Vor einer Woche hatte die Süddeutsche Zeitung in einem Enthüllungs-Artikel einige pikante Details über die Vorgehensweisen von HAM-Vertreter Biel Ballester Relat ans Tageslicht gebracht. Wir hatten ausführlich dazu berichtet. Der SZ-Artikel beginnt mit den Worten: “Wie ein Vertreter von Investor Ismaik bei den Löwen die Macht an sich reißen wollte…”. Laut der renommierten Tageszeitung habe Relat mehrmals versucht, seine Kompetenzen zu überschreiten und 50+1 auszuhebeln. Nun meldete sich Biel Ballester Relat, der seit September 2025 im Aufsichtsrat sitzt, gegenüber dem BR selbst zu Wort.
Spanier spricht von mangelnder Professionalität
Wie der BR berichtet, sprach der Spanier davon, er habe bei 1860 eine “Gruppe von Freunden und Familien” vorgefunden, die kein Interesse an ernsthafter Zusammenarbeit gehabt hätte. Weiter sagte der Ismaik-Vertraute laut dem BR:
“Sie hatten keine konkreten Ziele. […] Die Leute im e.V. haben persönliche Interessen. Sie handeln nicht im Interesse von 1860.”
Diese Aussage bedarf nach den letzten Wochen und der Loslösung des TSV München von 1860 e.V. von Hasan Ismaik wohl keiner gesonderten Einordnung mehr.
SZ-Bericht: “Es gab auch Dinge, die haben gestimmt”
Auf die im SZ-Bericht geäußerten Vorwürfe ging er laut BR nicht näher ein, sagte jedoch:
“Es gab auch Dinge, die haben gestimmt. Ich war Teil des Teams, welches Manfred Paula beraten hat und versucht hat, ihm Dinge aufzuzeigen.”
Relat: “Haben beim Kauf einen großen Fehler gemacht”
Der Ismaik-Vertraute führte weiter aus, man habe von Beginn an im Investment bei Sechzig Fehler gemacht. Dazu sagte er gegenüber dem BR:
“Wir haben damals beim Kauf einen großen Fehler gemacht. Wir hätten einen Deutschen installieren müssen, der sich auskennt.”
Konkret benennt er dabei die mangelnde Kenntnis der 50+1-Regel und die damit einhergehende Stimm-Mehrheit der Vereins-Mitglieder gegenüber denen eines Investors, die Ismaik und seine Vertreter 15 Jahre lang immer wieder an ihre Grenzen stoßen ließ. Ein Rückkehr von Ismaik schließt er, trotz wiederkehrender, oft unschlüssiger Äußerungen des Jordaniers in den sozialen Medien, konsequent aus: “Sie wollen uns hier nicht.” Es gebe “keine Zukunft für Hasan bei 1860″.
Relat fordert man sollte “…alles auf professionelle Art und Weise beenden”
Gefragt wurde er vom BR auch zu einer möglichen Rückgabe der Vermarktungsrechte für das Löwen-Wappen, das auf dem aktuellen Trikot der Spielbetriebs-GmbH bekanntlich nicht verwendet wurde. Relat meinte, der Löwe könne wieder zurückkehren “sobald die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen sind”. Weiter sagte er zur Rückkehr des Löwen:
“Ich hoffe es. Ich glaube, es wäre richtig, wenn sich alle an einen Tisch setzen, verhandeln und das alles auf professionelle Art und Weise beenden.”
Das klingt doch schon einmal durchaus nach Gesprächsbereitschaft…











Wieder einer von Ismaiks Vasallen, der das Märchen aufwärmt, Ismaik bzw. seine Berater hätten 50+1 nicht verstanden.
Verstanden haben die 2011 schon die 50+1-Regel, denn das beweist der Kooperationsvertrag, sie haben sich alle Möglichkeiten einräumen lassen, die zugunsten von HAM möglich waren. Das Einzige was Ismaik unterschätzt hat, dass die Vereinsverantwortlichen sich die Vorteile aus der 50+1-Regel nicht abschwatzen lassen. Er konnte sich wohl nicht vorstellen, dass in München Korruption verpönt ist
Das ist doch wieder nur der plumpe Versuch von Ismaik, sich als Opfer darzustellen.
was eine absurde aussage. in 15 jahren waren alle berater unsagbar unfähig. ich wusste nicht, daß ahnungslosigkeit nationalität hat. und wieder wird suggeriert lösungen gäbe es – aber nur professionell. sogar ein ende. Ist BiBR (klingt nach star wars) nicht aufgefallen, wir haben uns schon gelöst – und das ende war recht professionell. den löwen kriegen wir auch so zurück. ich werde ihn jedenfalls auf meinem shirt nicht mit panzertape abkleben wenn ich damit rumlaufe. und ääätsch BBR, ich hab seit den späten 90ern immer die selben
Auch für ihn gilt: “egal was er sagt, egal was er denkt…” Denn letztendlich ist es ausschlaggebend, was sein Trainingsanzug-tragender destruktiver Chef entscheidet.
