In der Rubrik “Stimmen zum Spiel” geben wir nach den Spielen unserer Löwen verschiedensten Protagonisten eine Stimme und schenken ihnen gemeinsam Gehör. Ob Spieler, Trainer, Funktionäre, Fans, sechzger.de-Redakteure, … Es gibt keine Beschränkung, von wem wir eine Meinung zu den letzten hinter uns liegenden neunzig Löwenminuten einholen und an dieser Stelle veröffentlichen. Hier geht es um die 0:3-Niederlage am Dienstag Abend in Cottbus, durch das 1860 nun seine letzten winzigen Aufstiegshoffnungen endgültig verspielt hat.
Sabine Popp (schon zum dritten Mal in dieser Saison hier um ein Statement gebeten):
Bekanntlich reise ich gern zum Fußball in den Osten der Republik. Diesmal per Zug nach Cottbus, ins Energiestadion. Bei der Hinreise per Bahn bescherte uns der Zwischenhalt Leipziger Lerchen – eine süße Gebäckspezialität. In Cottbus bewegte sich unsere kleine Reisegruppe nach dem traditionellen Besuch des Spremberger Turms auf den Spuren des Widerstands gegen das NS-Regime in den sehenswerten Stadtteil Sandow.
Fußball? Gab’s auch: Eine satte Niederlage, begleitet von den Gesängen des Löwen-Anhangs und dem warmen Licht des Sonnenuntergangs. Die Heimfahrt zog sich bis ins Morgengrauen, denn ein mit Löwen voll beladenes E-Auto braucht einfach viel Energie.
Hat’s sich gelohnt? Eh klar – immer wieder TSV!
Thore Jacobsen (nach dem Spiel bei MAGENTASport):
Absolut verdient. Wir waren nicht bereit für das Spiel heute, sind nicht in die Zweikämpfe gekommen. Wir wurden quasi überrannt in der ersten Halbzeit. Und wenn du dann mit so einem 0:2 hinterherrennst, ist es immer schwer. Vor allen Dingen hier auswärts. Wie gesagt: fassungslos. Wir haben uns heute viel vorgenommen. Es war mehr oder weniger die letzte Chance, nochmal ranzurutschen mit diesem Spiel. Da dürfen wir nicht so eine erste Halbzeit hinlegen. Die Körpersprache von jedem. Es war… wie Geister.
Markus Kauczinski (nach dem Spiel in der PK):
Ich glaube, der Sieg geht total in Ordnung. In der ersten Halbzeit haben wir überhaupt kein Mittel gefunden, wir waren in allen Belangen unterlegen, konnten das Tempo nicht mitgehen. Zweikampfhärte überhaupt nicht vorhanden. Wir haben, glaube ich, erst in der 45. Minute die erste Chance durch Justin Steinkötter. Ansonsten waren mit dem 2:0 auch noch gut bedient. Wir haben dann eine Phase am Anfang der zweiten Halbzeit – 25 Minuten, die ordentlich waren – wo wir angefangen haben, uns zu wehren. (…) Mit dem 3:0 war das Spiel für uns gegessen. Wir haben heute unsere Grenzen gesehen, haben sie aufgezeigt bekommen. Vor allen Dingen in der ersten Halbzeit ist Cottbus über uns hergefallen und wir haben leider, vor allen Dingen im körperlichen Bereich, im Zweikampfbereich…wenn du schon spielerisch die Mittel nicht findest und vom Tempo und vom Gegenpressing zumindestens dagegen zu halten… Das haben wir nicht genug hinbekommen, haben zu viele gehabt, die nicht in der Lage waren, sich zu wehren. Und deswegen geht der Sieg in dieser Höhe auch in Ordnung.
Jan (Ex-sechzger.de-Redakteur und Kandidat für den Verwaltungsrat):
Wenn man das Positive sehen will, dann haben die Löwenfans endlich die Gewissheit, dass wir nächste Saison erneut in der 3. Liga spielen. Cottbus hat einfach einen anderen, viel besseren Fußball auf den Rasen gebracht, als wir. Die Niederlage ist entsprechend völlig verdient. Zumindest konnte das Stadion bei meinem ersten Besuch dort (endlich geschafft!) echt überzeugen. Mal schau‘n, ob wir nächste Saison erneut in die Lausitz reisen.
Jans Frau (im Gästeblock in Cottbus an seiner Seite):
Auch eine Außenstehende konnte klar sehen, dass die Stimmung deutlich besser, als das Spiel war. Beeindruckend, dass der zwölfte Mann trotz drei Toren die Löwen bis zum Ende durchgehend unterstützt hat.
Jans Schwägerin (auch im Gästeblock dabei):
Ich habe erst wenige Fußballspiele im Stadion erlebt, aber die Stimmung gestern hat mir wirklich super gefallen. Man merkt wirklich, wie sehr die Löwenfans ihren Verein lieben.
Pele Wollitz (Trainer Cottbus nach dem Spiel bei MagentaSport):
Bis zum 3:0 war das hochverdient, danach haben wir aber auch gesehen: Das Spiel ist dann nie zu Ende. Da war dann auch ein Quäntchen Glück dabei. Aber ich glaube, bis dahin, bis zum 3:0 war das mehr als verdient, weil die Intensität… da waren wir einfach besser. Bis dahin. Und dann lässt du natürlich auch ein bisschen nach, vielleicht auch Englische Woche. Aber wir dürfen jetzt nicht nachlassen. Ich hab das gerade auch im Kreis gesagt.










