Einem aktuellen Bericht der Süddeutschen Zeitung zufolge, der am Mittwoch spätnachmittags online ging, arbeiten die Anwälte des TSV München von 1860 e.V. und von Investor Hasan Ismaik im Hintergrund offenbar an einem Ausstiegsmodell. Zudem liefert die Zeitung neue Details zu den E-Mail-Verläufen in der Nacht vor dem berühmten 3. Juni und beleuchtet die PR-Strategie der Investorenseite.
Versammlung mit dem Ziel des Ismaik-Abschieds
Zu einer Gesellschafterversammlung der 1860 KGaA am Dienstagabend, die eigentlich Antworten zum weiteren Vorgehen liefern sollte, erschienen – wie wir bereits berichteten – ausschließlich die Anwälte beider Gesellschafter. Ergebnisse wurden nicht kommuniziert, jedoch berichtet die SZ, dass im Hintergrund an einem Szenario gearbeitet werde, bei dem Ismaik seine Anteile gegen eine Ablöse an den e.V. zurückgeben könnte. Am Mittwochabend verließ Ismaik München und veröffentlichte einen Social-Media-Beitrag, in dem er dem Verein und den Fans “Alles Gute” wünschte.
PR-Offensive mit Nähe zu den Roten und zur CSU
Die öffentliche Kommunikation der Investorenseite wird laut SZ derzeit von der Agentur Heller & Partner für “Intensivkommunikation” gesteuert. Mit Blick auf das Netzwerk der von Stephan Heller geführten Agentur entbehrt dieses Mandat nicht einer gewissen Brisanz: Heller & Partner weist eine ausgeprägte Nähe zur Politik – insbesondere zur CSU – sowie zum FC Bayern. So sitzt beispielsweise Jan-Christian Dreesen, Finanzvorstand in der Seitenstraße, im Aufsichtsrat der Agentur. Auf Stephan Hellers LinkedIn-Profil dokumentieren zudem zahlreiche Fotos seine Verbindungen zu CSU-Größen. Unter anderem findet sich dort ein gemeinsames Bild mit Bayerns Innenminister Joachim Herrmann, aufgenommen am Rande eines Champions-League-Spiels der Roten gegen Real Madrid.
Im Rahmen der aktuellen PR-Kampagne präsentierte Ismaik Pressevertretern einen Kontoauszug seiner Merchandising-GmbH, der ein Guthaben von 2,3 Millionen Euro auswies. Die SZ ordnet richtigerweise ein, dass ein solches Guthaben auf einem Drittkonto für den DFB und einen möglichen Einspruch gegen die Lizenzverweigerung für die 3. Liga keine Rolle spielen dürfte, da die Abgabefristen unstrittig verpasst wurden.
Ursache und Wirkung: Gutachten klammert HAM-Darlehenskündigung aus
Darüber hinaus legte die HAM-Seite ein juristisches Gutachten des Rechtswissenschaftlers Hans Christoph Grigoleit vor, das dem e.V. eine gesellschaftsrechtliche Treuepflicht attestiert und Schadensersatzansprüche ins Spiel bringt. Die SZ merkt hierzu an, dass das Gutachten die tatsächliche Ursache der Krise völlig ausklammert: Weder die vorausgegangene Kündigung der Darlehensverträge durch Ismaik noch die logische Folge – die Aufkündigung des Kooperationsvertrags durch den e.V. – fänden in den Ausführungen Berücksichtigung. Sofern die e.V.-Kündigung rechtmäßig ist, entfällt nach allgemeiner juristischer Einschätzung auch die Pflicht des e.V., der KGaA das Spielrecht zur Verfügung zu stellen.
Neue Details zur Nacht der Frist
Zudem gibt der Bericht Einblicke in die Abläufe unmittelbar vor dem Ablauf der DFB-Frist am Mittwoch, den 3. Juni um 17 Uhr. Ismaik hatte im Bayerischen Fernsehen beklagt, man sei um 2:40 Uhr in der Nacht auf Mittwoch von einem neuen Vertragsentwurf des e.V. überrascht worden. Laut SZ fehlt bei dieser Darstellung ein entscheidendes Detail, welches wir in einem früheren Artikel bereits beleuchtet hatten: Ismaiks Anwälte hatten zuvor (um 1:12 Uhr) einen Entwurf des Vereins explizit abgelehnt, da sie den Vorbehalt “soweit verbandsrechtlich zulässig” nicht akzeptieren wollten. Daraufhin teilten die e.V.-Anwälte um 2:40 Uhr mit, dass man angesichts der Weigerung von HAM, sich an verbindliche Verbandsregularien zu halten, nun ausschließlich eine frühere Vertragsversion vom Nachmittag akzeptieren werde.