Der soll sich schleichen, und zwar: Biel Ballester Trio – Avanti
Ich weiß das ist nicht viel, aber ein paar positive Aspekte kann ich diesem komischen Interview abgewinnen:
Das kann man doch nicht ernstnehmen . Hier geht es um die eigene Schadensbegrenzung der Investorenseite nicht mehr und nicht weniger.
Die 3 Punkte von “Benson” sind ganz klar und schlüssig. Natürlich ist da auch Schadensbegrenzung seitens der Investorenseite dabei. Sie haben eingesehen, dass es ein zurück von H.I. zu 1860 n i c h t mehr geben wird.Die logische Schlussfolgerung ist jetzt “…..an einen Tisch setzen, verhandeln und das alles auf professionelle Art und Weise beenden.”
Dann kommt der Löwe und die Markenrechte wieder zurück. Es dürfte eine Sache des Geldes werden. Dann tritt natürlich wieder Gauweiler auf den Plan. Wart’ mas ab.
Die Berateragentur leistet eine super Arbeit für Ismaik. Sich als Sponsor inszenieren und Unterschwellig die Schuld dem Verein zuschieben und nebenbei hat man 15 Jahre nicht 50+1 verstanden. Geh 💩 Biel.
Die Aussage von Biel Ballester Relat ist nicht eben schmeichelhaft für Saki Stimoniaris, der von 2018 bis 2025 immerhin 7 Jahre lang als Vorsitzender des Aufsichtsrats der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA wirkte. Bei ihm scheint es sich nach Einschätzung von Relat also nicht um einen Deutschen zu handeln, „der sich auskennt“. Hasan Ismaik ist gescheitert, weil er 15 Jahre lang ein unfassbares Gespür für die falschen Berater bewies. Deren Nationalität war dabei nebensächlich.
Seltsam dass sie gerade jetzt wo wir einen österreischischen Präsidenten haben auf den Trichter kommen dass das irgendwie ein interethnisches Problem ist.
Die Investorenseite hat das selbst zu einen Problem gemacht .
Mein schlimmstmögliches Szenario ist, dass Ismaik die Merch GmbH auf äußerster Sparflamme weiterbetreibt: Läden kündigen, nur noch online präsent sein und dann ganz gemächlich den Lagerbestand abverkaufen. Finanzen u Zahlungen macht ein Minijobber oder der Steuerberater, einmal die Woche kommt 1 Student/in und packt die neun Bestellungen der letzten Woche u bringt sie zu DHL. Da hat er Kosten von max 2k pro Monat; die kann er mit dem Verkaufserlös ohne großen Zuschussbedarf bis 2031 durchhalten – und wir warten so lang auf den Löwen!
Das wäre blöd für uns..
Einzziger Lichtblick: Dafür müsste er allerdings vorher die Mietschulden bei der KG begleichen …
Dieses Szenario halte ich aus verschiedenen Gründen für völlig ausgeschlossen. Der Insolvenzverwalter hat nicht den Auftrag, die persönlichen Befindlichkeiten von Hasan Ismaik zu pflegen.
??? Der Insolvenzverwalter der KGaA hat kein Mitspracherecht bei der Merch GmbH. Letztere gehört zu 100% Ismaik und ist von der Insolvenz der KGaA unberührt.
Das kommt auf die Mietschulden an. Die wird der Insolvenzverwalter definitiv eintreiben und wenn die Gerüchte stimmen, dass diese Schulden gar nicht so gering sind (zusätzlich stehen scheinbar auch am Flughafen noch Zahlungen aus), dann könnte das ausreichen, um auch die Merch in die Pleite zu schießen.
Womit wir wieder bei Hasan wären. So viel Geld, die Merch als Zombie-Firma bis 2031 am Leben zu halten, hat der allemal. Die Mietschulden einzutreiben kann sich auch ziehen.
Wenn es um die Markenrechte geht, ist die KGaA davon mehr als berührt, da nicht die Merch die Markenrechte hat, sondern die KGaA. Wie der EV schon verlautbaren ließ: das Sechzgerwappen haben wir bald wieder und jenseits des Profifussballs sowieso.
Das ist die Art von Gerissenheit, für die Hasan sowohl die Kreativität als auch die Geduld fehlt.
Ja, er könnte uns mit der Merch noch eine Zeit lang das Leben schwer machen. Aber das wäre harte Arbeit.
Was will er mit seiner “Merch”? Hat Mietschulden, macht null Umsätze mehr, nur noch Kosten, die wird’s bald zerreißen, dann kommt unsere Zeit wieder.
Ich hoffe sehr, dass du Recht hast!
Zumal er nichts davon hätte außer Genugtuung.
Aber für die 1860-Seite wäre es halt maximal mies, wenn er die Vermarktungsrechte bis Vertragsende ausnutzt.
Die endgültige Insolvenz der KGaA wird hier Licht ins Dunkle bringen. Denn die Rechte wurden meines Wissens nach von der KGaA auf die Merch übertragen. Solange ist leider noch Geduld angesagt.
