einen Hr. Mang im näheren Umfeld des TSV noch überhaupt nicht. Damals war man im Verein nicht begeistert über die dadurch entsehenden Kosten, welche letztendlich beim TSV bleiben. Kein Wunder, nachdem man chronisch pleite ist. Natürlich erscheint die Erbpacht mit den ganze Möglichkeiten verlockend. Gleichzeitig sollte man aber auch alles finanziell in trockenen Tüchern haben.
Sonst zerlegt es den TSV doch noch in seine Bestandteile.
Um die gewünschten 25.000 zu erzielen benötigt man natürlich eine entsprechende Machbarkeitsstudie. Genauso wie die Stadt die von A&S benötigte, mit dem gewünschten Ziel 18160. Man kann den Verantwortlichen nur alles Glück der Welt wünschen. Das werden sie brauchen. Realistisch zutrauen tue ich es ihnen nicht.
Aber man wird sehen.