Gestärkte Position des e.V.
Betrachtet man diese neuen Erkenntnisse, dürfte die Verhandlungsposition des e.V. eher gestärkt aus den jüngsten Entwicklungen hervorgehen. Weder die auf lückenhaften Prämissen fußende rechtliche Argumentation der Investorenseite, noch die von der Agentur Heller orchestrierte PR-Kampagne können offenbar die fundierte und verbandsgetreue Vorgehensweise des Stammvereins in der Lizenz-Nacht entkräften. Da nun im Hintergrund sogar ein geordneter Rückzug Ismaiks von Anwälten ernsthaft verhandelt wird, lässt sich aus Vereinssicht trotz der angespannten Gesamtlage vorsichtig zuversichtlich in die nächsten Tage blicken.
Sportliche Planung stockt
Einschränkend wirkt sich die durch die Darlehenskündigung ausgelöste juristische Hängepartie allerdings auf den Platz aus: Die sportliche Planung für die Regionalliga stockt. Mit den seit Montag trainierenden Spielern können aus rechtlichen Gründen weder vonseiten der Geschäftsführung noch vom e.V. verbindliche Zukunftsgespräche geführt werden. Es bleibt abzuwarten, ob die Mitgliederversammlung am kommenden Sonntag im Zenith endgültige Klarheit über ein mögliches Insolvenzverfahren der KGaA oder eine außergerichtliche Einigung bringt.
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Titelbild: Screenshot des Instagram-Postings von Hasan Ismaik vom 17.06.2026











Auf dem Hetzer Blog haben sie es anscheinend auch kappiert das sich hier der Abschied von Ismaik anscheinend entwickelt.
Da sind die üblichen Hetzer ganz geknickt und vom Oberhetzer kein Sterbenswörtchen dazu .
Solang der e.v nichts gegen die permanete Hetze usw…unternimmt wird sich dort nichts ändern. Und es sollte sich wenn es schon einen Neustart gibt auch hier was ändern und zwar dringend.
Du kannst die Hezte nicht verbieten das einzige was du tun kannst ist dann das wiedererlangte Hausrecht anzuwenden.
Wäre wunderbar wenn der endlich weg wäre und mit ihm seine ganze Mischpoke.
Aber! Trauet nicht dem Rosse, ihr Treuker ……
Schauen wir mal, was früher kommt, die Insolvenz der KGaA oder die Ablehnung des Einspruchs Ismaiks gegen die Lizenzverweigerung durch den DFB (was für mich keine Frage ist), dann kann der e.V. endgültig die Spieler aus der KGaA übernehmen, falls sie wollen.
Ich hoffe, dass die Ablehnung in den nächsten Tagen – vielleicht schon bis zum Wochenende – kommt.
Sollten die Anwälte zu einer Einigung kommen, ist eh die Frage, wie der TSV das stemmen will. Die kolportierten 9 Millionen kommen ja nicht von ungefähr. Oder man meldet Insolvenz an, um zu restrukturieren. Da weiß ich allerdings nicht, ob das rechtlich überhaupt geht.
Na dann mögen sie im Hintergrund gut verhandeln, so dass HI für immer Auf Wiedersehen sagt und wir endlich eine gute Zukunft aufbauen können.
Der muß jetzt schnell los,ein paar Kaffeemaschinen verkaufen.Das Ziel ist 50+1 Maschine an den Mann oder Frau bringen.Das müssen tolle Kaffeemaschinen sein,bei einem Gesamtwert von 2,3 Mio Euro.Wenn ich das richtig gerechnet habe,sind das ca. 45t Euro pro Maschine.Hasi,du bist der beste Kaffeemaschinenvertreter der Welt.Für 15 Euro bei Aldi Süd eingekauft,ein paar Löwenaufkleber draufgepappt und schwupps ist der Plunder 45t Euro wert.Das ist eben ein toller Geschäftsmann.
Ich hoffe sehr, dass der Spuk bald vorbei ist. Wie fast immer, imponiert die SZ mit einer differenzierten Berichterstattung. Ganz im Gegensatz zu der Hofberichterstattung des BR 24 Berichtes.
Mei, was wäre Münchens Presselandschaft ohne die SZ!? Wirklich gruselig, wenn ich an sowas denke! 😬
Wenn das hinhaut, starte ich meine eigene Spendenkampagne:
ich sammle von Fans ein paar hundert Euro ein und schicke von dem Geld eine richtig schicke Kaffeemaschine an seine Geschäftsadresse in Abu Dhabi, mit einer Karte, auf der sich alle ganz lieb für die vielen Jahre der großartigen Unterstützung bedanken und hoffen dass er als Fan dem TSV noch lange erhalten bleibt.