Das Netz ist voll von irritierenden Aussagen zum Thema Rechte des Sechzgerwappens, weshalb ich mich nun bis zur offiziellen Quelle durchgegoogelt habe: https://register.dpma.de/DPMAregister/marke/register/301065365/DE
Kann noch sein, dass die KGaA die Nutzungsrechte irgendwie an die Merch “verliehen” hat, aber eingetragen ist das Logo Stand heute auf die KGaA.
Die Merch darf die Marken kommerziell verwerten, ist sozusagen Lizensiert für den Vertrieb.
Genau, das meinte ich. Sobald die Insolvenz abgeschlossen ist, hat die Merch keine Lizenz mehr dafür und das Logo ist wieder beim Verein. So meine Vermutung.
Ja, könnte ich mir auch vorstellen.
Wenn Hasan Pech hat, kommt er auch aus dem Vertrag mit JOMA nicht raus und müsste noch ein paar Jahre unverkäufliche “Traditionstrikots” und anderes Zeug produzieren. Aber unabhängig davon dürfte mit Pleite und Auflösung der KGaA auch das Schicksal der Merch besiegelt sein.
Der kann doch grade eh nix entscheiden. Die Marken liegen bei der KGaA.
Und erwerben kann sie nur der eV gem. Vertrag.
Ich wüsste nicht, was es da zu besprechen gibt.
Und der Lizenzvertrag mit der Merch ist wahrscheinlich auch ungültig, sollte die Merch Insolvenz anmelden, bzw. dann werden die Lizenzen auch vom IV und nicht von HI2 oder HAM verkauft.
Sollte die Merch nicht insolvent gehen, dann wäre es etwas anderes, aber was hat denn die Merch noch als Geschäfftsgrundlage?
Da können die Kollegen Ismaik und Relat relativ wenig machen.
Genau so ist es, die KGaA hat nur an die Merch GmbH weitergegeben, Verhandlungspartner ist nicht Hasan oder einer seiner Leute sondern der Insolvenzverwalter, und wirklichen Wert haben die Markenrechte eh nur für Sechzig
Professionell war das Verhalten von HAM bislang nicht, sondern vertragsbrüchig.
Ich kenne das nur zu gut, wenn derartige Charaktere von Professionalität sprechen, dann ist Vorsicht geboten. In Regel sind sie nur auf ihren Vorteil aus, weil sie die Situation verka..t haben.
Egal was wie wo….Hauptsache die sind weg!
Bin ehrlich gesagt skeptisch dass da ne gute Absicht dahinter steckt. Würd mich nicht wundern wenn Ismaik erkannt hat dass er alles verloren hat und damit jetzt noch versucht bisschen Geld raus zu holen. Würd mich nicht wundern wenn das Logo in irgendeiner Form als Druckmittel genutzt wird nachdem es gefühlt auch das einige ist wo Ismaik noch einen Wert hat.
Klingt das wirklich nach Gesprächsbereitschaft?
“Relat meinte, der Löwe könne wieder zurückkehren “sobald die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen sind”
Für mir klingt das nicht nach Gesprächsbereitschaft. Für Ismaik dürften die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen sein, wenn er wie gefordert die Alleinherrschaft über den Profifußball erhalten hat oder ein Geldgeber ihm die verplemperten 80 Mio. € gezahlt hat.
Man sollte kein großes Interesse an dem “Löwen” zeigen, das steigert nur Ismaiks Forderungen.
Relat: “Ich glaube, es wäre richtig, wenn sich alle an einen Tisch setzen, verhandeln und das alles auf professionelle Art und Weise beenden.” Das ist doch Wunschdenken. In professionellem diplomatischem Stil sollten Unterhändler eine Vereinbarung ausarbeiten. Wenn ein Konsens gefunden wurde, mögen sich die Herren aus dem Präsidium mit Ismaik an einen Tisch setzen und die Verträge unterzeichnen. Aber erst dann. Mit der Kündigung des Kooperationsvertrages sollte Ismaiks Audienz-Gehabe gestorben sein.
Typen wie der sind genau in dem Moment “gesprächsbereit”, in dem sie den Karren so tief in den Dreck gefahren haben, dass ihnen rein gar nichts anderes mehr übrig bleibt.
Ehrliche Gespräche wären vermutlich Anfang des Jahres angebracht gewesen, jetzt brauchts die auch nicht mehr. Die KGaA ist insolvent, und das regelt der Insolvenzverwalter bisher ja sehr ordentlich. Bei der Merch-GmbH kann es sich nur noch um Wochen handeln, bis die auch Insolvenz anmelden muss. Und dann kommt der Löwe ganz von alleine zurück zum Hauptverein…
Schon klar. Jetzt, wo der Insolvenzverwalter in der 114 sitzt, fällt ihm plötzlich ein, man könnte sich ja an eine Tisch setzten und verhandeln. Bisschen spät, finde ich..
Und sehr wahrscheinlich möchte er nur größtmögliche Kohle für den Merch. Dr. Liebig würde es freuen..
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Vollkommen richtig, ist bereits korrigiert. Danke für den Hinweis!