Nachdem die Süddeutsche Zeitung bereits gestern die massiven Kompetenzüberschreitungen von Biel Ballester Relat enthüllte – worüber wir ausführlich berichtet haben – legt das Blatt in einem neuen Artikel nach. Im Zentrum stehen dabei das ominöse „Project Grünwald“ und die undurchsichtige Rolle von Kinga Malec. Doch während wir die Verstrickungen um Malec und Merchandising-Geschäftsführer Valentin Pusnava auf sechzger.de bereits beleuchtet haben, birgt das Ende des neuen SZ-Textes handfeste, bislang unbekannte Details zur Merchandising GmbH von Hasan Ismaik. Und diese haben es in sich.
Teure Quittung für die Deloitte-Prüfung
Während die versuchten Eingriffe der Investorenseite in das operative Geschäft bereits bekannt sind, wird nun deutlich, dass das von Relat forcierte „Project Grünwald“ ein teures juristisches Nachspiel haben könnte. Für die großspurig angekündigte “forensische Analyse” durch die Unternehmensberatung Deloitte stehen laut SZ Honorarkosten in Höhe von 50.000 bis 60.000 Euro im Raum. Pikant: Für diese Summe muss nun mutmaßlich die Merchandising GmbH aufkommen. Der Grund: diese trat als ursprünglicher Auftraggeber der Studie auf. Anschließend wurde das Mandat auf rechtlich fragwürdige Weise transferiert.
80.000 Euro Mietrückstand am Trainingsgelände
Noch gravierender ist eine andere finanzielle Enthüllung, die das Geschäftsgebaren der Investorenseite in einem überaus fragwürdigen Licht erscheinen lässt. Nach SZ-Informationen steht die Merchandising GmbH mit über 80.000 Euro bei der KGaA in der Kreide. Es geht dabei um die Miete für das Ladengeschäft direkt am Trainingsgelände. Die Verantwortlichen der Merchandising GmbH hätten diese Zahlungen offenbar schon seit über einem Jahr nicht mehr geleistet. Angesichts der Tatsache, dass der KGaA am Ende 2,7 Millionen Euro zur Rettung der Drittliga-Lizenz fehlten, ist ein solcher Außenstand durch ein Ismaik-Unternehmen bemerkenswert. Es drängt sich die Frage auf, warum die Investorenseite teure externe Analysen in Auftrag geben wollte, während elementare Pachtverpflichtungen im eigenen Haus offenbar ignoriert wurden.
Flucht in die Schweiz: Pusnava verlässt das sinkende Schiff
Pünktlich zu diesen finanziellen Enthüllungen scheint sich das Personalwesen der Merchandising GmbH aufzulösen. Valentin Pusnava, der als Geschäftsführer eben jenen umstrittenen Transfervertrag für das „Project Grünwald“ mitunterzeichnete, ist offenbar nicht mehr an Bord. Wie die SZ berichtet, hätten Beobachter seinen Abschied in den sozialen Netzwerken registriert. Pusnava verkündete demnach seinen Wechsel zu einem Modelabel in der Schweiz – weit weg von Giesing und den unbezahlten Rechnungen.











Der “besondere Blogger” meint “Skurriles aus in Giesing”, besser wäre aus Dubai.
Die Machenschaften von HAM kommentierte mein Spezl Erwin mit “Die Räuber vom Morgenland”.
Eine Insolvenz der Merch erscheint für mich ja nur noch eine Frage der Zeit, kann ja eigentlich auch gar nicht anders sein. Mieten, Personalkosten und die neue Ware, die man eher nicht mehr verkaufen kann. Und jetzt noch weitere Schulden und Unregelmäßigkeiten, aber wer soll dann die Insolvenz beantragen, wenn der Geschäftsführer schon die Flucht ergriffen hat.
