Ein letztes Mal müssen die Löwen in der 3. Liga noch ran, dann ist die Saison (endlich) zu Ende. Am Samstag um 13:30 Uhr ist der TSV 1860 München beim SC Verl zu Gast. Für beide Teams geht es dabei nur noch um die Ehre. Die Sechzger werden von gut 1.000 Fans nach Westfalen begleitet. Allerdings plagen die Profis akute Personalprobleme. Mit nur 17 Feldspielern machten sich die Löwen am Freitag direkt nach der Löwenrunde per Bus auf den Weg in den Nord-Westen der Republik. „Wir wollen uns gut verkaufen und guten Fußball spielen“, sagte Trainer Markus Kauzcinski in der Pressrunde.

Zahlreiche Ausfälle bei den Löwen

Nicht mit dabei sein werden beim letzten Drittliga-Match verletzungsbedingt Dordan, Verlaat, Philipp, Maier, Deniz, Reinthaler, Jacobsen, Volland, sowie Niederlechner (Knieprobleme) und Pfeifer (Schlag abbekommen). So wird Jakob wohl in die Startelf rücken und auch Christiansen dürfte zu Einsatzminuten kommen, wenn auch von der Bank. „Wir werden unser Wechselkontingent auf jeden Fall ausschöpfen“, sagte Kauzcinski. Husic eilte direkt von seiner letzten Abitur-Prüfung zur Abfahrt an der Grünwalder Straße und wird in Verl dabei sein.

„Drücken den Amateuren die Daumen“

Zeitgleich mit den Profis kämpfen die Löwen-Amas morgen ab 14 Uhr am Trainingsgelände gegen Ismaning um die Bayernliga-Meisterschaft. Aufgrund der Personalnot bei den Profis müssen Kiefersauer und Althaus in Verl auflaufen. Leone und Fuchs unterstützen aber weiterhin die U21. Ohnehin verletzt ist Klose. „Wir fiebern alle mit. Die Meisterschaft wäre wichtig und ein schönes Zeichen, dass wir etwas zu Ende bringen können. Wir drücken die Daumen“, sagte der Sechzger-Coach.

„Wollen das Pokalfinale gewinnen“

Zum Pokalfinale gegen Würzburg am kommenden Wochenende könnten Jacobsen und Philipp in den Kader zurückkehren. Bei Pfeifer warten die Löwen noch auf eine genaue Diagnose, bei Volland werden man „wohl kein Risiko eingehen“, erklärte der Chef-Coach. „Unser Ziel ist es natürlich, das Finale gegen Würzburg zu gewinnen. Ich bastle schon daran, eine schlagkräftige Truppe zusammenzubringen. Ich hoffe, dass wir nächste Woche einen Schritt nach vorne machen, uns jetzt einspielen und dann in Würzburg in der Lage sind, zu gewinnen“, sagte Kauzcinski weiter.

„Gut verkaufen und Spaß am Fußball haben“

Zu den letzten Wochen, als die Löwen meist durchwachsene Leistungen gezeigt hatten sagte der Chef-Trainer: „Man merkt, dass wir auf dem Zahnfleisch daherkommen. Wir haben gegen Ingolstadt schon einige Dinge probiert, zum Beispiel mit Kiefersauer in der Schaltzentrale. Bis Duisburg haben wir ordentliche Leistungen gezeigt, jetzt ist ein wenig die Luft raus. In Verl geht es darum, dass wir uns gut verkaufen, Spaß am Fußball zeigen, Energie und Leidenschaft auf den Platz bringen“.

„Saison vernünftig zu Ende bringen“

Das Experiment mit der Viererkette gegen Ingolstadt bewertete Kauzcinski positiv, er habe „viele gute Ansätze“ gesehen. In Verl gehe es mit einem Rumpfkader nun darum „die Saison vernünftig zu Ende zu bringen“, sagte der Trainer weiter. Er fühle sich noch keineswegs urlaubsreif, sondern freue sich auf die nächsten Spiele in Verl und Würzburg. „Ich bin voller Tatendran“, erklärte er. Nach diesen beiden Partien gehe es darum, einen schlagkräftigen Kader für die neue Saison zusammenzustellen.

Spielstarke Hausherren in Verl

„Verl ist sehr spielstark, sie haben gute Fußballer und ziehen ihr Spiel durch. Sie waren lange sehr erfolgreich und haben eine gute Saison gespielt“, sagte Kauzcinski auf Nachfrage von sechzger.de. Für sein Team geht es darum „defensiv dagegenzuhalten und mutig mit dem Ball zu sein“. Man wollte die Intensität der Hausherren mitgehen und viel Herz zeigen.

Verfolgt das Spiel bei uns im Live-Ticker

Für alle Löwenfans, die nicht in die Sportclub Arena reisen, sondern beispielsweise die Amas an der 114 unterstützen bieten wir morgen natürlich wieder die Möglichkeit, das Match bei uns im Live-Ticker zu verfolgen. Wie berichten ab dem Vormittag mit vielen Eindrücken von der Anreise und aus Verl und tickern das Spiel dann wie immer ausführlich für Euch.

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Thomas Enn

Außerdem werden wir im Ticker auch über die Ereignisse vom Spiel der Amas berichten, so dass Ihr virtuell auf zwei Plätzen gleichzeitig sein könnt!