Die mediale Panikmache vom drohenden „Komplett-Kollaps“ ist endgültig verflogen. Stattdessen stellt der TSV 1860 München derzeit in rasantem Tempo die Weichen für die Zukunft – sowohl für den Start in die Regionalliga als auch für die langfristige Heimat in Giesing. Wie die „Süddeutsche Zeitung“ (SZ) analysiert, ist die Rettung der alten, vor-insolventen KGaA durch die jüngsten Entwicklungen faktisch vom Tisch.

KGaA-Ende faktisch besiegelt

Der entscheidende Schritt war der befristete Nutzungsvertrag. Diesen hat die neue Spielbetriebsgesellschaft des e.V. am Donnerstagabend mit Insolvenzverwalter Max Liebig geschlossen. Damit, so die SZ, hat der Insolvenzverwalter das Ende der alten Gesellschaft quasi besiegelt,. Zumal er sich offenkundig nur noch darauf konzentriert, durch Spielertransfers und Einnahmen aus dem Nutzungsvertrag die verbliebene Insolvenzmasse zu erhöhen. Für den TSV 1860 bedeutet dies Planungssicherheit: Sobald das reguläre Insolvenzverfahren – voraussichtlich Anfang September – offiziell eröffnet wird, dürfte die neue Gesellschaft beziehungsweise der Hauptverein das Trainingsgelände an der Grünwalder Straße samt den Gebäuden und einem Teil der bisherigen Mitarbeiter komplett und dauerhaft übernehmen.

Starke Signale beim Stadion-Gipfel

Parallel zu dieser operativen Klarheit gibt es auch beim wichtigsten Infrastruktur-Projekt massiven Rückenwind. Die „Abendzeitung“ (AZ), die kürzlich als Erstes über die Überlassungserklärung geschrieben hatte, berichtet von einem wegweisenden „Stadion-Gipfel“ im Münchner Rathaus. Auf Einladung von Sport-Bürgermeisterin Verena Dietl (SPD) trafen sich e.V.-Präsident Gernot Mang, Stadionkommissions-Chef Walter Lechner und Architekt Christian Runge mit Vertretern etlicher städtischer Referate. Die detaillierten Ergebnisse der Machbarkeitsstudie – deren spektakuläre Entwürfe den Löwenfans ja bereits seit Wochen bekannt sind – wurden der Stadt in einem 90-minütigen Termin in aller Ausführlichkeit vorgelegt. Die wichtigste Nachricht laut AZ: Das Gespräch verlief ausgesprochen positiv.

Stadt steht Plänen wohlwollend gegenüber

Die Pläne wurden von städtischer Seite dem Vernehmen nach sehr wohlwollend aufgenommen, was unterstreicht, dass sich die Atmosphäre zwischen Stadt und Verein nach vielen mühsamen Jahren deutlich entspannt hat. Um den Schwung direkt zu nutzen, macht der Verein weiter Tempo. Wie die AZ weiter ausführt, hat Walter Lechner nun offiziell den Bauvorbescheid beim Architekturbüro Powerhouse beauftragt. Dieser soll bereits im September eingereicht werden – in der großen Hoffnung, noch in diesem Jahr den entscheidenden Stadtratsbeschluss zur Erbpacht feiern zu können.

 

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Stepanek

Sorry, wenn ich Euch jetzt etwas für ein paar Formulierungen, bzw. die Wortwahl kritisiere. Aber Ihr geht meines Erachtens einen Schritt zu weit.

Er legt nämlich nahe, dass Liebig es nicht mehr für wahrscheinlich hält, dass die bisherige KGaA noch gerettet werden kann.” (Zitat aus der SZ)

“…faktisch vom Tisch…” und “…quasi besiegelt…” erweckt aber den Eindruck, es könne gar nichts mehr passieren.

Wirkliche Fakten dazu werden erst im eigentlichen Insolvenzverfahren entschieden und bis dahin kann noch viel passieren. Und ein zorniges kleines Kind (HI) in seiner verletzten Eitelkeit und Wut noch viel verbrannte Erde erzeugen.

Aber völlig unabhängig davon bin ich mit allen Entwicklungen sehr zufrieden und glücklich. Euch danke ich ganz herzlich für Eure sehr schnelle und gute Berichterstattung (trotz Sommerpause). ELIL

#freiheitfuersechzig
#keineklicksfuergriss

North-East Lion

Nicht nur keine Klicks für Griss sondern auch keinerlei Käufe mehr im Fan-Shop der KGaA! Nur der Vollständigkeit halber.
Übrigens: beim Versuch mich vom Fanshop-Newsletter abzumelden musste ich feststellen, dass es nicht geht und man sogar zu den Artikeln im Shop weitergeleitet wird. Zumindest war das bis vor kurzem so. Dass es unzulässig ist dürfte klar sein, ich vermute aber auch, dass es kein Zufall ist… Solltet Ihr in der Redaktion falls Zeit ist ggf. mal überprüfen und thematisieren. ELIL

Frenzel

Schon krass. 15 Jahre wurden stories von Neubauten in Riem samt Löwengehege und Co. erzählt und jetzt sieht man ein einziges fundiertes Gutachten plus gute Kommunikation mit der Stadt und ein paar Monate solide Arbeit und es bewegt sich was. Nach all den Jahren fast schon erstaunlich zügig 

tomandcherry

Vielleicht liegt’s u.a. daran, dass seitens der Stadt-Verantwortlichen die Erkenntnis Einzug gehalten hat, endlich mit bodenständigen Personen aus dem Verein zu kommunizieren und nicht mit einem “Visionär”, der seit seinem Erscheinen an der 114 permanent für “Wolkenkuckucksheime” bekannt war?