Der KGaA-Insolvenzverwalter kann doch gar nicht anders, als die Außenstände einzufordern, dazu ist er gesetzlich verpflichtet.
Und als Gläubiger kann er auch die Merch Insolvenz beantragen, wenn kein Geld kommt…
Wenn ich mir den Personenkreis um Ismaiks ansehe, seine Angestellten, Vertrauensleute, Partner, ist es ein Wunder, wie lange das Konstrukt überhaupt hielt:
Hasan Ismaik:
-mir bis heute schleierhaft, woher sein Kapital wirklich stammte.
*Anthony Power
– Geschäftsführer der TSV 1860 Merchandising GmbH, langjähriger Statthalter Hasan Ismaiks
* Valentin Pusnava
– Geschäftsführer der TSV 1860 Merchandising GmbH
* Biel Ballester Relat
– Vertreter von HAM International, Aufsichtsrat der KGaA
* Kinga Malec
– Mitarbeiterin im Umfeld von HAM International
* Abdel Rahman Ismaik
– Vertreter aus dem Familien- und Unternehmensumfeld von Hasan Ismaik
* Yahya Ismaik
-Bruder von Hasan Ismaik, Geschäftsführer von HI² International
* Noah Shaw
– Mitarbeiter bzw. Vertreter von HAM International
* Wassel Al-Fakhoury – Mitarbeiter bzw. Vertreter von HAM International
* Shohi-Dul Choudary
– Mitarbeiter im Umfeld von HAM International
* Noor Basha
– Mitarbeiter im Umfeld von HAM International
* Hamada Iraki
– Früher Vertrauter Hasan Ismaiks und Vermittler des Einstiegs beim TSV 1860
* Oliver Griss
– Gerüchte halber Lobbyist und Medienpartner.
Meine persönliche Einschätzung: Ich vermisse keine der genannten Personen, ich finde keine öffentlichen Informationen, die ihre Qualifikationen für einen deutschen Traditionsvereins untermauern würden.
Das mancherorts lieber über demokratisch gewählte Vereinsvertreter gelästert wird, die sich ehrenamtlich den Hintern aufreißen, eine unglaublich unverschämte Dreistigkeit.
Ich kenn eine Anwältin die mir vor wenigen Wochen gesteckt hat dass sich “der Apothker” Noor Basha immer noch als 60er-Fan sieht. Der einzige aus dem Clan den ich irgendwie nett fand. Vermutlich wurde er auch genau deshalb vorzeitig abgezogen weil er nicht hart genug rüber kam. Aber ich lass mich da auch gerne eines Besseren belehren.
Ist doch aber schön, dass HI mit einem Kontoauszug der Merch gewedelt hat, auf dem 2,7 Mio angeblich gutgeschrieben wurden. Wenn dieses Geld noch da ist, wird sich Liebig die KGaA-Forderungen holen. Wenn zwischenzeitlich durch die Merch eine Rücküberweisung erfolgte, wird es im Falle einer Merch-Insolvenz mehr als interessant, da die Rücküberweisung dann sicherlich angefochten und möglicherweise sogar das Geld zurückgeholt werden können.
Ich warte sehnsüchtig auf die e. V.-Trikots damit ich damit in den HI-Fanshop in der Olandostraße aufschlagen kann um dem jungen e. V.-Hasser-Verkäufer (den gibt es wirklich) ruhig aber provokativ zu sagen “so geht Trikot” 😀
PS: Haben die Telefon? Wir sollten alle dort anrufen und explizit nach den e. V.-Trikots fragen 😉
PS2: Wie kann ich Herrn Gräfer eines zukommen lassen? ^^
Unfassbar welche dreckigen Spielchen da ablaufen. Hat der Anti-Investor nicht erst mit einem Kontoauszug der Merch in die Kamera gewunken? Pikant!
