In der Rubrik “Stimmen zum Spiel” geben wir nach den Spielen unserer Löwen verschiedensten Protagonisten eine Stimme und schenken ihnen gemeinsam Gehör. Ob Spieler, Trainer, Funktionäre, Fans, sechzger.de-Redakteure, … Es gibt keine Beschränkung, von wem wir eine Meinung zu den letzten hinter uns liegenden neunzig Löwenminuten einholen und an dieser Stelle veröffentlichen. Heute geht es um das 2:2 gegen Jahn Regensburg vom Sonntag Abend, in dem die Löwen – nach dem ernüchternden 0:3 in Cottbus unter der Woche, mit dem die letzten Aufstiegsträume zerplatzten – eine durchaus ansprechende Leistung gezeigt haben.
Gernot Mang (nach dem Spiel gegenüber sechzger.de):
Nach gutem Beginn und der Führung sind wir unnötig in Rückstand geraten. Die zweite Halbzeit war gefühlt ein Spiel auf ein Tor. Ein Sieg wäre nicht unverdient gewesen. Es war ein engagierter Auftritt der Mannschaft. Besonders gefreut hat es mich für Manuel Pfeiffer, der nach längerer Verletzung eine sehr gute Leistung gezeigt hat. Auch Samuel Althaus war sehr erfrischend.
Markus Kauczinski (nach dem Spiel in der PK):
Wir haben gut angefangen. Die erste Viertelstunde, zwanzig Minuten haben wir gut nach vorne gespielt, haben Möglichkeiten gehabt, haben auch das Tor durch Sigi gemacht. Starke Aktion über die linke Seite! Und dann haben wir ein bisschen den Faden verloren, dann hat Regensburg übernommen. Dann sah’s nach nem 1:1 aus. (…) Und dann kriegen wir mit der letzten Aktion, mit nem langen Abschlag, wo schon keiner mehr damit rechnet, das Tor. Irgendwie zu billig, zu einfach. Das hat mir natürlich nicht gefallen und der Mannschaft auch so bisschen einen Nackenschlag gegeben in der Halbzeit, aber wir haben einfach gesagt: ‘wir machen weiter’. (…) Und mit der zweiten Halbzeit waren wir dann wirklich komplett zufrieden. Wir haben Druck gemacht, wir waren auf dem Gaspedal. Haben Möglichkeiten rausgespielt. (…) Haben dann einen Elfmeter, den wir leider nicht nutzen können. Und dann hast du solche Spiele auch schon mal verloren, aber wir haben dann immer weiter gemacht und das rechne ich der Mannschaft hoch an. (…) Ich glaub, es war ein gutes Spiel und wenn man weiß, dass wir was auf die Mütze gekriegt haben, dass das letzte Spiel uns schon weh getan hat, war das insgesamt heute ein guter Auftritt. Die Mannschaft hat ein gutes Gesicht gezeigt und am Ende müssen wir mit dem 2:2 leben, weil einfach das eine Tor zu einfach gefallen ist.
Linus (gestern in der zweiten Halbzeit mal im Block J zu Besuch):
Begonnen hat der Tag weitaus früher als das Spiel. Mittagessen bei Oma Traudl in Giasing. Ein Schmankerl im Gegensatz zum Endergebnis. Trotzdem war das Spiel vernünftig und in der aktuellen Situation konnte man von der Stimmung auch nicht viel mehr erwarten. Auf ein weiteres Jahr Liga 3.
Thomas Enn (vom Saisonverlauf eigentlich frustrierter sechzger.de-Redakteur):
Für mich war das spielerisch das beste Spiel der Rückrunde. Ich finde, dass man in einigen Phasen gemerkt hat, dass die Mannschaft befreiter aufspielte als in den Spielen zuvor. Nachdem Sechzig gut ins Spiel kam und 1:0 geführt hatte, kam Regensburg immer stärker auf und konnte auf Grund der Vielzahl von Chancen verdient mit der Führung in die Pause gehen. Aber Sechzig steckte nicht auf und kam am Ende zum verdienten Ausgleich. Wenn es noch um was gegangen wäre, müsste man sich ärgern, dass man nicht drei Punkte eingefahren hat. So aber überwiegt bei mir die Freude über ein superstarkes Spiel von Samuel Althaus. Das ist genau der Spielertyp, der uns lange gefehlt hat. Einer der mal durch’s Mittelfeld nach vorne führt, der sich in der zweiten Reihe positioniert und auch mal zur Grundlinie durchbricht und flankt. Dass er auch noch die Vorlage zum Ausgleich gegeben hat, ist die Kirsche auf der Sahnetorte! Ansonsten habe ich mich sehr über die riesige Pfütze rechts neben dem Strafraum von der Westkurve aus gewundert. Support war über weite Strecken sehr ordentlich, so dass ich trotz eines Unentschiedens am ungeliebten Sonntagsabend-Termin sehr zufrieden nach Hause gefahren bin.
Martin (Dank Ticket von Thomas Enn auch mal wieder im Stadion):
In der ersten Hälfte hatte Sechzig die bekannten Probleme mit dem Spielaufbau. Regenburg war stärker, erspielte sich viele Torchancen und führte verdient. In der zweiten Hälfte kamen die Löwen immer besser ins Spiel und das spürten auch die Fans. Die Stimmung war gut. Der Mannschaft gelang mehr und mehr und sie kamen oft vor das Regenburger Tor. Man sah Körpereinsatz, Grätschen und Kombinationen und das ersehnte Tor, leider nicht mehr den Siegtreffer. Besonders möchte ich Althaus hervorheben. Er war stets präsent, robust und lenkte zunehmend das Spiel. Auch der Pfeifer fiel mir positiv auf. Nach dem Schlusspfiff hatte ich das Gefühl eines guten Spiels und eines schönen Abends.
Sascha Hildmann (Trainer Regensburg nach dem Spiel bei MagentaSport):
Es war ein sehr sehr intensives Fußballspiel, glaube ich. Grade am Anfang haben beide Mannschaften hoch gepresst und hatten sehr viele Aktionen, die zu Toren hätten führen können. Wir hatten gute Möglichkeiten… Pfostenschuss… Sechzig hatte gute Möglichkeiten. Ich fand’s echt ein gutes Spiel. Also, für die Zuschauer auch. (…) Dass wir jetzt am Ende noch das 2:2 kriegen, das muss man dann halt mal akzeptieren. Man spielt bei Sechzig und dann haben die halt auch noch so nen Haugen. Der Haugen, der macht die Dinger dann halt rein.