Wer ist dabei?
Wenn er Kaffee will, braucht er auch Bohnen. Spende für das Carepaket 51 Stück.
Dabei 👍🏻
Übergabe in LL, geht für mich fast schneller als online Spende machen 😉
Klar. Dabei.
Und bitte ein Taschentuch dazu legen
Haben andere auch das Gefühl, dass sich die Abschiedsgrüße so endgültig anhören? Also ich interpretiere das absolut. Macht noch mal den Winkeonkel vor der Privatmaschine und rauscht davon.
Und dann weht mir ständig ein unangenehm riechendes Lüftchen aus der Seitenstraße vor der Nase. Sind ja nur Vermutungen, dennoch tauchen mir jetzt plötzlich zu viele Rote auf, die sich in Angelegenheiten von Sechzig einmischen.
Abwarten..wie heißt es so treffend..erst wenn der Schnee geschmolzen ist, siehst du wo die Kacke liegt.
Mag sein dass Hasan das gerade als endgültig ansieht. Aber den Verkauf in die Schweiz war ja auch schon fix, und so vieles andere auch. Aber solange nix unterschrieben ist, glaube ich gar nix.
Eigentlich nicht vollstellbar, dass er alle seine Invests über Jahre so miserabel managed wie das Projekt 1860?
Wieso hat so einer so viel Geld?
Wo ist der Fehler?
Vom Vater geerbt und das meiste verprasst.
wo hast Du die Berichte dazu?
Der Vater von Hasan Ismaik war Scheich Hajj Abdullah Ismaik und ist im August 2021 gestorben, woraufhin sein Sohn Hasan Ismaik die Geschäfte und das Familienerbe weiterführte. (Also verprasste)
Bitte Herr, lass es wahr sein.
Edit: Für nen Tausender würd ich schon Genossenschaftsanteile kaufen.
Dreesen ist sogar Vorstandsvorsitzender bei den Roten also alleroberste Etage
https://www.br.de/nachrichten/sport/tsv-1860-muenchen-kontoauszug-von-hasan-ismaik-was-hat-es-damit-auf-sich,VMn9EG2?UTM_Name=Web-Share&UTM_Source=Link&UTM_Medium=Link
Bitte auch den Artikel vom BR zu den angeblichen 2,3 Millionen beachten. So sauber scheint das auch nicht zu sein.
Tarnen, Tricksen und Täuschen bis zum Schluss. Ich zünde in Altötting eine Kerze an, wenn die Trennung amtlich ist.
Da geh Ma aber zu Fuß hin 😂
Ja, der Hasan: Großspurig die teuerste Kaffeemaschine der Welt bestellen, aber am Ende kein Geld, um die Bohnen zu bezahlen.
😂😂😂
Das in den 15 Jahren verbrannte Geld ist sehr wohl geflossen, aber jetzt ist es scheinbar verbraucht ;-).
Mal eine Frage, wenn die Merchandising so viel Geld auf dem Konto hat, ist das nicht sowas wie Gewinn?
Müsste dieser Gewinn dann nicht nach den vertraglichen Regeln geteilt werden? 🫣
Die ersten 120.000 € Gewinn gehen an die HAM, alles darüber hinaus wird zwischen HAM und KGaA geteilt.
Dieser genannte Betrag auf dem Merchandising-Konto soll aber ja aus einer Überweisung stammen, also nicht aus dem Erlös durch Verkäufe im Fanshop.
War ja auch nicht ganz ernst gemeint von mir…
Das war eine frische Überweisung, die auf dem Konto eingegangen war. Absender unbekannt (siehe BR24).
Ein nigerianischer Prinz?
na na na was hör ich da raus.. Wir sind doch alle Bunt und Tolerant dachte ich
https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/die-falsche-prinzenrolle-3051841.html
Ja genau der. Dem habe ich neulich 5000€ überwiesen, um mein Konto zu verifizieren und wenn er mir dann die versprochenen zwei Millionen schickt, behalte ich die einfach.
Hatte es nicht vor ein paar Tagen geheißen, dass der „unbekannte Dritte“ das Geld bereits zur Verfügung gestellt hat?
Ohne Nachweis von wem und unter welchen Bedingungen hätte ich Geld auch nicht angenommen. Dafür die Einnahmen aus den Ticket-Verkäufen zu verpfänden wäre betriebswirtschaftlicher Selbstmord.
Ist auch nach Geldwäschegesetz höchst problematisch.