Ich hoffe irgendwer hat die Filmrechte an dem Spektakel. Da kommen scho noch a paar Schmanckerl 😄
FREIHEIT FÜR SECHZIG
eigentlich unvorstellbar was da alles gelaufen ist. Und dann gibt es immer noch Menschen, die diesen Kurs verteidigen und den “Investor” gerne zurück hätten, bzw. hoffen, dass er den Verein in Grund und Boden klagt. Unglaublich….
P.S. Danke und Respekt an die SZ, ihr habt euch mein Abo echt verdient
Mich wunderts überhaupt nicht mehr und es wird immer klarer, wer hier scheinbar keine Ahnung von Unternehmensführung, Compliance und ordnungsgemäßer Buchführung hat: HI und seine Statthalter!
Nur am Teflon-Griss perlt die Wahrheit immer noch ab. 🤪
Ich glaube nach wie vor, dass er gekauft wurde. Beweisen kann ich es nicht, aber nur so kann ich es mir erklären, dass er sich mit aller Gewalt an HI klammert. Und um einen Fehler einzusehen und den Kurs zu korrigieren, dazu bräuchte es Charakter.
Es ist eigentlich völlig wurscht ob er noch von HI Geld dafür bekommen hat, sein Hass auf einige eV-Funktionäre und die Klicks der vielen “neugierigen” Fans wären schon genug Motivation. Mal schauen wie lange das noch so läuft.
#keineklicksfuergriss
Da wären tatsächlich auch die QM Preise, und was alles dazu gehört interessant. Büros, Lagerräume, Verkaufsfläche. 80k bei über einem Jahr erscheint nicht gerade viel.
Hasi und seine XXX (geändert, Anm. d. Red.), unsäglich.
Gut, dass wenigstens die SZ noch seriösen Aufklärungs-Journalismus betreibt und dass auch Ihr hier darüber ausführlich berichtet. Danke 🙏
Kann man das nicht anständig und ohne Beleidigungen formulieren?
Wenn ich mich nicht täusche mietet der e. V. das Vereinsgelände mitsamt diesem Fanshop aktuell von der KGaA. Ich wäre sehr dafür zu prüfen ob man den HI-Fanshop rauswerfen kann noch bevor das Vereinsgelände wieder direkt von der Stadt an den e. V. vermietet wird. Dann hätte man für den e. V.-Fanshop wieder mehr Verkaufsfläche als ein Standl am Grünspitz oder das Bamboleo.
Ich denke eher, dass die Merchandising GmbH den Fanshop von der KGaA gemietet hat und dass sich das rechtlich ähnlich gestaltet, wie mit unserem Wappen, sodass der Verein keinen Zugriff auf die Ladenfläche hat.
Dann hoffen wir mal, dass Ismaiks Merch durch die Insolvenz der KGaA gleich mit in den Abgrund gerissen wird. Schön, dass die Süddeutsche offensichtlich von gut informierter Seite mit reichlich Material gefüttert wird. Das gibt mindestens wieder drei Jammer‑Posts von Hasan auf Facebook. Griss hatte bei seinem Abklatsch des gestrigen SZ-Artikels nichts Besseres zu tun, als dessen Autor Markus Schäflein durch eine abfällige Bemerkung zu diskreditieren. Das hat er mittlerweile schweigend korrigiert, offenbar ist es sogar ihm zu peinlich geworden.
Peinlich ist dem erfolgreichsten, reichweitenstärksten und größten Blogger des Multiversums nichts, aber er weiß die SZ hat mehr Rücklagen für Anwälte. Und mit Prozessen kennt sich der Prozessberichterstatter im Nebenerwerb ja gut aus.
Ist ja auch skurril, wenn ein journalistischer Nobody über einen etablierten und ausgewiesenen Journalisten schreibt: ein “gewisser Markus Schäflein”.
Dass ihm etwas zu peinlich wird, kann ich allerdings schwer glauben, nach den letzten Jahren.
Mal schauen, wann Gauweiler das HAM Mandat mangels Zahlung niederlegt…