Anstelle von “Arena für 50.000 + X incl. Löwen-Zoo” scheint ein GWS mit entsprechender Anpassung an die derzeitigen Vorgaben seitens Stadt, DFB und DFL der einzig gangbare Weg zu sein.

Benjisson

Ich glaube auch das man ja jetzt mit nur einer Person bzw. einer Stimme redet und nicht ständig Jemand ums Eck kommt der irgendwas in den Raum brüllt.

Robert von Giesing

Am dieser Stelle nochmal einen Gruß an RR. Hat anscheinend “tolle” Arbeit all die Jahre geleistet 🙈

60er

Nicht zu vergessen, dass auch ein neuer Rathauschef im Amt ist, welcher an einer konstruktiven Zusammenarbeit interessiert ist.

Kraiburger

Diesen Vertrag, dass die GmbH die Restbestände der KgaA anmieten darf, halte ich ebenfalls für ein sehr deutliches und positives Signal.

Es fühlt sich weiterhin gut und richtig an: Altlasten, die wir über Jahrzehnte mit uns herum getragen haben, sind nun kein Klotz mehr am Bein. Und wir sind wieder selbst für uns verantwortlich. Natürlich ist mir klar, dass das eine hohe Verantwortung ist, der wir gerecht werden müssen. Eine Verantwortung nicht nur gegenüber unseren Gründevätern, sondern auch vielen Generationen an Fans nach uns.

Wenn es uns jetzt noch gelingt, zumindest für den Moment und bis die GmbH endgültig ethabliert ist, das Streiten aufzuhören, dann können wir endlich wieder das hohe Lied der Kameradschaft singen, dass unseren Verein ausmacht.

Die Zeit, in der wir uns auf der Person Hasan Ismaik ausruhen konnten ist vorbei. Das sage ich nicht nur denen, die es bequem fanden einen “Investor” zu haben, der im Notfall immer irgendwie – ob sinnvoll oder nicht und ob man wollte oder nicht – bereit war Löcher zu stopfen. Sondern auch denen, für die Hasan Ismaik ein willfähriger Sündenbock war, der dem inneren Schweinehund verboten hat sich zu engagieren.

Es mag sein, dass es bei manchen noch ein paar Tage dauert, bis dieses Verständnis ankommt: Aber die KgaA mitsamt allen Altlasten ist nun höchstwahrscheinlich ein geschlossenes Kapitel in den Geschichtsbüchern des TSV 1860 München.

Der TSV 1860 München lebt dennoch weiter. Möglicherweise anders. Möglicherweise stärker. Möglicherweise mit ein paar Abwanderungen.

Aber er lebt weiter. Und er kann von uns allen geformt werden. Durch Engagement. Durch Beteiligung, durch die Schlachtrufe im Stadion und durch das positive Nach-Aussen-Tragen unserer Werte.

Daran, diesen – unseren – TSV 1860 München, positiv zu formen kann jeder beitragen. Egal, ob er sich früher zu Opposition, Ultras, Arenafreund, Sechzgerstadionfetischist oder Wildmoseranhänger gezählt hat.

Diese Schubladen dürfen jetzt nicht mehr exisiteren. Wer mit dem TSV 1860 NEU (sic) nach vorne blicken will, für den müssen die Wunden, die wir uns gegenseitig zugefügt haben, schnell heilen.

Mir ist klar, dass sie am schnellsten durch Erfolg heilen werden. Am besten sogar durch sportlichen Erfolg. Dafür, dass dieser Erfolg eintritt, müssen wir aber alle gemeinsam als Kameradschaft arbeiten. Wir dürfen niemanden ausgrenzen, weil er früher andere Werte vertreten hat. Wir müssen gemeinsam arbeiten. Wir müssen FÜR den TSV 1860 München arbeiten. Und alle sind dazu eingeladen.

Jochbergler

Besser kann man die Lage / Chance nicht beschreiben

Stepanek

Vielen Dank für diese Statement, lieber Kraiburger.

Ich hoffe sehr viele Fans werden sich denken: “Ja, so mach mas!”

Loewe Nobbi

Sehr gut geschrieben, Kraiburger💙

Isarloewe60

Hast du sehr gut geschrieben, jetzt können wir alle zusammen einen Neustart hinlegen 

randerscheinung

Das ist schon echte Heuchelei. Jetzt wo man glaubt den Kampf gewonnen zu haben fordert man Zusammenhalt ein und verwehr sich gegen Schubladendenken.
Wo war denn früher der Zusammenhalt? Da ging es nur darum gegen den Investor zu sein.
Pyrostrafen wurden gefeiert weil es ja die KGaA zahlen musste.
Wie würdet ihr es jetzt finden, wenn plötzlich in der Stehhalle Pyro gezündet wird? Ist ja für die egal, muss ja jetzt der e. V. bzw. deren neue Spielbetriebs GmbH.
Aufrufe zum Boykott des Fanshops um dem Investor zu schaden war völlig ok und ein legitimes Mittel der Gegenseite Einnahmen zu verwehren.
Wie fändet ihr es jetzt wenn im Umkehrschluss jetzt zum Boykott des e. V. Fanshops aufgerufen wird?

Julian

Mit so viel positiven Nachrichten komm ich fast nicht klar 😅
Es beginnt eine neue Zeitrechnung 🥳🦁